
Kleine und große Heimwerker — also Opa und Enkel — arbeiten gern mit Holz. Doch es gibt verschiedene Holzarten, und nicht jede eignet sich gleich gut. Hier erfährst Du, worin sich Massivholz, Leimholz und Sperrholz unterscheiden und wofür sie sich beim Werken eignen.
Dieser Beitrag gehört zu unseren Werktipps.
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- Massivholz: echtes, durchgehendes Holz (Bretter, Latten, Rundholz). Behält die typischen Holzeigenschaften — kann sich verwerfen, reißen oder quellen. Gut für stabile Teile.
- Leimholz: aus schmalen Stäben verleimt und dadurch formstabil. Ideal, wenn das Werkstück später lackiert, gebeizt oder geölt wird und die Maserung durchscheinen soll.
- Sperrholz: aus kreuzweise verleimten Lagen — leicht und maßhaltig. Dünnes Pappelsperrholz ist perfekt für Laubsägearbeiten.
| Massivholz: Bretter, Latten und Rundhölzer |
| Leimholz: schmale Bretter verleimt |
| Sperrholz: ideal für Laubsägearbeiten |
| Tipps zum Werken mit Sperrholz |
| Häufige Fragen |
Massivholz: Bretter, Latten und Rundhölzer

Im Winter werden die Bäume gefällt: Dann ist der Befall mit Pilzen und Schädlingen am geringsten und der Baum steht nicht im Saft. Im Sägewerk wird das Holz zu Brettern (mindestens acht Zentimeter breit), Latten (höchstens sechs Zentimeter breit) oder Rundholz verarbeitet.
Massivholz behält die typischen Holzeigenschaften — es kann sich nach der Bearbeitung verwerfen, reißen oder quellen und wird daher in verschiedenen Güteklassen angeboten. Beim Werken nutzt man es zum Beispiel für Standflächen; gesägt wird mit der Bügel- oder Dekupiersäge.
Leimholz: schmale Bretter verleimt

Beim Leimholz werden schmale Bretter zu Platten verleimt — daher der Name. Heute geschieht das industriell: Das Holz wird in Stäbe aufgetrennt, nach der Maserung versetzt wieder zusammengefügt und in Längsrichtung verzahnt.
So verschwinden die unruhigen Eigenschaften des Massivholzes: Leimholz ist formstabil und verwirft sich nicht. Gern wird es für Werkstücke verwendet, die später lackiert, gebeizt oder geölt werden und bei denen die Maserung durchscheinen soll. Vor allem Fichtenleimholz eignet sich gut für dekorative Arbeiten; gesägt wird wieder mit der Bügel- oder Dekupiersäge.
Sperrholz: ideal für Laubsägearbeiten

Für Sperrholz werden Holzlagen kreuzweise verleimt — das nennt man „absperren”, daher der Name. Die Zahl der übereinanderliegenden Furniere ist dabei ungerade.
Wichtig: Unbehandeltes Sperrholz quillt bei Feuchtigkeit auf und vergraut durch Licht und Nässe — versiegle die Kanten daher mit einem Feuchtigkeitsschutz. Das gängigste ist Pappelsperrholz: fast weiß, sehr leicht und gut zu sägen, ideal für Laubsägearbeiten. Auch Birken- und Ahornsperrholz eignen sich gut. Bis 6 mm Stärke reicht die Laubsäge, darüber kommt die Dekupier- oder Bügelsäge zum Einsatz.
Tipps zum Werken mit Sperrholz
- Für Werkstücke, die später draußen stehen, ist Birkensperrholz erste Wahl: Es ist wasserfest verleimt und gegen Witterung geschützt.
- Biegesperrholz (dicke Decklagen, dünne Mittellage) eignet sich für gebogene Werkstücke — etwa einen Bauchladen. Immer in Richtung der Maserung arbeiten und bis zur Lackierung trocken lagern.
- Große Sperrholzplatten gibt es im Baumarkt, sicher aber in der Schreinerei oder im Sägewerk — dort auch gleich der Zuschnitt auf Maß.
- Werden unterschiedlich starke Hölzer verwendet, die Teile der einzelnen Motive vorab kennzeichnen.
- Damit die Sägestrecken nicht zu lang werden, das Holzstück vorher grob aussägen.
- Abfallholz verkantet sich am Sägetisch leicht — nach kurzen Sägeabschnitten immer wieder entfernen.
Häufige Fragen
Ob stabiles Massivholz, formstabiles Leimholz oder leichtes Sperrholz für die Laubsäge — mit dem passenden Holz gelingt Euer Werkstück gleich viel besser. Viel Freude beim Werken!
Inhalt des Beitrages auf Richtigkeit überprüft am 4. Juni 2026.
