Kinder erzählen Geschichten
Kinder wollen Geschichten erzählen

Geschichten erzählen ist für Kinder wichtig

Geschichten sind für Kinder sehr wichtig, sie erzählen von fremden Welten, von Abenteuern und Figuren, die das Kind selbst gern sein möchte.
Vielleicht bringen sie auch die Geschichte der eigenen Familie näher oder machen mit der näheren Umgebung vertraut.

Doch Kinder sollten nicht nur Geschichten hören, sondern sie auch erzählen.
Manche der Kleinen können das besonders gut, sie erfinden ganze Geschichtenserien, weil sie eine überaus große Fantasie haben.

Für das weitere Leben ist das freie Erzählen eine wichtige Fähigkeit, denn in Schule, Studium und vielleicht auch im Beruf werden immer wieder Vorträge gefordert, es müssen Referate und Reden gehalten werden.

Daher gilt es: Kinder so früh wie möglich mit den Geschichten fördern! Aber wie?

Wie können Kinder beim Geschichtenerzählen gefördert werden?

Sobald sie sprechen können, fangen die Kleinen an, sehr lebhafte Geschichte zu erzählen. Sie teilen Träume und Erlebnisse mit, entdecken die Welt der imaginären Freunde und berichten von Erlebnissen im Kindergarten.

Auch wenn die Worte anfangs vielleicht noch nicht so rollen wollen und Wortschatz sowie Grammatik mehr als holperig sind, sollten Eltern und Großeltern schon jetzt jede Menge Geduld beweisen.
Denn: Sprechen lernt ein Kind nur durch das Sprechen und es sollte immer das Gefühl haben, dass es wahrgenommen und vor allem für wichtig genommen wird.

Kindererzählungen sind einfach wunderbar!

Auch Oma und Opa können ihr Enkelkind in puncto Erzählungen fördern.
Sie erzählen selbst Geschichten und hören den Enkelkindern zu, sie erfragen Erlebnisse und können diese Förderung sogar spielerisch versuchen:

Fantasiegeschichten erfinden

Oma und Opa erfinden eine Geschichte. Die muss nicht bis ins letzte Detail durchdacht sein, dennoch wird das Kind interessiert zuhören. Vielleicht mag es auch selbst ein Ende für die Geschichte erfinden und erzählen?

Erzählen nach Bildvorlagen

Das Gehirn versucht immer, eine Verbindung zwischen verschiedenen Bildern herzustellen und diese zu einer Geschichte zusammenzubauen. Auf diese Weise lassen sich immer wieder neue Geschichten erfinden: Einfach Bildkarten immer wieder anders ordnen oder Personen in anderen Situationen zeigen.

Erzählen mit Gegenständen

Geschichten können mit ganz alltäglichen Gegenständen wie mit Besteck, Spielzeugen, Haushaltsgegenständen oder Dingen aus Opas Werkstatt als Hauptpersonen gespielt und umschrieben werden.

Erzählen von Erlebnissen

„Opa, erzähl mal von früher!“ Diesen Satz können Enkel schon erstaunlich früh gut sprechen und wollen natürlich eine interessante Erzählung hören. Im Gegenzug darf das Kind dann auch von einem besonderen Erlebnis berichten.

Kinder zum Erzählen bringen

Manche Kinder wollen einfach nicht viel erzählen oder fühlen sich beim Sprechen unsicher.
Für sie gibt es mit den Story Cubes eine ganz wundervolle Möglichkeit, sich anhand der Bilder durch eine Geschichte „zu hangeln“.
Dabei entstehen teils absurde Storys, die für den nötigen Spaß sorgen.
Das stärkt die Erzählfreude, die sprachliche Kreativität und das Selbstbewusstsein der kleinen (und großen) Geschichtenerzähler.

Der Geschichtenbaukasten aus dem Don Bosco Verlag hilft kleinen Geschichtenerzählern dabei, den roten Faden nicht zu verlieren.
Sie bekommen Handlungskarten und einen Spielplan in die Hand.
Anhand der üblichen W-Fragen werden die Kinder durch das zu erstellende Konstrukt einer Geschichte geführt.
Sie lernen so nach und nach, wie sich eine spannende Geschichte aufbauen lässt, was dabei wichtig ist und wie die Zuhörer in den Bann gezogen werden können.

Wie baust Du eine Geschichte auf?

Um eine Geschichte erzählen zu können, braucht diese erst einmal einen Spannungsbogen. Überlege Dir daher, worum es gehen soll und wer die Hauptpersonen sein sollen.
Achte auf eine gut gewählte Ausgangssituation, die das Kind emotional einbezieht.
Die Hauptfigur sollte sympathisch sein, die Geschichte darf ruhig Konflikte und Hindernisse enthalten.
Außerdem sollte es einen Vorher-Nachher-Effekt geben sowie einen Höhepunkt. Überlege Dir vorher, was Du mit Deiner Geschichte aussagen möchtest und was Dein Ziel ist.
Der Aufbau wird immer ähnlich sein: Du führst die Handlung und die Personen ein, die Handlung steigert sich bis zu ihrem Höhepunkt. Danach fällt sie ab, um in einem lehrreichen Schluss zu enden.

Vielleicht lässt sich Dein Enkelkind auch einbeziehen und erzählt einen Teil der Geschichte mit?

Welche Hilfsmittel gibt es zum Erfinden von Geschichten ?

Verschiedene Hilfsmittel können genutzt werden, wenn es um das Erfinden von Geschichten geht.
Die Fantasie braucht einen kleinen Anstoß?
Kein Problem, denn verschiedene Kartensets wie das von Don Bosco „Mein großer Geschichten-Baukasten zum Geschichten erfinden und Erzählen lernen“ oder das Kartenspiel „Geschichten-Erfinder“ (erhältlich im Buchhandel) können unterstützend eingesetzt werden. Hier konstruieren die Kinder eine Geschichte aus den vorliegenden Karten. Sie wählen ihre Figuren und denken sich eine Geschichte darum aus. Wichtig sind dabei Antworten auf die berühmten W-Fragen, die die Grundlage für eine funktionierende Geschichte sind.

Auch Geschichtensäckchen sind hilfreich, diese sind eher für kleine Kinder geeignet. Enthalten sind in den Säckchen kleine Figuren, die das Spielen zur Geschichte ermöglichen. Die Kinder können die Inhalte einer Geschichte somit spielerisch darstellen, erleben diese und sind aktiv. Eine tolle Alternative zum bloßen Vorlesen!

Vielleicht lässt sich Dein Enkelkind auch einbeziehen und erzählt einen Teil der Geschichte mit?

Welche Hilfsmittel gibt es zum Erfinden von Geschichten ?

Verschiedene Hilfsmittel können genutzt werden, wenn es um das Erfinden von Geschichten geht.
Die Fantasie braucht einen kleinen Anstoß?
Kein Problem, denn verschiedene Kartensets wie das von Don Bosco „Mein großer Geschichten-Baukasten zum Geschichten erfinden und Erzählen lernen“ oder das Kartenspiel „Geschichten-Erfinder“ (erhältlich im Buchhandel) können unterstützend eingesetzt werden. Hier konstruieren die Kinder eine Geschichte aus den vorliegenden Karten. Sie wählen ihre Figuren und denken sich eine Geschichte darum aus. Wichtig sind dabei Antworten auf die berühmten W-Fragen, die die Grundlage für eine funktionierende Geschichte sind.

Auch Geschichtensäckchen sind hilfreich, diese sind eher für kleine Kinder geeignet. Enthalten sind in den Säckchen kleine Figuren, die das Spielen zur Geschichte ermöglichen. Die Kinder können die Inhalte einer Geschichte somit spielerisch darstellen, erleben diese und sind aktiv. Eine tolle Alternative zum bloßen Vorlesen!

Welche Geschichten Kinder mögen

Welche Geschichten Kinder mögen, ist vor allem altersabhängig. Sehr kleine Kinder unter fünf Jahren wollen sich mit der Geschichte identifizieren können. Die Geschichte braucht nur wenige Charaktere, die dem Alltag der Kinder nahe sind. Wichtig sind dabei auch Wiederholungselemente, sodass die kleinen Zuhörer schon vorher wissen, was jetzt passiert. Sie fiebern mit und sind umso überraschter, wenn doch etwas anderes geschieht.

Ab einem Alter von fünf Jahren können die Geschichten komplexer werden. Es dürfen mehr Charaktere auftreten, die Story darf auch verschachtelt sein. Wichtig ist, dass die Empathiefähigkeit der Kinder angesprochen wird. Sie wollen sich bei einer spannenden Geschichte in die Helden hineinversetzen können und leiden mit ihnen. Die Emotionen sind somit ein wichtiger Stützpfeiler einer guten Geschichte.

Für kleine Zuhörer bis fünf Jahre können die Ereignisse einer Geschichte parallel erzählt werden, erst später ist eine zeitliche Abfolge wichtig. Dieses Phänomen wird auch deutlich, wenn die Kleinen ihre selbst erfundenen Geschichten vortragen.

Autor dieses Beitrages: Jürgen Busch
Aus dem Themenbereich: Geschichten erzählen

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