Hände frei, los geht’s: Hand- und Fingerspiele brauchen kein Material und gelingen überall — und mit ein paar Fingerpüppchen werden aus den kleinen Spielen schnell ganze Geschichten. Genau das macht sie zum perfekten Spiel für Opa und Enkel.
09.06.2026 · Kategorie: Geschichten
📑 Inhalt
✋ Fingerspiele: Motorik, Sprache & gemeinsame Zeit
Fingerspiele regen die Motorik an und sind ein wichtiges Lernspiel. Schon einem Baby kannst du etwas vorspielen — male dir dafür die Fingerkuppen an oder nutze kleine Fingerpüppchen. Diese Klassiker stehen bei allen Kindern hoch im Kurs: „Das ist der Daumen“, „Zehn kleine Zappelmänner“, „Himpelchen und Pimpelchen“ und „Hast ’nen Taler“.
💡 Tipp: Du suchst die große Sammlung mit vielen überlieferten Reimen samt Bewegungsanleitung — auch schon für Babys auf dem Wickeltisch? Die findest du in unserem ausführlichen Beitrag Fingerspiele & Krabbelspiele für Babys und Kleinkinder.
🎭 Mit Fingerpüppchen Geschichten erzählen
Hier wird aus dem Fingerspiel eine kleine Bühne: Mit Püppchen auf den Fingern lassen sich Geschichten und Märchen erzählen. Und das Schönste — vielleicht spinnt dein Enkelkind die Geschichte weiter und verhilft ihr zu einem immer neuen Ende. Größere Kinder greifen oft selbst zu den Puppen und spielen mit. So werden sie ein Teil der Geschichte — das stärkt die eigene Wahrnehmung und fördert die Sprache.
🧶 Klassiker für größere Kinder: das Fadenspiel. Du nimmst einen Faden auf vier Finger, der dann auf verschiedene Arten abgenommen wird. So entstehen immer wieder neue Figuren — bis am Ende ein herrlich heilloses Wirrwarr steht. Sicher kennst du es noch aus deiner eigenen Kindheit.
Wenn ihr ohnehin gerne gemeinsam erzählt, schau auch bei Kinder erzählen Geschichten und den Geschichtenwürfeln vorbei.
💡 Drei neue Fingerspiel-Ideen
Du suchst Abwechslung? Diese drei Varianten machen dir und deinem Enkelkind garantiert Freude:
☝️ Das Ein-Finger-Spiel
Hier spielt nur der Zeigefinger — und verwandelt sich in alles Mögliche: ein Licht, das kreisend ins Gesicht leuchtet (und ausgepustet wird), ein Pinsel, eine Insel oder ein Haus. Mal hilft die andere Hand mit, etwa zum Auswaschen des Pinsels. Der Finger wird zum Besen, der nach dem Fegen hinter dem Rücken verschwindet, oder zum Wurm, der im Ärmel verschwindet.
🔢 Alle meine Zahlen
Kinder brauchen praktische Erfahrungen mit Zahlen — am besten von klein auf. Dieses Spiel lässt den Zahlenraum von eins bis fünf mit den Fingern erleben. Reime wie „Da kommt einer“ und „Vom Teilen“ passen perfekt: Am Strophenanfang wird die Menge gezeigt, am Ende noch einmal nachgezählt. Beim „Teilen“ dürfen kleine Obststücke oder Gummibärchen mitspielen — und danach genascht werden.
🙌 Mit zehn Fingern
Was sonst als die „Zehn kleinen Zappelmänner“, die seit Generationen begeistern? Erfinde dazu ruhig eigene Strophen, zu denen die Finger tanzen, wackeln und sich drehen — mit aufgemaltem Gesicht macht es noch mehr Spaß. Zum Schluss verstecken sich die Hände hinter dem Rücken. Wo sind sie hin? Da! Ein Kichern ist garantiert, wenn alle zehn Finger wieder auftauchen.
❓ Häufige Fragen
Was sind Hand- und Fingerspiele?
Kleine Spiele, bei denen Finger und Hände zu kurzen Reimen Bewegungen ausführen. Sie regen die Motorik an, fördern die Sprache und brauchen kein Material — ideal für unterwegs und für jede freie Minute mit den Enkeln.
Welche Fingerspiele eignen sich für Opa und Enkel?
Klassiker wie „Das ist der Daumen“, „Zehn kleine Zappelmänner“, „Himpelchen und Pimpelchen“ oder „Hast ’nen Taler“ funktionieren immer. Dazu kommen die drei Ideen auf dieser Seite — und mit Fingerpüppchen lassen sich daraus ganze Geschichten machen.
Wie erzählt man mit Fingerpüppchen Geschichten?
Setze kleine Püppchen auf die Finger und lass sie die Figuren einer Geschichte oder eines Märchens spielen. Lade dein Enkelkind ein, die Handlung weiterzuspinnen oder selbst eine Puppe zu übernehmen — so wird es Teil der Geschichte.
Was ist das Fadenspiel?
Ein Klassiker für größere Kinder: Man nimmt einen Faden auf vier Finger und nimmt ihn auf verschiedene Arten ab. So entstehen immer neue Figuren, bis am Ende ein wirres Geflecht steht. Schult Feinmotorik und Geduld.
Wie geht das „Ein-Finger-Spiel“?
Nur der Zeigefinger spielt und stellt verschiedene Dinge dar — ein Licht, einen Pinsel, ein Haus, einen Besen oder einen Wurm. Mit etwas Fantasie entstehen so kleine Szenen, die schon die Kleinsten faszinieren.
Kann man mit Fingerspielen Zahlen üben?
Ja. Mit „Alle meine Zahlen“ erleben Kinder den Zahlenraum von eins bis fünf ganz praktisch an den Fingern. Beim Reim „Vom Teilen“ lassen sich kleine Obststücke verteilen — Mathematik zum Anfassen und Naschen.
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Beitrag von Jürgen Busch · Themenbereich: Geschichten · Zuletzt geprüft am 09.06.2026

