Opa und Oma erzählen Geschichten
Opa und Oma erzählen Geschichten

Unsere Tipps für gute Erzählungen

Erstens: Übung macht den Meister!
Wer nie eine Geschichte erzählt, kann sich auch nicht in der Erzählerrolle üben.
Daher bitte einfach wagen!
Auch diese Tipps helfen dabei, der beste Märchenopa (oder die beste Märchenoma) zu werden:

  • langsames und betontes Sprechen gibt Zeit zu überlegen
  • mit Mimik und Gestik arbeiten
  • Reaktionen des Kindes beobachten
  • Kind mit einbeziehen
  • in geborgener Atmosphäre erzählen
  • Unterbrechungen vermeiden
  • Spannungsbogen aufbauen
  • immer gleich beginnen („Es war einmal …“)
  • für „alte“ Geschichten antiquierte Sprache verwenden
  • gleiche Geschichten auch sprachlich gleich erzählen

Und nun: Viel Spaß bei der gemeinsamen Erzählstunde!

Erzählungen von Opa und Oma

Kinder lauschen gern den Erzählungen von Oma und Opa, wobei nicht alle Großeltern geborene Geschichtenerzähler sind. Doch diese Fähigkeit lässt sich erlernen!
Dabei werden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Zum einen können eigene Erlebnisse aufgearbeitet werden, die eigene Biografie wird den Enkelkindern erzählt.
Diese wiederum erfahren Neues aus der Familiengeschichte. Werden Fantasiegeschichten erzählt, wird damit das Sprachzentrum von Oma und Opa gefördert, doch auch das der Enkelkinder profitiert davon.
Hauptsächlich aber sind gezählte Geschichten (hoffentlich) spannend, lustig, unterhaltsam oder lehrreich.

Geschichtenwürfel – Story Cubes für Jung & Alt

„Oma und Opa, erzählt noch eine Geschichte!“

Die Story Cubes sind auch für Großeltern eine spannende Sache. Anhand der neun Bilder, die jeweils in einer Runde gewürfelt werden, muss eine Geschichte entstehen.
Die kann ernsthaft, lustig oder völlig aberwitzig sein. Damit gehen die Enkelkinder gern ins Bett, es werden regnerische Tage versüßt und ganz nebenbei ist das Grübeln nach den richtigen Worten eine wunderbare Art von Gehirnjogging. Schaut doch mal bei unseren Beispielen vorbei, wir haben schon zwei dieser Würfelgeschichten veröffentlicht.

Geschichten erzählen: Was ist wichtig?

Meist können sich Omas besser als Geschichtenerzähler beweisen als Opas.
Doch auch Letztere können hervorragende Erzähler werden!
Mit ein wenig Übung und dem nötigen Grundwissen bewaffnet, schreiten die Opas los und erobern die Fantasiewelt der Enkelkinder. Beziehungsweise wird diese in Gemeinschaftsarbeit ausgebaut und gefördert.
Gleichzeitig werden die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder angeregt, das Kind lernt, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und erfährt etwas über Werte in der Welt.

Wichtig ist zum einen, die passende Geschichte für jedes Alter zu finden, denn kleine Kinder können von Gruselgeschichten völlig überfordert sein.
Für Kleinkinder reicht schon das Anschauen eines Bilderbuches, wenn Opa oder Oma zu den Bildern eine Geschichte erzählt.

Für Kinder ab zwei Jahren eignen sich Geschichten aus dem Alltag, wobei die beschriebenen Situationen dem Kind bekannt sein sollten.
Wichtig: Am Ende steht immer ein Happy End!

Je älter das Kind wird, desto spannender darf die Geschichte werden, doch ein Happy End sollte immer vorhanden sein. Gute Erzähler beobachten das Kind beim Erzählen der Geschichte und passen diese nötigenfalls an.
Kein Kind darf Angst bei der Erzählung empfinden!

Eigene Erlebnisse für die Geschichte wählen

Die eigenen Erlebnisse sind oft die beste Grundlage für eine Kindergeschichte.
Dabei können diese Erlebnisse aus der Erinnerung von Oma oder Opa erzählt werden oder es wird eine Begebenheit erzählt, an der das Kind selbst beteiligt war.
Natürlich sind einige Zugeständnisse und Flunkereien erlaubt!

Tipp zum Erzählen von Geschichten

Wenn die Geschichte stecken bleibt und es scheinbar keine Lösung mehr gibt, kann das Kind sicherlich aushelfen. Es bekommt eine passende Frage gestellt („Was meinst du, wie es weitergehen könnte?“) und auf Basis der Antwort findet sich ein Weg, um die Geschichte zu Ende zu bringen. Wichtig: Kinder sollten immer zwischendurch Fragen stellen dürfen! Auch wenn es für den Erzähler mitunter schwierig sein kann, die Geschichte immer zu unterbrechen und den roten Faden wieder aufnehmen zu müssen, verarbeiten die Kinder das Gehörte doch auf diese Art und Weise.

Autor dieses Beitrages: Jürgen Busch
Aus dem Themenbereich: Geschichten erzählen

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