
Nageln sieht kinderleicht aus: Nagel ansetzen, mit dem Hammer zielen — und treffen — und ins Holz schlagen. In der Praxis hat aber schon das bloße Einschlagen eines Nagels seine Tücken. Mit diesen zehn Tipps gelingt es Dir und Deinem Enkel sicher und sauber.
Dieser Beitrag gehört zu unseren Werktipps.
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| Zehn Tipps zum richtigen Nageln |
| Wie entfernt man Nägel aus Holz? |
| Verschiedene Nägel für jeden Zweck |
| Häufige Fragen |
Zehn Tipps zum richtigen Nageln

Den Nagel stauchen
Manche Nägel spalten mit ihrer Spitze weiches Holz. Stauche den Nagel vorher: umdrehen und mit dem Hammer leicht auf die Spitze klopfen. Nicht auf dem Werkstück selbst — der Nagelkopf würde Schäden hinterlassen.

Schräg einschlagen für festen Halt
Soll eine Verbindung besonders gut halten, schlägst Du die Nägel schräg ein und kippst sie abwechselnd zur Seite. Nie zwei Nägel in dieselbe Holzfaser (sonst reißt das Holz) — und immer senkrecht zum Nagel schlagen, damit er sich nicht verbiegt.

Weichholz schützen
Weichholz ist empfindlich. Lege ein Stück Hartholz auf den fast eingeschlagenen Nagel und schlage darauf — so bleibt die Oberfläche heil und der Nagel wird trotzdem plan eingeschlagen.

Den Nagelkopf versenken
Beim Versenken mit Nageltreiber oder einem zweiten Nagel nur aus dem Unterarm heraus schlagen. Mit zu viel Kraft beschädigst Du eher das Holz, als dass der Nagel sauber versenkt wird.

Das Nagelloch zukitten
Beim Versenken entsteht ein kleines Loch. Fülle es mit Holzkitt, lass ihn trocknen und schleife die Stelle glatt — danach sieht niemand mehr, dass dort ein Nagel saß.

Krummen Nagel herausziehen
Ist ein Nagel krumm, zieh ihn mit der Kneifzange heraus: knapp unter dem Kopf greifen und die Zange nach unten abrollen. Bei weichem Holz ein Stück Pappe unterlegen, damit die Hebelwirkung keine Druckstellen hinterlässt.

Im Freien Messing-Nägel nehmen
Draußen arbeitet Holz stark — Nagelverbindungen lockern sich mit der Zeit. Wenn Nägel sein müssen, nimm Rundkopfnägel aus Messing oder verzinkte Nägel (beide rosten nicht). Zu lange Nägel kürzt Du einfach mit der Kneifzange.

Kleine Nägel sicher einschlagen
Kleine Nägel rutschen leicht weg. Steck den Nagel durch ein Stück Pappe, damit er gerade gehalten wird. Sitzt er fest genug, ziehst Du die Pappe weg und schlägst ihn ganz ein.

Hammer-Delle ausbessern
Eine kleine Delle benetzt Du mit Wasser — das Holz quillt auf und lässt sich nach dem Trocknen glatt schleifen. Größere Dellen füllst Du mit Holzkitt (einfach selbst aus Holzleim und feinen Sägespänen anrühren).

Rundkopfnägel unsichtbar einschlagen
Treibe den Rundkopfnagel erst bis zur Hälfte ins Holz, kneif dann den Kopf ab und schlag ihn vollständig ein — so bleibt die Verbindung praktisch unsichtbar.
Wie entfernt man Nägel aus Holz?
Ist der Nagelkopf fast im Holz verschwunden, helfen Zange, Latthammer und Nageleisen wenig. Besser: einen Schlitzschraubendreher unter den Nagelkopf schieben und den Nagel mit sanften Hebelbewegungen lösen. Steht er weit genug heraus, übernimmt die Zange.
Auch eine Gabel ist ein guter Trick: Klemme den Nagelkopf zwischen zwei Zinken — dann lässt er sich bequem heraushebeln.
Verschiedene Nägel für jeden Zweck
Sollen die Nägel später nicht mehr zu sehen sein, kommen Senkkopfnägel infrage — sie lassen sich plan und tiefer einschlagen, bringen weiches Holz aber leicht zum Splittern. Die bessere Wahl ist dann der Stauchkopfnagel mit seinem sehr schmalen Kopf: vollständig versenken, das Loch mit Holzkitt füllen und nach dem Trocknen glatt schleifen.
Für sichtbare Verbindungen eignen sich Senkkopf-, Flachkopf- und Rundkopfnägel — wobei der Rundkopfnagel optisch am schönsten ist.
Häufige Fragen
Mit dem richtigen Nagel, etwas Übung und diesen Tipps gelingt jede Holzverbindung — und der Daumen bleibt heil. Viel Spaß beim gemeinsamen Werken!
Inhalt des Beitrages auf Richtigkeit überprüft am 4. Juni 2026.
