Oma und Opa erzählen ihren beiden Enkelkindern abends auf dem Sofa eine Geschichte – Großeltern erzählen Geschichten

„Oma, Opa, erzählt noch eine Geschichte!“ — Kinder lauschen den Erzählungen ihrer Großeltern für ihr Leben gern. Nicht jeder ist ein geborener Geschichtenerzähler, doch diese Gabe lässt sich lernen. Hier kommen unsere Tipps, altersgerechte Ideen und ein paar schöne Helfer für die gemeinsame Erzählstunde.

Jürgen Busch, Autor von grossvater.de – Schwarzweiß-Porträt mit gefalteten Händen

Beitrag von Jürgen Busch
AKTUALISIERT AM 09.06.2026 · 5 MIN. LESEZEIT · Kategorie: Spielen · Newsletter anmelden
FacebookInstagramPinterest

Die mit * Werbung markierten Links sind Affiliate-Links: Kaufst du darüber, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.

💛 Warum Oma und Opa erzählen sollten

Opa und Oma erzählen ihren Enkelkindern Geschichten

Beim Erzählen schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Eigene Erlebnisse werden aufgearbeitet, ein Stück Biografie an die Enkel weitergegeben — und die Kinder erfahren Neues aus der Familiengeschichte.

Werden Fantasiegeschichten erzählt, wird das Sprachzentrum von Oma und Opa gefördert — und das der Enkelkinder gleich mit. Vor allem aber sind gute Geschichten spannend, lustig, unterhaltsam oder lehrreich.

✨ Unsere Tipps für gute Erzählungen

Das Wichtigste zuerst: Übung macht den Meister! Wer nie eine Geschichte erzählt, kann sich auch nicht in der Erzählerrolle üben — also einfach wagen. Diese Tipps helfen auf dem Weg zum besten Märchenopa (oder zur besten Märchenoma):

  • Langsam und betont sprechen — das gibt Zeit zum Überlegen
  • Mit Mimik und Gestik arbeiten
  • Die Reaktionen des Kindes beobachten
  • Das Kind mit einbeziehen
  • In geborgener Atmosphäre erzählen
  • Unterbrechungen vermeiden
  • Einen Spannungsbogen aufbauen
  • Immer gleich beginnen („Es war einmal …“)
  • Für „alte“ Geschichten ruhig altertümliche Sprache verwenden
  • Gleiche Geschichten auch sprachlich gleich erzählen

Und nun: viel Spaß bei der gemeinsamen Erzählstunde!

🎯 Die passende Geschichte fürs Alter

Mit etwas Übung und Grundwissen erobert auch jeder Opa die Fantasiewelt der Enkel — oder baut sie gemeinsam mit ihnen aus. Ganz nebenbei werden die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder angeregt, sie lernen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, und erfahren etwas über Werte.

Wichtig ist die passende Geschichte fürs Alter: Kleine Kinder sind von Gruselgeschichten schnell überfordert. Für die Kleinsten reicht schon ein Bilderbuch, zu dem Oma oder Opa eine Geschichte erzählt. Ab etwa zwei Jahren eignen sich Alltagsgeschichten mit Situationen, die das Kind kennt. Je älter das Kind, desto spannender darf es werden — aber: Am Ende steht immer ein Happy End, und kein Kind soll Angst empfinden. Gute Erzähler beobachten das Kind und passen die Geschichte bei Bedarf an.

Eigene Erlebnisse als beste Grundlage

Die eigenen Erlebnisse sind oft der beste Stoff für eine Kindergeschichte — aus der Erinnerung von Oma und Opa oder als Begebenheit, an der das Kind selbst beteiligt war. Ein paar Zugeständnisse und kleine Flunkereien sind dabei ausdrücklich erlaubt!

💡 Tipp, wenn die Geschichte stecken bleibt: Frag einfach das Kind — „Was meinst du, wie es weitergehen könnte?“ Auf Basis der Antwort findet sich fast immer ein Weg zum Ende. Kinder dürfen jederzeit zwischendurch Fragen stellen; auch wenn das den roten Faden unterbricht, verarbeiten sie das Gehörte genau so.

🌙 Schöne Helfer für die Erzählstunde

moses Geschichtenwürfel Kuschelhelden, 9 süße Erzählwürfel für Kinder, kreatives Würfelspiel für Gute-Nacht-Geschichten mit großen Holzwürfeln, Kinderspiel ab 4 Jahren

Geschichtenwürfel „Kleine Kuschelhelden“ (moses)

9 Würfel · für die Gute-Nacht-Geschichte

Wenn die abendlichen Geschichten ausgehen, helfen neun Würfel mit niedlichen Bildern. Lokomotive, Waschbär und Bett in einer Geschichte unterbringen? Kein Problem — so wird das Erzählen wieder leicht.
Für wen sich die Würfel eignen

Für Großeltern, denen abends nichts mehr einfällt: Drei geworfene Bilder sind ein besserer Anfang als das beste Vorsatz-Nachdenken.

Unser Tipp: Das Kind einen Würfel werfen lassen und selbst weitererzählen — abwechselnd. Aus dem Erzählen wird ein Spiel zu zweit.

Geschichtenwürfel Kuschelhelden

Wo kaufen Was dafür spricht Preis
Amazon Wenn Du dort ohnehin bestellst 12,95 EURBei Amazon ansehen

Gute Nacht, Opa Schlau! (Teil 1) (Das CD Hörbuch)

Hörbuch „Gute Nacht, Opa Schlau!“

Audio-CD · Gute-Nacht-Geschichten

So einen Opa hätte jedes Kind gern: Opa Schlau weiß die tollsten Geschichten und erklärt seinem Enkel die Welt — zum Zuhören vor dem Einschlafen.
Für wen sich das Hörbuch eignet

Für die Abende, an denen die eigene Stimme nicht mehr will — und für die Zeit zwischen den Besuchen, wenn Opa nicht da ist.

Unser Tipp: Die CD als Geschenk mitbringen und die erste Geschichte gemeinsam hören. Danach hört das Kind sie auch allein gern.

Hörbuch Gute Nacht Opa Schlau

Wo kaufen Was dafür spricht Preis
Amazon Wenn Du dort ohnehin bestellst 7,91 EURBei Amazon ansehen

Das große Vorlesebuch für Großeltern, Enkel und andere Leute

„Das große Vorlesebuch für Großeltern und Enkel“

Vorlesebuch · viele kurze Geschichten

Ein Vorlesebuch, das ausdrücklich für Großeltern und Enkel gemacht ist: viele kurze Geschichten, die sich gut für den Abend und für Zwischendurch eignen.
Für wen sich das Buch eignet

Für Großeltern, die gern vorlesen, aber nicht ständig neue Bücher kaufen wollen — ein dickes Vorlesebuch trägt über Jahre.

Unser Tipp: Vorne ins Buch schreiben, wann welche Geschichte gelesen wurde. Nach ein paar Jahren ist das Buch selbst zur Familienerinnerung geworden.

Vorlesebuch für Großeltern und Enkel

Wo kaufen Was dafür spricht Preis
Amazon Wenn Du dort ohnehin bestellst 11,22 EURBei Amazon ansehen

☕ Wenn das Erzählen nicht von allein losgeht: Kuchen als Anlass

Das häufigste Problem ist nicht, dass Großeltern nichts zu erzählen hätten — sondern dass sich nie der Moment ergibt. Zwischen Tür und Angel fängt niemand an, aus seinem Leben zu berichten. Es braucht einen Anlass, der lange genug dauert und bei dem alle sitzen bleiben.

Am besten funktioniert bei uns der Kaffeetisch. Kuchen backen, hinsetzen, und dann eine Frage in die Runde — nicht „erzähl doch mal von früher“, das lähmt jeden, sondern etwas Konkretes:

  • „Was hast du gemacht, wenn du als Kind Langeweile hattest?“
  • „Wie sind deine Eltern zusammengekommen?“
  • „Was war das Erste, das du dir selbst gekauft hast?“
  • „Vor was hattest du als Kind Angst?“
  • „Was hast du angestellt, ohne dass es jemand gemerkt hat?“

Die letzte Frage zieht fast immer — Kinder wollen hören, dass Oma und Opa auch einmal Unsinn gemacht haben. Umgekehrt darf das Enkelkind dieselben Fragen zurückstellen, dann wird ein Gespräch daraus statt eines Vortrags.

Es gibt für diesen Nachmittag auch fertige Sets: Der Anbieter Kuchentratsch etwa verkauft eine Erlebnisbox mit Backmischung, auf deren Rückseite ein kleines Brettspiel aufgedruckt ist — man backt zusammen und spielt beim Warten. Als Geschenk für Oma oder Opa ist das ein netter Wink: Lass uns wieder einmal zusammensitzen. Was in der Box steckt und was davon heute noch zu haben ist, steht auf unserer Seite Kuchentratsch-Geschichten mit Oma und Opa. Nötig ist es nicht — ein selbst gebackener Kuchen und fünf gute Fragen tun es genauso.

❓ Häufige Fragen zum Geschichtenerzählen

Wie werde ich als Oma oder Opa ein guter Geschichtenerzähler?

Vor allem durch Üben. Sprich langsam und betont, arbeite mit Mimik und Gestik, bau einen Spannungsbogen auf und bezieh das Kind mit ein. Ein vertrauter Anfang wie „Es war einmal …“ und eine geborgene Atmosphäre helfen zusätzlich.

Welche Geschichten passen zu welchem Alter?

Für die Kleinsten reicht ein Bilderbuch mit erzählter Geschichte. Ab etwa zwei Jahren eignen sich vertraute Alltagsgeschichten. Je älter das Kind, desto spannender darf es werden — Gruselgeschichten aber bitte erst, wenn das Kind dafür bereit ist.

Warum ist Geschichtenerzählen für Großeltern und Enkel so wertvoll?

Es gibt Familiengeschichte und ein Stück Biografie weiter, fördert das Sprachzentrum bei Groß und Klein und vermittelt Werte. Vor allem aber schafft es Nähe — gemeinsame Erzählzeit ist wertvolle Bindungszeit.

Was tun, wenn mir mitten in der Geschichte nichts mehr einfällt?

Frag einfach das Kind: „Was meinst du, wie es weitergehen könnte?“ Aus der Antwort entsteht fast immer ein Weg zum Ende — und das Kind fühlt sich als Teil der Geschichte.

Muss eine Kindergeschichte immer gut ausgehen?

Ja. Am Ende sollte immer ein Happy End stehen, und kein Kind sollte beim Zuhören Angst empfinden. Beobachte das Kind und passe die Geschichte bei Bedarf an.

Woher nehme ich Ideen für Geschichten?

Die eigenen Erlebnisse sind der beste Stoff — kleine Flunkereien erlaubt. Wenn die Ideen ausgehen, helfen Geschichtenwürfel, Bilderbücher oder Erzählkarten als Anregung. So entsteht jeden Abend etwas Neues.

Beitrag von Jürgen Busch · Themenbereich: Geschichten · Zuletzt geprüft am 09.06.2026