
Holzleim ist nicht immer die beste Wahl — selbst beim Kleben von Holz nicht. Je nach Werkstoff braucht es einen anderen Kleber. Für reine Holz-auf-Holz-Verbindungen ist allerdings Holzleim meist ideal; hier geht es um alle übrigen Klebstoffe fürs Basteln und Werken.
Dieser Beitrag gehört zu unseren Werktipps.
Alleskleber, Papier- und Sekundenkleber
Alleskleber ist ein Nassklebstoff für viele Materialien — nicht aber für Styropor oder Polyethylen, und bei Feuchtigkeit lässt seine Klebkraft nach. Für Papier braucht es übrigens keinen speziellen Papierkleber, Alleskleber genügt.
Sehr stark ist der 100-%-Kleber, besser bekannt als Sekundenkleber: Er härtet blitzschnell aus und klebt nur kleine Flächen wirklich gut. Vorsicht — er klebt auch Finger zusammen und gehört deshalb nicht in Kinderhände!
Alleskleber von UHU
Alleskleber · Tube · für viele Werkstoffe
Wofür sich der Alleskleber eignet
Für die kleinen Reparaturen zwischendurch — der Kleber, den jeder Großvater in der Schublade hat.
Unser Tipp: Die Tube nach Gebrauch mit einem Nagel oder Zahnstocher verschließen. So ist sie beim nächsten Mal nicht eingetrocknet.
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Montage-, Spezial- und Reparaturkleber
Montagekleber erreicht auf glatten Untergründen eine hohe Festigkeit und macht an senkrechten Flächen oft Hammer und Nagel überflüssig — gut für Metall, Ziegel, Holz und Keramik. Er braucht rund zwölf Stunden zum Aushärten, lässt sich vor dem Trocknen mit Wasser entfernen und ist nur für innen geeignet.
Spezial- und Reparaturkleber verbinden Metall, Styropor, Textilien und Weichkunststoffe fest. Sie eignen sich für kleine Arbeiten und den Modellbau — sogar das Loch im Gartenzelt lässt sich damit flicken. Manche Reparaturkleber härten unter UV-Licht aus; auch Kneten (modellierbare Kleber) sind praktisch.
Heißkleber: wann verwenden?
Heißkleber kennen Kinder oft aus der Schule. Die Schmelzsticks werden auf rund 200 °C erhitzt — Holz, Glas und Kunststoff lassen sich damit problemlos kleben, solange das Material die Hitze aushält. Wichtig: Kleine Brandblasen passieren schnell, deshalb gehört die Heißklebepistole nur in die Hände größerer Kinder und unter Deine Aufsicht.
Heißklebepistole
Heißkleber · mit Klebesticks · schnell fest
Was Du beim Heißkleber beachten solltest
Der Kleber wird über 100 Grad heiß. Deshalb gehört die Pistole in Erwachsenenhand — die Kinder halten und drücken, Du klebst.
Unser Tipp: Ein Stück Backpapier unterlegen. Heißkleber lässt sich davon rückstandslos abziehen, von der Tischplatte nicht.
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Kraftkleber und löslicher Kleber
Für dichte Werkstoffe wie Keramik, Glas und harten Kunststoff ist Kraftkleber (ein Kontaktkleber) die beste Wahl: Beide Flächen bestreichen, antrocknen lassen und fest zusammendrücken — danach ist keine Korrektur mehr möglich. PE, PTFE und PP klebt er allerdings nicht.
Sollen zwei Teile später wieder getrennt werden — etwa Sperrholz-Namensschilder an Türen —, ist löslicher Kleber richtig: löslicher Holzleim, als „wasserlöslich” gekennzeichneter Bastelkleber, mancher Sekundenkleber oder selbst gemachter Kleber aus Mehl und Wasser.
Kunststoff kleben: PP und PE
Nicht jedes defekte Kunststoffteil muss weggeworfen werden — mit dem richtigen Kleber lässt sich vieles reparieren. Die glatten Oberflächen von Weichkunststoffen wie PP und PE überfordern normalen Klebstoff jedoch (Warnzeichen: starke Hitzeentwicklung, der Kleber „frisst” das Material an).
Für PP und PE hat sich ein extrastarker Zwei-Komponenten-Kleber bewährt. Wichtig: den Klebstoff immer auf beide Teile auftragen, damit die Verbindung später hält. Heiß- und Kraftkleber funktionieren bei vielen anderen Kunststoffen ebenfalls gut.
Spezial-Kleber für PP und PE
Kunststoffkleber · für schwierige Kunststoffe
Wofür sich der Spezialkleber eignet
Für Eimer, Schüsseln, Spielzeugteile — alles, was sich fettig anfühlt und wo jeder andere Kleber nach einem Tag wieder abfällt.
Unser Tipp: Die Klebestelle vorher anrauen und entfetten. Bei diesen Kunststoffen entscheidet die Vorbereitung, nicht der Kleber.
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Kleben mit Kindern: Sicherheit und Bastelkleber
Kinder lieben Kleben — doch viele Klebstoffe sind nicht harmlos: Sie können Weichmacher und leichtflüchtige Stoffe enthalten, die Schleimhäute reizen und Kopfschmerzen auslösen. Deshalb gilt: gut lüften und Kinder nicht zu lange damit hantieren lassen.
Für die Kleinen gibt es eigene Bastelkleber — Klebesticks, Stifte und Flüssigkleber. Achte auf den Vermerk „lösungsmittelfrei”, denn diese belasten die Atemluft am wenigsten.
Mucki Kinderkleber von KREUL
Kinderkleber · auswaschbar · lösemittelfrei
Wofür sich der Kinderkleber eignet
Für die Kleinsten: Hier darf auch mal danebengehen — aus Kleidung und von der Tischplatte geht der Kleber mit Wasser wieder ab.
Unser Tipp: Kindern eine eigene Flasche geben, nicht die vom Erwachsenen. Wer seinen eigenen Kleber hat, geht sorgsamer damit um.
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Wir haben den Mucki Kinderkleber von Kreul ausprobiert: glasklar, geruchlos und für Holz und Papier geeignet. Er ist wasserlöslich (ab 30 °C aus den meisten Textilien lösbar), dermatologisch getestet und klebt auch Glitzer, Sand und Naturmaterialien gut — perfekt für kleine Bastelkünstler.
Häufige Fragen
Mit dem richtigen Kleber für den jeweiligen Werkstoff — und ein bisschen Vorsicht bei Heiß- und Sekundenkleber — gelingt jedes Bastel- und Werkprojekt. Viel Freude beim Kleben!
Inhalt des Beitrages auf Richtigkeit überprüft am 4. Juni 2026.








