Opa und sein Enkelkind spielen lachend ein Fingerspiel mit kleinen Fingerpüppchen – Hand- und Fingerspiele für Opa und Enkel

Hände frei, los geht’s: Hand- und Fingerspiele brauchen kein Material und gelingen überall — und mit ein paar Fingerpüppchen werden aus den kleinen Spielen schnell ganze Geschichten. Genau das macht sie zum perfekten Spiel für Opa und Enkel.

Jürgen Busch, Autor von grossvater.de – Schwarzweiß-Porträt mit gefalteten Händen

Beitrag von Jürgen Busch
AKTUALISIERT AM 09.06.2026 · 4 MIN. LESEZEIT · Kategorie: Spielen · Newsletter anmelden
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✋ Fingerspiele: Motorik, Sprache & gemeinsame Zeit

Lustige Hand- und Fingerspiele mit Opa und Enkel

Fingerspiele regen die Motorik an und sind ein wichtiges Lernspiel. Schon einem Baby kannst du etwas vorspielen — male dir dafür die Fingerkuppen an oder nutze kleine Fingerpüppchen. Diese Klassiker stehen bei allen Kindern hoch im Kurs: „Das ist der Daumen“, „Zehn kleine Zappelmänner“, „Himpelchen und Pimpelchen“ und „Hast ’nen Taler“.

💡 Tipp: Du suchst die große Sammlung mit vielen überlieferten Reimen samt Bewegungsanleitung — auch schon für Babys auf dem Wickeltisch? Die findest du in unserem ausführlichen Beitrag Fingerspiele & Krabbelspiele für Babys und Kleinkinder.

🎭 Mit Fingerpüppchen Geschichten erzählen

Hier wird aus dem Fingerspiel eine kleine Bühne: Mit Püppchen auf den Fingern lassen sich Geschichten und Märchen erzählen. Und das Schönste — vielleicht spinnt dein Enkelkind die Geschichte weiter und verhilft ihr zu einem immer neuen Ende. Größere Kinder greifen oft selbst zu den Puppen und spielen mit. So werden sie ein Teil der Geschichte — das stärkt die eigene Wahrnehmung und fördert die Sprache.

🧶 Klassiker für größere Kinder: das Fadenspiel. Du nimmst einen Faden auf vier Finger, der dann auf verschiedene Arten abgenommen wird. So entstehen immer wieder neue Figuren — bis am Ende ein herrlich heilloses Wirrwarr steht. Sicher kennst du es noch aus deiner eigenen Kindheit.

Wenn ihr ohnehin gerne gemeinsam erzählt, schau auch bei Kinder erzählen Geschichten und den Geschichtenwürfeln vorbei.

💡 Drei neue Fingerspiel-Ideen

Du suchst Abwechslung? Diese drei Varianten machen dir und deinem Enkelkind garantiert Freude:

☝️ Das Ein-Finger-Spiel

Hier spielt nur der Zeigefinger — und verwandelt sich in alles Mögliche: ein Licht, das kreisend ins Gesicht leuchtet (und ausgepustet wird), ein Pinsel, eine Insel oder ein Haus. Mal hilft die andere Hand mit, etwa zum Auswaschen des Pinsels. Der Finger wird zum Besen, der nach dem Fegen hinter dem Rücken verschwindet, oder zum Wurm, der im Ärmel verschwindet.

🔢 Alle meine Zahlen

Kinder brauchen praktische Erfahrungen mit Zahlen — am besten von klein auf. Dieses Spiel lässt den Zahlenraum von eins bis fünf mit den Fingern erleben. Reime wie „Da kommt einer“ und „Vom Teilen“ passen perfekt: Am Strophenanfang wird die Menge gezeigt, am Ende noch einmal nachgezählt. Beim „Teilen“ dürfen kleine Obststücke oder Gummibärchen mitspielen — und danach genascht werden.

🙌 Mit zehn Fingern

Was sonst als die „Zehn kleinen Zappelmänner“, die seit Generationen begeistern? Erfinde dazu ruhig eigene Strophen, zu denen die Finger tanzen, wackeln und sich drehen — mit aufgemaltem Gesicht macht es noch mehr Spaß. Zum Schluss verstecken sich die Hände hinter dem Rücken. Wo sind sie hin? Da! Ein Kichern ist garantiert, wenn alle zehn Finger wieder auftauchen.

🗣️ Fünf Fingerspiele mit Text zum Mitsprechen

Die Ideen oben beschreiben, was man mit den Fingern machen kann. Hier stehen die Texte dazu — zum Vorsprechen, Mitsprechen und irgendwann Selbersagen. Die ersten drei habe ich selbst gedichtet, die beiden letzten kennen viele Großeltern noch aus ihrer eigenen Kindheit.

Fünf Finger auf Besuch

Eigener Text · ab etwa 2 Jahren

„Fünf Finger wandern über Land,“ Die Hand läuft am Arm des Kindes hinauf.
„sie halten sich ganz fest an der Hand.“ Finger verschränken.
„Der Daumen sagt: Ich bin schon da!“ Daumen abspreizen und wackeln.
„Der Zeigefinger ruft: Wie schön, hurra!“ Zeigefinger strecken.
„Der Mittelfinger, groß und lang,“ Mittelfinger zeigen.
„der klopft ans Tor: klopf, klopf — es klang!“ Zweimal an die eigene Handfläche klopfen.
„Der Ringfinger, der bringt Kuchen mit,“ Greifbewegung.
„und der Kleine isst den ersten Schnitt.“ Kleinen Finger an den Mund des Kindes.

Das Spiel endet mit einem Kitzler am Bauch — dann will es jedes Kind gleich noch einmal.

Der Regenwurm

Eigener Text · ab etwa 2 Jahren

„Ein Regenwurm kroch durch den Sand,“ Der Zeigefinger schlängelt über den Arm des Kindes.
„er suchte sich ein warmes Land.“ Weiter schlängeln, Richtung Schulter.
„Er kroch nach oben, kroch hinab,“ Hoch und wieder hinunter.
„bis er ein kleines Löchlein traf.“ Mit dem Finger in die Handfläche bohren.
„Da schlüpfte er hinein geschwind“ Der Finger verschwindet im Ärmel.
„und schläft nun dort. Gut Nacht, mein Kind!“ Hand ruhig auflegen.

Das Gewitter

Eigener Text · ab etwa 3 Jahren · auf dem Rücken gespielt

„Erst tröpfelt es ganz leise: tipp, tipp, tipp,“ Mit den Fingerspitzen sanft auf den Rücken tippen.
„dann wird der Regen schneller: schipp, schipp, schipp,“ Schneller und etwas kräftiger tippen.
„der Donner rollt und rumpelt: brumm,“ Mit den flachen Händen über den Rücken reiben.
„der Wind fährt einmal rundherum,“ Große Kreise auf dem Rücken.
„und dann wird alles still und rein —“ Hände anhalten.
„jetzt kommt die Sonne, warm und fein.“ Beide Handflächen warm auflegen und liegen lassen.

Funktioniert auch umgekehrt: Das Kind spielt das Gewitter auf Opas Rücken — und lernt dabei, wie sich leise und laut anfühlt.

Das ist der Daumen

Überliefert · seit Generationen weitergegeben

„Das ist der Daumen,“ Daumen des Kindes anfassen.
„der schüttelt die Pflaumen,“ Zeigefinger.
„der hebt sie auf,“ Mittelfinger.
„der trägt sie nach Haus,“ Ringfinger.
„und der Kleine isst sie alle, alle auf!“ Kleinen Finger wackeln, dann kitzeln.

Zehn kleine Zappelmänner

Überliefert · ab etwa 3 Jahren

„Zehn kleine Zappelmänner zappeln hin und her,“ Beide Hände zappeln vor dem Körper.
„zehn kleine Zappelmänner finden das nicht schwer.“ Weiter zappeln.
„Zehn kleine Zappelmänner zappeln auf und nieder,“ Hände hoch und runter.
„zehn kleine Zappelmänner tun das immer wieder.“ Wiederholen.
„Zehn kleine Zappelmänner spielen jetzt Versteck,“ Hände hinter den Rücken.
„zehn kleine Zappelmänner sind auf einmal weg!“ Hände zeigen — und von vorn.

❓ Häufige Fragen

Was sind Hand- und Fingerspiele?

Kleine Spiele, bei denen Finger und Hände zu kurzen Reimen Bewegungen ausführen. Sie regen die Motorik an, fördern die Sprache und brauchen kein Material — ideal für unterwegs und für jede freie Minute mit den Enkeln.

Welche Fingerspiele eignen sich für Opa und Enkel?

Klassiker wie „Das ist der Daumen“, „Zehn kleine Zappelmänner“, „Himpelchen und Pimpelchen“ oder „Hast ’nen Taler“ funktionieren immer. Dazu kommen die drei Ideen auf dieser Seite — und mit Fingerpüppchen lassen sich daraus ganze Geschichten machen.

Wie erzählt man mit Fingerpüppchen Geschichten?

Setze kleine Püppchen auf die Finger und lass sie die Figuren einer Geschichte oder eines Märchens spielen. Lade dein Enkelkind ein, die Handlung weiterzuspinnen oder selbst eine Puppe zu übernehmen — so wird es Teil der Geschichte.

Was ist das Fadenspiel?

Ein Klassiker für größere Kinder: Man nimmt einen Faden auf vier Finger und nimmt ihn auf verschiedene Arten ab. So entstehen immer neue Figuren, bis am Ende ein wirres Geflecht steht. Schult Feinmotorik und Geduld.

Wie geht das „Ein-Finger-Spiel“?

Nur der Zeigefinger spielt und stellt verschiedene Dinge dar — ein Licht, einen Pinsel, ein Haus, einen Besen oder einen Wurm. Mit etwas Fantasie entstehen so kleine Szenen, die schon die Kleinsten faszinieren.

Kann man mit Fingerspielen Zahlen üben?

Ja. Mit „Alle meine Zahlen“ erleben Kinder den Zahlenraum von eins bis fünf ganz praktisch an den Fingern. Beim Reim „Vom Teilen“ lassen sich kleine Obststücke verteilen — Mathematik zum Anfassen und Naschen.

Beitrag von Jürgen Busch · Themenbereich: Geschichten · Zuletzt geprüft am 09.06.2026