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Ein roter Elefant? „Erdbeere!“ — bei Schnattergei verrät nicht das Motiv, sondern die Farbe, was gerufen wird. Das stiftet herrliche Verwirrung. Hier erkläre ich dir die Spielregeln des Reaktionsspiels (ab 6 Jahren) und stelle mit Dodelido eine prima Alternative vor.
09.06.2026 · Kategorie: Reaktionsspiele
📑 Inhalt
🦢 Schnattergei im Überblick
Zwei bis vier Spieler ab sechs Jahren können sich am Konzentrations- und Reaktionsspiel Schnattergei beteiligen — eine Runde dauert rund 15 Minuten, sodass die Konzentration der Kleinen nicht überstrapaziert und der Spaß maximiert wird. Schnattergei stammt vom Amigo-Verlag und aus der Ideenschmiede von Haim Shafir — dem Erfinder von Halli Galli. Sieger ist, wer am Ende die meisten Karten hat. Doch der Weg dahin ist knifflig, denn die Schnattergeien lenken kräftig ab!
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📖 Spielanleitung Schnattergei
Spielidee & Vorbereitung
Die Karten werden gemischt, jeder Mitspieler erhält 25 davon (übrige zurück in die Schachtel) und legt sie als verdeckten Nachziehstapel vor sich ab — nicht hineinsehen! In der Tischmitte bleibt Platz für einen gemeinsamen Ablagestapel.

Es gibt 7 Motivkarten beim Schnattergei-Spiel.

Welches Motiv wird bei welcher Farbe genannt?
Der Ablauf — Begriff nach Farbe
Wer als Nächster Geburtstag hat, beginnt. Reihum deckt jeder eine Karte zur Tischmitte hin auf (damit alle sie gleichzeitig sehen) und legt sie offen auf den Ablagestapel. Dann wird das Motiv benannt — aber Achtung: nicht das Bild zählt, sondern die Farbe der Karte!
- Rot = Erdbeere
- Blau = Elefant
- Braun = Kakao
- Gelb = Banane
„Karotte“ und „Paprika“ werden nie genannt. Liegt die Sonderkarte „Schnattergei“ oben, darf das Motiv nicht benannt werden — stattdessen wiederholt der Spieler die Aussage seines Vormannes. Und immer gilt: Kommt eine Doppelung vor (zweimal dasselbe Motiv hintereinander), schlagen alle so schnell wie möglich auf den Ablagestapel. Der Schnellste bekommt alle Karten und legt sie unter seinen Nachziehstapel — danach beginnt ein neuer Ablagestapel.

Die Schnattergei-Sonderkarte.

Was passiert bei einer Doppelung?

Du musst das richtige Motiv nennen.
Fehler & Spielende
Ein Fehler ist: ohne Doppelung auf den Stapel hauen, ein falsches Motiv nennen, jemanden zu Unrecht beschuldigen oder zu lange überlegen. Wer einen Fehler macht, legt zwei seiner Karten unter den Ablagestapel. Wer keine Karte mehr hat, spielt weiter mit (wird beim Ablegen übersprungen, darf aber den Stapel kassieren). Das Spiel endet, wenn ein anderer Spieler den Stapel gewinnt oder der Spieler ohne Nachziehstapel einen Fehler macht. Sieger ist, wer die meisten Karten hat.
Variante: Die Einkassier-Regel lässt sich anpassen — z. B. erst schlagen, wenn zweimal hintereinander der gelbe Elefant zu sehen war oder fünfmal dasselbe Motiv genannt wurde.

🐊 Dodelido – die Alternative zu Schnattergei
Wir „schnattergeien“ zwar wirklich gern — aber zur Abwechslung ist Dodelido ein prächtiges Reaktionsspiel. Das Kartenspiel für Kinder ab acht Jahren ist für zwei bis sechs Mitspieler gemacht; jeder muss seine Karten so schnell wie möglich loswerden. Es stammt aus dem Jahr 2016 von Jacques Zeimet (Drei Magier Spieleverlag) und kam 2017 auf die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres — ideal auch für unterwegs auf Reisen mit Oma und Opa.

105 Karten: Zebra, Kamel, Pinguin, Schildkröte, Flamingo & Krokodil.

Häufigstes Merkmal nennen — z. B. „Flamingo!“ oder „Blau!“.

„Dodelido!“ bei gleichem Merkmal, „Nix!“ bei lauter Unterschieden.
Die Spielregel Dodelido kurz erklärt
Die 105 Karten werden gemischt und gleichmäßig verteilt; jeder legt sie als verdeckten Stapel vor sich. In der Mitte entstehen drei Ablagestapel, die immer abwechselnd bestückt werden. Wer an der Reihe ist, deckt die oberste Karte auf und macht eine Aussage zu den drei offen liegenden Karten:
- Das häufigste Merkmal nennen (z. B. zwei von drei zeigen ein Zebra → „Zebra!“).
- Ist ein Merkmal auf allen Karten gleich → „Dodelido!„
- Sind alle Karten unterschiedlich → „Nix!„
- Ist eine Schildkröte dabei → vorher „Öööööh“ sagen.
- Ist ein Krokodil dabei → alle legen die Hand auf die Karte; der Langsamste nimmt alle Karten aus der Mitte.
Bei einer falschen Aussage nimmt der Spieler alle Karten auf. Gewonnen hat, wer zuerst alle Karten ablegen konnte.
❓ Häufige Fragen zu Schnattergei
Wie geht das Spiel Schnattergei?
Reihum deckt jeder eine Karte auf den Ablagestapel in der Mitte und nennt den passenden Begriff — wichtig ist dabei die Farbe der Karte, nicht das abgebildete Motiv. Kommt zweimal hintereinander dasselbe Motiv (eine Doppelung), schlagen alle schnell auf den Stapel; der Schnellste bekommt die Karten. Wer am Ende die meisten Karten hat, gewinnt.
Welche Farbe heißt bei Schnattergei welcher Begriff?
Rot bedeutet Erdbeere, Blau Elefant, Braun Kakao und Gelb Banane. Entscheidend ist immer die Farbe der Karte. „Karotte“ und „Paprika“ werden dagegen nie genannt.
Was macht die Schnattergei-Sonderkarte?
Liegt die Sonderkarte „Schnattergei“ oben, darf das Motiv nicht genannt werden. Stattdessen muss der Spieler die Aussage seines Vormannes wiederholen — das sorgt für ordentlich Verwirrung.
Ab welchem Alter und für wie viele Spieler ist Schnattergei?
Schnattergei ist für Kinder ab 6 Jahren und 2 bis 4 Spieler geeignet; eine Runde dauert etwa 15 Minuten. Es stammt vom Amigo-Verlag und von Haim Shafir, dem Erfinder von Halli Galli.
Was ist eine gute Alternative zu Schnattergei?
Eine prima Alternative ist Dodelido (Drei Magier, ab 8 Jahren) — ein ebenso turbulentes Reaktionsspiel mit Tieren, Farben und einem frechen Krokodil. Weitere Ideen findest du in unserer Übersicht der Reaktionsspiele.
Wie endet Schnattergei?
Das Spiel endet, wenn ein Spieler ohne eigenen Nachziehstapel einen Fehler macht oder ein anderer den Ablagestapel gewinnt. Sieger ist, wer dann die meisten Karten gesammelt hat.
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Beitrag von Jürgen Busch · Themenschwerpunkt: Reaktionsspiele · Zuletzt geprüft am 09.06.2026



