Kleben von Werkstoffen
Kleben von Werkstoffen mit einem Alles-, Kraft-, Hart- oder Heißkleber

Verschiedene Werkstoffe erfordern unterschiedliche Klebstoffe

Holzleim ist nicht immer die beste Wahl, selbst beim Kleben von Holz nicht.
Die folgenden Kleberarten kommen zum Basteln und Werken infrage:

  • Alleskleber -> trocknet transparent, einseitig aufzutragen, elastischer Klebefilm für Filz, Leder, Kork, Papier, Pappe und Stoff
  • Kraftkleber -> trocknet transparent, ein- oder beidseitig aufzutragen, nach kurzem Antrocknen beide Teile aufeinanderpressen, elastischer Klebefilm für Holz, Textil, Filz, Leder, Keramik, Stein, Gummi, Metallfolie und Porzellan
  • Hartkleber ->trocknet transparent, für Kleinteilklebungen geeignet, einseitig aufzutragen, trägt stark auf für Holz, Metallfolie, Pappe, Karton, Papier und Balsaholz
  • Heißklebepistole – für alle nicht wärmeempfindlichen Materialien, einseitig aufzutragen, sehr kurze Trocknungszeit, vor allem für Kleinteile geeignet für alle kleinen Accessoires und Verbindungen aus Holz
  • Holzleim -> einseitig aufzutragen, wird sehr fest, als Expressleim erhältlich, teilweise mit Lösungsmitteln, auf wasserfester Basis für die Anwendung draußen geeignet für Holz, Pappe, Filz, Kork und Karton

Nach dieser kurzen Übersicht noch einmal im Detail

Sollen Kunststoffe miteinander verklebt werden, stellt das eine besondere Herausforderung dar. Wird der unpassende Kleber verwendet, ist es durchaus möglich, dass dieser das Material regelrecht auffrisst – eine starke Hitzeentwicklung ist das erste Anzeichen dafür.
Daher ist es wichtig, dass Du zuerst herausfindest, um welchen Kunststoff es sich handelt. Heiß- und Kraftkleber können meist eingesetzt werden, für Weichkunststoffe wie PP und PE ist ein spezieller Kunststoffkleber erforderlich. Normaler Klebstoff ist nicht geeignet, er ist durch die glatten Oberflächen des Kunststoffs überfordert.

Alleskleber und Papierkleber
Alleskleber und Papierkleber

Alleskleber und Papierkleber

Alleskleber ist ein Nassklebstoff, der als Bindemittel für zahlreiche Materialien verwendet werden kann. Er ist aber nicht für Styropor oder Polyethylen geeignet, hier ist die Haftfähigkeit nicht ausreichend gegeben. Zudem ist Alleskleber bei Feuchtigkeit nicht unbedingt die beste Wahl, seine Klebkraft gibt bei Nässe auf.

Sehr nützlich ist auch 100-%-Kleber, der als universeller Alleskleber gilt. Er ist in erster Linie als Sekundenkleber bekannt. Dieser Sekundenkleber wird besonders schnell hart und reagiert hier mit dem jeweiligen Material. Vorsicht: Er klebt auch Finger zusammen und hat daher nichts in Kinderhänden zu suchen! Wirklich effizient klebt Sekundenkleber nur kleine Flächen, was mit seiner chemischen Zusammensetzung zu tun hat.

Übrigens kann auch für Papier Alleskleber verwendet werden, hier braucht es keinen speziellen Papierkleber.

Montagekleber nutzen statt Hammer und Nagel

Auf glatten Untergründen erreicht Montagekleber eine sehr hohe Festigkeit. Er kann zum Beispiel für die Anbringung eines Werkstücks an einer senkrechten Fläche benutzt werden und macht Hammer und Nagel unnötig. Metall, Ziegel, Holz und Keramik lassen sich damit wunderbar kleben. Wichtig ist aber, dass der Montagekleber rund zwölf Stunden zum Aushärten braucht. Ist einmal zu viel Kleber aus der Tube gekommen, lässt sich dieser ganz einfach mit Wasser wieder entfernen. Montagekleber ist aber nur für den Innenbereich geeignet.

Spezial- und Reparaturkleber verwenden

Metall, Styropor, Textilien und Weichkunststoffe lassen sich mit einem speziellen Kleber sehr fest miteinander verbinden. Der flüssige Kleber wird auch gern im Bereich des Modellbaus verwendet. Spezialkleber eignet sich am besten für kleine Arbeiten, er ist nicht für große Flächen geeignet. Tipp: Dieser Kleber kann auch für Reparaturen verwendet werden! Wenn also Euer Zelt vor der Übernachtung im Garten ein Loch aufweist, kann dieses ganz einfach mit dem Spezialkleber wieder repariert werden.

Außerdem gibt es spezielle Reparaturkleber, die unter LED- oder UV-Licht hart werden, auch Kneten sind hier sehr gut geeignet.

Kleben von Werkstoffen mit einem Heißkleber
Kleben von Werkstoffen mit einem Heißkleber

Heißkleber verwenden

Sicherlich kennen Deine Enkel Heißkleber aus der Grundschule, dort wird im Hort scheinbar alles damit geklebt. Kleine Brandblasen sind allerdings nicht selten und sollten besser vermieden werden. Die Heißklebepistole sollte nur in die Hände größerer Kinder gegeben werden. Die Schmelzklebesticks, die hier verwendet werden, werden bis auf 200 °C erhitzt und damit flüssig. Nun kann der Kleber aufgetragen werden, wobei wichtig ist, dass die zu verklebenden Materialien diese Hitze auch aushalten können. Holz, Glas und Kunststoffe lassen sich ohne Probleme mit Heißkleber zusammenkleben.

Alles fest mit Kraftkleber

Sollen Werkstoffe verklebt werden, die eine hohe Dichte aufweisen, ist Kraftkleber die beste Wahl. Keramik, Glas und harter Kunststoff sind geeignete Materialien, um sie mit diesem Kontaktkleber zusammenzufügen. Nach dem Bestreichen mit Klebstoff werden beide Klebeflächen zusammengedrückt und damit sehr fest miteinander verbunden. Korrekturen sind dann allerdings nicht mehr möglich. Tipp: Kraftkleber könnt Ihr sowohl für kleine Flächen und damit punktuell als auch auf großen Flächen einsetzen. PE, PTFE und PP können damit jedoch nicht geklebt werden.

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