Ein Lied, ein Reim, ein sanftes Krabbeln über den Babybauch — Fingerspiele und Krabbelspiele begeistern kleine Kinder immer wieder. Sie schenken Nähe, fördern die Entwicklung und lassen sich überall spielen: beim Wickeln, im Wartezimmer oder einfach so zwischendurch. Hier kommen die schönsten Klassiker zum Mitmachen.
📑 Inhalt
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🌱 Was Fingerspiele & Krabbelspiele fördern
Mit Fingerspielen, Liedern und Krabbelspielen unterstützen Eltern und Großeltern ihre Babys und kleinen Kinder von Geburt an. Ganz nebenbei fördern sie:
- geistige Entwicklung
- motorische Fähigkeiten und Feinmotorik
- sozial-emotionale Entwicklung
- Wahrnehmung und Konzentration
- Fantasie und Kreativität
- Sprachentwicklung
- die Bindung zu den vertrauten Bezugspersonen
So tragen die kleinen Spiele entscheidend zu einer gesunden Entwicklung in den ersten Lebensjahren bei — und schenken zugleich wertvolle gemeinsame Zeit.
👶 Krabbelspiele für den Wickeltisch
Auf dem Wickeltisch dürfen Babys einmal ganz ohne Windel strampeln — eine schöne, ruhige Zeit für zärtlichen Körperkontakt, liebevolle Ansprache und kleine Spiele. Gerade das stärkt Sicherheit und Vertrauen. Vielen Großeltern fällt hier sicher noch das eine oder andere Fingerspiel aus der eigenen Kindheit ein — etwa „Backe, backe Kuchen“, „Das ist der Daumen“ oder „Wie das Fähnchen auf dem Turme“.
Herr Pinz und Herr Panz (überliefert)
Herr Pinz und Herr Panz,
→ Kinderfüße in die Hände nehmen
die gehen zum Tanz.
→ abwechselnd rechten und linken Fuß zum Körper bewegen
Es gehen zum Tanz,
Herr Pinz und Herr Panz.
Erst gingen sie links herum,
→ Strampelbewegungen mit den Beinen
dann gehen sie rechts herum.
→ nach rechts strampeln lassen
Dann machen sie sooooo
→ beide Beine zum Bauch beugen
und dann strampeln sie froh.
→ beide Beine strampeln
Das Baby liegt auf dem Rücken; du fasst die beiden Füße und bewegst Füße und Beine passend zum Text. Auszug aus: Krabbelmäuse, Murmeltiere, Kuschelbären & Co., Gisela Mühlenberg, budenzauber-verlag.de
✋ Fingerspiele zum Mitmachen
Das Schöne an Fingerspielen: Sie lassen sich überall einsetzen — beim Aufwachen und Einschlafen, beim Wickeln, am Tisch, im Bus oder im Wartezimmer. Sehr beliebt sind auch „Zehn kleine Zappelmänner“, „Steigt ein Büblein auf den Baum“ und „Punkt, Punkt, Komma, Strich“.
Geht ein Mann die Treppe rauf (überliefert)
Geht ein Mann die Treppe rauf,
→ mit Zeige- und Mittelfinger von den Füßen bis zum Hals krabbeln
klopft an,
→ sacht mit dem Zeigefinger auf die Stirn klopfen
bim, bam,
→ am Ohrläppchen zupfen
guten Tag, Herr Nasenmann.
→ die Nasenspitze sanft hin und her bewegen
Es war einmal ein Floh (überliefert)
Es war einmal ein Floh,
→ mit dem Zeigefinger über den Babybauch hüpfen
der hüpfte herum ganz froh
und weil er das so mag
sagt er dir „Guten Tag“.
→ die Kinderhand nehmen und vorsichtig schütteln
Haare waschen (überliefert)
Haare waschen, Haare waschen sollte jedes Kind.
→ mit beiden Händen die Haare raufen
Und sind sie endlich sauber, jaaaaa …
→ die Arme mit geöffneten Händen nach vorne strecken
doch leider ist kein Handtuch da. Drum müssen wir sie schütteln …
→ den Kopf schütteln
Weiter geht’s mit Hände waschen, Arme waschen, Beine waschen — jeweils waschen und dann kräftig schütteln bzw. zappeln.
Ein lustiges Bewegungsspiel, das den Kleinen sogar das ungeliebte Haarewaschen erleichtert. Beim gemeinsamen Spielen, Singen und Entdecken spüren Kinder die Geborgenheit, die sie für eine gute Bindung und ihre Entwicklung brauchen — so können auch Großeltern ihre Enkel mit Zeit und Ruhe wunderbar fördern.
Auszüge aus: Krabbelmäuse, Murmeltiere, Kuschelbären & Co., Gisela Mühlenberg, budenzauber-verlag.de
📖 Empfehlenswerte Fingerspiel-Bücher
Krabbelmäuse, Murmeltiere, Kuschelbären & Co.
von Gisela Mühlenberg · Budenzauber-Verlag · 13,50 €
Die Reime auf dieser Seite stammen aus diesem liebevollen Fundus voller Finger- und Krabbelspiele. Direkt beim Verlag bestellbar:
Wer noch mehr Reime und Spielideen sucht, findet hier vier beliebte Sammlungen:
❓ Häufige Fragen zu Fingerspielen
Was sind Fingerspiele und Krabbelspiele?
Kleine Reime und Lieder, die mit Bewegungen der Finger oder mit sanftem Krabbeln über den Körper des Kindes begleitet werden. Sie verbinden Sprache, Berührung und Bewegung — und schaffen ganz nebenbei Nähe und Geborgenheit.
Ab welchem Alter sind Fingerspiele geeignet?
Schon ab den ersten Lebenswochen — anfangs als sanftes Krabbeln und Singen auf dem Wickeltisch. Mit zunehmendem Alter machen Babys und Kleinkinder immer mehr selbst mit. Auch im Kindergarten und in der Krippe sind Fingerspiele fester Bestandteil.
Was fördern Fingerspiele bei Kindern?
Sie fördern Sprache, Feinmotorik, Wahrnehmung, Konzentration und Fantasie — und vor allem die Bindung zwischen Kind und Bezugsperson. Damit sind sie ein wertvoller Baustein für eine gesunde Entwicklung.
Welche Fingerspiele sind am bekanntesten?
Zu den beliebtesten Klassikern zählen „Zehn kleine Zappelmänner“, „Das ist der Daumen“, „Himpelchen und Pimpelchen“, „Steigt ein Büblein auf den Baum“, „Backe, backe Kuchen“ und „Punkt, Punkt, Komma, Strich“.
Welche kurzen Fingerspiele eignen sich für Krippe und Kindergarten?
Kurze, eingängige Reime mit klaren Bewegungen funktionieren in der Gruppe am besten — etwa „Geht ein Mann die Treppe rauf“ oder „Zehn kleine Zappelmänner“. Sie lassen sich leicht mitsprechen und immer wieder wiederholen.
Warum sind Fingerspiele pädagogisch wertvoll?
Sie verbinden mehrere Bildungsbereiche auf einmal: Sprache, Bewegung, soziales Miteinander und Wahrnehmung. Durch Reim, Rhythmus und Wiederholung prägen sich Wörter besonders gut ein — ideal zur frühen Sprachförderung.
Gibt es Fingerspiele zu Jahreszeiten und Themen?
Ja, sehr viele — passend zu Herbst, Winter, Frühling und Sommer sowie zu Themen wie Tieren, Apfel oder Mäusefamilie. Themenbücher und Jahreszeiten-Sammlungen bieten dafür einen schönen Fundus für jede Gelegenheit.
Wie spiele ich Fingerspiele mit einem Baby auf dem Wickeltisch?
Lass das Baby entspannt auf dem Rücken liegen, sprich den Reim ruhig und deutlich und begleite ihn mit sanften Bewegungen an Füßen, Beinen oder Bauch. Wichtig ist nicht die Perfektion, sondern die liebevolle, ruhige Zuwendung.
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Gastbeitrag von Gisela Mühlenberg · Themenbereich: Spielen mit Kindern · Zuletzt geprüft am 09.06.2026





