geeignete Sägen für Kinder
© grossvater.de – geeignete Sägen für Kinder

Die verschiedenen Sägen

Es gibt viele geeignete Sägen, die beim Basteln und Werken mit Holz zum Einsatz kommen.
Ganz wichtig:
Bloß keine Kreissägen verwenden!
Auch elektrische Stichsägen sind für kleine Kinder noch zu gefährlich, Handwerkzeuge sind hier die bessere Wahl.
Gesägt werden können Holz, Kunststoff und Metall, es kommt nur auf die richtige Art der Säge an.

Wichtig für alle Sägen:
Die Sägeblätter müssen fest eingespannt und scharf sein.

Stumpfe Sägen verkanten sich schnell und können brechen, die Verletzungsgefahr ist hier besonders groß.
Opa, bitte entsorge derartige Sägen sogleich, damit sich dein Enkel nicht verletzt. Sicherheit beim Werken mit Kindern hat höchste Priorität.

1. Die Fuchsschwanz-Säge

Die meisten Kinder kennen den Fuchsschwanz, gilt er doch als Einstiegssäge in der Welt der Holzbearbeitung.

Um erst einmal grob sägen zu lernen, mag der Fuchsschwanz für Kinder geeignet sein, zumal er sich dank des geschlossenen Holzgriffes oft gut halten lässt.

Allerdings ist es eine Stoßsäge, die viel Kraft benötigt und deren Sägebild faserig und mit Splittern versehen ist.
Dicke Holzstücke lassen sich damit kaum teilen, hierbei verkantet das Sägeblatt schnell.

Insgesamt ist der Fuchsschwanz somit eher für grobe Arbeiten geeignet.

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2. Die Feinsäge

Die Feinsäge ähnelt ein wenig der Japansäge, sägt allerdings wie der Fuchsschwanz auf Stoß.
Das Sägeblatt ist daher auch dicker, damit es sich nicht so leicht verbiegen kann.

Das Sägen mit dieser Säge ist im Vergleich zur Anwendung der Japansäge kraftaufwendiger.
Durch den Rücken über dem Sägeblatt darf die Säge nicht zu weit in das Werkstück eingeführt werden, sie verkantet sonst.

Feinsägen sind vor allem beim Sägen von Leisten, wie sie etwa für Bilderrahmen verwendet werden, geeignet.
Hier solltet ihr eine Gehrungslade verwenden, um den Schnitt präzise zu führen.

Japan-Zug-Säge von Opa
die Japansäge von Opa

3. Die Japansäge

Die Japansäge ist eine Zugsäge und unterscheidet sich in diesem Punkt vom Fuchsschwanz, was durchaus vorteilhaft ist.
Das Sägen ist leichter, es sind feinere und sauberere Schnitte möglich.
Allerdings sind Japansägen auch etwas empfindlicher als der Fuchsschwanz und können beim Verkanten leichter brechen.

Daher:
Lieber langsam und gleichmäßig sägen und beim Verkanten die Säge loslassen und neu ansetzen.

Japansägen sind scharf, daher sollte die Hand, die nicht sägt, auf Abstand gehalten werden. Kinder können auch Schnittschutzhandschuhe tragen.

Tipp: Japansägen sind leicht biegsam und so können zum Beispiel auch alte Dübel abgesägt werden.

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4. Die Handbügelsäge

Sie ist auch unter dem Namen Puksäge bekannt und besitzt einen Griff, austauschbare Sägeblätter und eben einen Metallbügel.
Vielen ist die Puksäge als Metallsäge bekannt, doch sie kann auch wunderbar Rundstäbe und dünne Holzleisten zerteilen.

Sie ist für Anfänger ideal, weil sie leicht in der Handhabung ist, ein geringes Gewicht hat und kostengünstig in der Anschaffung ist.

Allerdings kann sich das Sägeblatt leicht zur Seite biegen, daher ist eine gewisse Vorsicht beim Sägen geboten.
Nicht zu viel Kraft einsetzen!

Genutzt werden kann die Handbügelsäge als Stoß- oder Zugsäge, weil sich die Sägeblätter in beide Richtungen einsetzen lassen.

Die kleine Handbügelsäge sollte auch in keinem Basteldepot fehlen, denn diese kann beim Basteln mit Kindern und beim Werken mit Holz vielfältig eingesetzt werden.

die Laubsäge
© grossvater.de – die Laubsäge
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-> Laubsäge Set für Kinder

5. Die Laubsäge

Die Laubsäge besitzt einen Bogen, zwei Klemmfutter und ein Sägeblatt.
Sie sägt auf Zug und kann Rundungen und Kurven wunderbar sägen.
Die Laubsäge ist für dünnes Laubholz geeignet, daher auch der Name.

Kinder unter 7 Jahren sollten eine Laubsäge mit kleinerem Bügel bekommen, da sie leichter und besser zu halten ist.
So wird das Sägen nicht gleich zum Balanceakt, bei dem ständig aufgepasst werden muss, dass der Bügel der Säge nicht den Bauch des Kindes berührt.

In unserem Bereich Laubsägen mit Kindern stellen wir zahlreiche Tipps und Ideen Zum Thema „Laubsägen“ vor.

6. Welche Säge für welchen Werkstoff?

Fast alle Werkstoffe lassen sich mit einem Elektrowerkzeug bearbeiten. Doch gerade mit Kindern sind Handwerkzeuge und hier vor allem Handsägen die bessere Wahl. Teilweise ist die Handsäge sogar schneller als ihre elektrische Verwandte.
Wichtig ist, dass die passende Säge für den zu sägenden Werkstoff zur Hand ist, wobei sich die verschiedenen Arten von Sägen je nach Einsatzzweck unterscheiden.

6.1 Sägen für Metall

Das beste Beispiel für Fälle, in denen Handsägen praktischer als elektrische Sägen sind, ist das Kürzen einer Schraube. Bis die elektrische Säge einsatzbereit ist, ist der Heimwerker mit der Handsäge längst fertig. Er verwendet dafür die Klein-Metallsäge, die auch als Puksäge bezeichnet wird. Das Sägeblatt ist nur 0,35 mm dünn und erlaubt sehr präzise Schnitte. Das Sägeblatt misst 150 mm.

Die größere Variante ist die Metallsäge, bei der das Sägeblatt in einem Bügel eingespannt ist. Teilweise sind zwei Einbauvarianten möglich. So kann das Sägeblatt um 55 Grad versetzt eingespannt werden. Das Sägeblatt ist 300 mm lang und etwa 0,5 mm breit. Die Schnitte können bis zu einem Millimeter breit sein, während diese bei der Puksäge nur bis zu 0,5 mm breit sind.

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6.2 Sägen für Holz

Der Schnitt der Säge muss immer breiter sein als das Sägeblatt, um ein Verklemmen zu vermeiden. Daher gibt es die Schränkung bei der Säge: Die Zähne des Sägeblatts sind abwechselnd nach links oder rechts gebogen. Weite Schränkungen sorgen für hohe Schnittleistungen, geringe Schränkungen hingegen für saubere Schnitte.

Ein Vertreter der letztgenannten Variante ist die Feinsäge, die nur 0,75 mm dick ist und eine Schnittbreite von 0,96 mm erlaubt. Der Rücken der Säge ist versteift, die Schnitttiefe daher auf 40 bis 45 mm begrenzt. Das Sägeblatt misst zwischen 200 und 250 mm.

Eine andere Art von Holzsäge ist der bekannte Fuchsschwanz, den Opa seinem Enkel sicherlich zuerst in die Hand drücken wird.
Der Fuchsschwanz ist universell einsetzbar, sollte aber unbedingt hochwertig sein. Allerdings ist der Fuchsschwanz zwar universell einsetzbar, dafür aber in keinem Bereich ein Meister. Das Sägeblatt ist mit einem Millimeter recht dick, die Schnittbreite beträgt bis zu 2 mm. Das Sägeblatt ist 300 bis 550 mm lang.

 7. Die Pflege von Sägen

Die richtige Pflege ist für den Funktionserhalt unverzichtbar. Mit diesen Tipps bleibt die Säge fit.

  • Feuchtigkeit nach der Arbeit entfernen
  • Harzablagerungen entfernen (mit Petroleum, Spiritus oder Dieselöl)
  • Säge hängend und trocken lagern
  • Sägeblatt bei Nichtgebrauch mit Öl einreiben
  • gespannte Sägeblätter bei Lagerung lockern

Hochwertige Sägen sollten nicht verliehen werden – vor allem gehören scharfe Sägen nicht in die Hände von Kindern!

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Autor dieses Beitrages: Jürgen Busch
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