© grossvater.de – Biografie – eine sinnvolle Arbeit für Großeltern

Diese Kategorie „Biografie“ wird sich mit Geschichte beschäftigen.
Keine Sorge, es geht nicht um die Aufarbeitung der gesellschaftlichen Historie, sondern um Opas Vergangenheit!

Viele Großeltern haben noch wahre Schätze auf dem Dachboden und im Keller zu liegen: Zeugen längst vergangener Zeiten, für die sich die meisten Enkelkinder brennend interessieren.
Sie wollen wissen, woher sie kommen, wer die Vorfahren sind und welche besonderen Geschichten im Leben von Urgroßeltern, Großeltern und Eltern vorgekommen sind.
Durch Gegenstände, Fotos und Briefe aus vergangenen Jahrzehnten ist die Aufarbeitung der eigenen Geschichte möglich.

Warum solltest Du Dich mit Deiner Vergangenheit befassen?

Meist können die Enkelkinder aber mit diesen Dingen recht wenig anfangen, weil sie sie gar nicht einordnen können.
Was gebraucht wird, sind Erklärungen! Erklärungen zu den Erinnerungsstücken, mit denen sich die Vergangenheit beleuchten lässt und die typisch für ein bestimmtes Jahrzehnt waren.

In unserer Rubrik „Biografie“ wollen wir Großeltern neue Impulse geben und sie dazu motivieren, die eigenen Erfahrungen, Erinnerungen und Lebensgeschichten aufzuarbeiten und an ihre Enkel weiterzugeben.
Keine Sorge, das muss keine umfangreiche Autobiografie sein, die hier entsteht. Doch die wichtigsten Stationen im Leben sollten den Enkelkindern nicht vorenthalten werden, denn sie erfahren dadurch, wer sie sind und woher sie kommen.
Die Beschäftigung mit der Geschichte der Großeltern trägt dazu bei, dass sich die Kinder selbst finden und genau wissen, warum sie heute dort stehen, wo sie eben sind.

Wer profitiert von der Biografiearbeit?

Nicht nur die Enkelkinder sowie weitere Generationen profitieren davon, wenn die Familiengeschichte möglichst detailgetreu aufgearbeitet und für die Nachwelt festgehalten wird.
Auch Du als Opa selbst hast Vorteile davon, wenn Du Dich mit Deiner Geschichte befasst. Erinnerungen werden aufgefrischt und ermöglichen ein neues Verständnis für Probleme und Sorgen Deiner Enkelkinder.
Denn: Die Geschichte wiederholt sich und das gilt auch im kleinen Rahmen innerhalb der Familie!

Wer hilft Dir bei der Ausarbeitung deiner Lebenserinnerungen?

Du kannst natürlich einfach Notizen machen und in einer Art Tagebuch alle Deine Erinnerungen festhalten. Möglich ist das auch als Videotagebuch, doch beim „freien Erinnern“ steht die Gefahr, dass vieles vergessen wird.
Besser ist es, wenn Du hier einige Hilfsmittel nutzen kannst.
Bücher bieten Anhaltspunkte und stellen wichtige Frage, deren Antworten Dich der Vergangenheit näherbringen. Teilweise werden auch Kurse angeboten, sodass in Gruppenarbeit interessante Impulse gegeben werden.

Tipp:
Der Don Bosco Verlag bietet mit seinen Fotokarten zur Biografiearbeit, mit den Lebensspuren und dem Bildkartenset für das Kamishibai wertvolle Anregungen zum Thema Aufarbeitung der eigenen Geschichte.

Wie können die Ergebnisse der Biografiearbeit aussehen?

Je nachdem, welches Hilfsmittel zur Biografiearbeit genutzt wird, können die Ergebnisse verschieden ausfallen. Speichere Deine Ergebnisse in der Cloud, drehe ein Video oder verfasse ein Buch. Du kannst auch Erinnerungsalben nutzen, die wie eine Art Freundebuch aufgebaut sind und die wichtigsten Details abfragen. Du musst dieses Buch nur noch mit den eigenen Daten und Erlebnissen ausfüllen, kannst hier sogar Fotos einkleben.

Die Digitalisierung der Lebensdokumente ist dabei eine wichtige Aufgabe:
Dias, Zeugnisse und Urkunden sollten digitalisiert werden, damit sie für die Nachwelt festgehalten werden können. Gern unterstützen wir Dich mit unserer technischen Erfahrung dabei!

Ich werde mein Leben nun genauer unter die Lupe nehmen und Kindheit, Schulzeit, Lehrzeit, Studium, Beruf und Familie hier exemplarisch vorstellen.
Mal sehen, auf welche Erinnerungen ich dabei stoße – ich werde darüber berichten!