Oma und Opa erzählen ihren beiden Enkelkindern abends auf dem Sofa eine Geschichte – Großeltern erzählen Geschichten

„Oma, Opa, erzählt noch eine Geschichte!“ — Kinder lauschen den Erzählungen ihrer Großeltern für ihr Leben gern. Nicht jeder ist ein geborener Geschichtenerzähler, doch diese Gabe lässt sich lernen. Hier kommen unsere Tipps, altersgerechte Ideen und ein paar schöne Helfer für die gemeinsame Erzählstunde.

Jürgen Busch

Beitrag von Jürgen Busch
09.06.2026 · Kategorie: Geschichten

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💛 Warum Oma und Opa erzählen sollten

Opa und Oma erzählen ihren Enkelkindern Geschichten

Beim Erzählen schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Eigene Erlebnisse werden aufgearbeitet, ein Stück Biografie an die Enkel weitergegeben — und die Kinder erfahren Neues aus der Familiengeschichte.

Werden Fantasiegeschichten erzählt, wird das Sprachzentrum von Oma und Opa gefördert — und das der Enkelkinder gleich mit. Vor allem aber sind gute Geschichten spannend, lustig, unterhaltsam oder lehrreich.

✨ Unsere Tipps für gute Erzählungen

Das Wichtigste zuerst: Übung macht den Meister! Wer nie eine Geschichte erzählt, kann sich auch nicht in der Erzählerrolle üben — also einfach wagen. Diese Tipps helfen auf dem Weg zum besten Märchenopa (oder zur besten Märchenoma):

  • Langsam und betont sprechen — das gibt Zeit zum Überlegen
  • Mit Mimik und Gestik arbeiten
  • Die Reaktionen des Kindes beobachten
  • Das Kind mit einbeziehen
  • In geborgener Atmosphäre erzählen
  • Unterbrechungen vermeiden
  • Einen Spannungsbogen aufbauen
  • Immer gleich beginnen („Es war einmal …“)
  • Für „alte“ Geschichten ruhig altertümliche Sprache verwenden
  • Gleiche Geschichten auch sprachlich gleich erzählen

Und nun: viel Spaß bei der gemeinsamen Erzählstunde!

🎯 Die passende Geschichte fürs Alter

Mit etwas Übung und Grundwissen erobert auch jeder Opa die Fantasiewelt der Enkel — oder baut sie gemeinsam mit ihnen aus. Ganz nebenbei werden die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder angeregt, sie lernen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, und erfahren etwas über Werte.

Wichtig ist die passende Geschichte fürs Alter: Kleine Kinder sind von Gruselgeschichten schnell überfordert. Für die Kleinsten reicht schon ein Bilderbuch, zu dem Oma oder Opa eine Geschichte erzählt. Ab etwa zwei Jahren eignen sich Alltagsgeschichten mit Situationen, die das Kind kennt. Je älter das Kind, desto spannender darf es werden — aber: Am Ende steht immer ein Happy End, und kein Kind soll Angst empfinden. Gute Erzähler beobachten das Kind und passen die Geschichte bei Bedarf an.

Eigene Erlebnisse als beste Grundlage

Die eigenen Erlebnisse sind oft der beste Stoff für eine Kindergeschichte — aus der Erinnerung von Oma und Opa oder als Begebenheit, an der das Kind selbst beteiligt war. Ein paar Zugeständnisse und kleine Flunkereien sind dabei ausdrücklich erlaubt!

💡 Tipp, wenn die Geschichte stecken bleibt: Frag einfach das Kind — „Was meinst du, wie es weitergehen könnte?“ Auf Basis der Antwort findet sich fast immer ein Weg zum Ende. Kinder dürfen jederzeit zwischendurch Fragen stellen; auch wenn das den roten Faden unterbricht, verarbeiten sie das Gehörte genau so.

🌙 Schöne Helfer für die Erzählstunde

Geschichtenwürfel – Kleine Kuschelhelden (Moses Verlag)

Geschichtenwürfel „Kleine Kuschelhelden“ (Moses)

Wenn die abendlichen Geschichten ausgehen, helfen neun Würfel mit niedlichen Bildern. Lokomotive, Waschbär und Bett in einer Geschichte unterbringen? Kein Problem — so wird das Erzählen immer wieder neu. Unsere Gute-Nacht-Geschichte „Der musikalische Elefant“ mit diesem Set findest du in unserem Beitrag zu den Geschichtenwürfeln.

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Hörprobe „Gute Nacht, Opa Schlau!“

Audio-CD „Gute Nacht, Opa Schlau!“

So einen Opa hätte jedes Kind gern: Opa Schlau weiß die tollsten Geschichten und erklärt seinem Enkel die Welt — dass er dabei ein wenig flunkert, macht es nur spannender. Für Opas, die selbst zu Erzählern werden wollen, sind die fünf Geschichten eine schöne Anleitung: wie Abendrot, Regenbogen, Ebbe & Flut und Schnee „wirklich“ entstehen — und was eigentlich Zeit ist. Es gibt die Geschichten auch als Vorlesebuch mit weiteren Erzählungen.

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Kleine Kuschelhelden – Alles gut versteckt! (Gute-Nacht-Karten mit Suchbildern)

„Kleine Kuschelhelden – Alles gut versteckt!“

Autorin: Sandra Kretzmann · Moses Verlag · ab 4 Jahren

Zehn große Karten für ein schönes Einschlaf-Ritual. Mitgeliefert wird eine Zauberlampe: Auf jeder Karte sind Dinge versteckt, die die Kinder mit der Lampe finden müssen — wer entdeckt den Hasen im Eimer oder das Muster auf dem Pyjama des Bären? Auf den Rückseiten warten niedliche Gute-Nacht-Geschichten, die Eltern und Großeltern frei weitererzählen können.

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❓ Häufige Fragen zum Geschichtenerzählen

Wie werde ich als Oma oder Opa ein guter Geschichtenerzähler?

Vor allem durch Üben. Sprich langsam und betont, arbeite mit Mimik und Gestik, bau einen Spannungsbogen auf und bezieh das Kind mit ein. Ein vertrauter Anfang wie „Es war einmal …“ und eine geborgene Atmosphäre helfen zusätzlich.

Welche Geschichten passen zu welchem Alter?

Für die Kleinsten reicht ein Bilderbuch mit erzählter Geschichte. Ab etwa zwei Jahren eignen sich vertraute Alltagsgeschichten. Je älter das Kind, desto spannender darf es werden — Gruselgeschichten aber bitte erst, wenn das Kind dafür bereit ist.

Warum ist Geschichtenerzählen für Großeltern und Enkel so wertvoll?

Es gibt Familiengeschichte und ein Stück Biografie weiter, fördert das Sprachzentrum bei Groß und Klein und vermittelt Werte. Vor allem aber schafft es Nähe — gemeinsame Erzählzeit ist wertvolle Bindungszeit.

Was tun, wenn mir mitten in der Geschichte nichts mehr einfällt?

Frag einfach das Kind: „Was meinst du, wie es weitergehen könnte?“ Aus der Antwort entsteht fast immer ein Weg zum Ende — und das Kind fühlt sich als Teil der Geschichte.

Muss eine Kindergeschichte immer gut ausgehen?

Ja. Am Ende sollte immer ein Happy End stehen, und kein Kind sollte beim Zuhören Angst empfinden. Beobachte das Kind und passe die Geschichte bei Bedarf an.

Woher nehme ich Ideen für Geschichten?

Die eigenen Erlebnisse sind der beste Stoff — kleine Flunkereien erlaubt. Wenn die Ideen ausgehen, helfen Geschichtenwürfel, Bilderbücher oder Erzählkarten als Anregung. So entsteht jeden Abend etwas Neues.

Beitrag von Jürgen Busch · Themenbereich: Geschichten · Zuletzt geprüft am 09.06.2026