Viele Kinder sind geschockt über die Menge an Plastikmüll am Strand und im Wasser. Mit Umweltspielen lässt sich das Thema Meeresverschmutzung spielerisch und doch mit dem nötigen Ernst behandeln — ideal, bevor es mit Oma und Opa ans Meer geht.

Großeltern, die mit dem Enkel ans Meer fahren, sollten schon vorher über Meeresverschmutzung, das Artensterben und mögliche Lösungen sprechen. Diese drei Spiele helfen dabei — kindgerecht und mit echtem Aha-Effekt.
📑 Inhalt
⛵ Umweltspiel „Captain Nature“ (ab 6)
Eine Meeresmission mit Spaßfaktor: „Captain Nature“ aus dem Schmidt-Spieleverlag. Zwei bis vier Mitspieler ab sechs Jahren erfahren in rund 20 Minuten wichtige Zusammenhänge zu Plastiknutzung, Müllaufkommen und der Rettung der Meere.
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Die Spielidee
Captain Nature fährt aufs Meer und sammelt Müll ein. Doch angesichts all der Dosen, Plastikflaschen und Trinkbecher braucht er Hilfe! Je mehr Müll eingesammelt wird, desto mehr Meerestiere können in ihren Lebensraum zurückkehren. Es gilt also, schnell zu sein und die Bucht zu säubern, ehe der Strand völlig verschmutzt ist.


Spielvorbereitung
Das gemeinsame Aufbauen macht Kindern viel Spaß und ist schnell erledigt:
- Alle Materialien aus den Stanztafeln lösen.
- Boot, Bojen und Mülltonne zusammenbauen.
- Jede Captain-Nature-Maske mit einem Gummiband versehen.
- Die Spielfläche (unbedingt eben!) mit Bojen in jeder Ecke abgrenzen.
- Müll und Fische gleichmäßig in der Bucht verteilen.
- Spielmaterial verteilen, alle wählen eine Karte und legen sie beiseite (rosa Seite nach oben).
- Vier Meerestiere wählen und mit der rosa Seite nach oben hinlegen.
- Jeder Mitspieler bekommt einen Rettungsring.
- Masken aufsetzen!
So wird „Captain Nature“ gespielt
Der aktive Spieler ist Captain Nature und nimmt sich ein Boot. Die Karte vor ihm zeigt, welche Müllteile einzusammeln sind. Das Boot kommt an den Rand der Spielfläche, dann wird die Maske über die Augen gezogen. Nun schiebt der Spieler das Boot blind durch die Bucht — immer mit dem Bug nach vorn. Die anderen dürfen helfen und Bescheid sagen, wenn das Boot über die Linie zwischen den Bojen fährt. Nach dem Verlassen der Bucht wird ausgewertet:
- Mindestens ein Fisch oder Meerestier eingesammelt: Alles muss zurück in die Bucht.
- Nur Müll eingesammelt: Passende Müllteile dürfen behalten werden, der Rest kommt zurück.
- Auf der Karte fehlen noch Müllteile: Ein Strandabschnitt wird auf „gelb“ gedreht.
- Alle Müllteile der Karte gesammelt: Der Müll kommt in die Tonne, die Meerestiere kehren zurück.
Das Spielende
Sind aller Müll gesammelt und alle zwölf Meerestiere zurückgekehrt, ist das Spiel beendet — gewonnen haben dann alle gemeinsam! Wird dagegen der letzte Strandabschnitt auf die verschmutzte Seite gedreht, ist die Runde gemeinsam verloren. Dann startet einfach ein neuer Versuch.
🌊 Umweltspiel „Mission Ocean“ (ab 4)
Adventerra Games hat ein Spiel herausgebracht, das Kindern ein Bewusstsein für die Verschmutzung von Meer und Wasser vermittelt. „Mission Ocean“ ist schon ab vier Jahren geeignet und ermutigt die Kleinen, weniger Plastik zu verwenden. Entwickelt wurde es zusammen mit „Ocean Clean-up“, einer gemeinnützigen Organisation zur Säuberung der Meere.
Es gilt, den Plastikmüll von den Wellen einzusammeln und zum Schiff zu bringen, damit die Meereslebewesen geschützt sind. Jeder kümmert sich um „sein“ Tier, das bis zum Ende gerettet werden muss. Mit blauem und weißem Würfel kommt man der Rettung Stück für Stück näher und führt Sonderaktionen aus, die Abfall entfernen. Sieger ist, wessen Tier gerettet und wessen Müll komplett auf dem Schiff abgeladen ist.
ℹ️ Hinweis: „Mission Ocean“ ist derzeit nicht regulär im Handel erhältlich. Eine gute Alternative ab vier Jahren ist „Captain Nature“.
🐠 Planet Ocean – das Clean-up Memo von Denkriesen (ab 5)
Dass die Meere dringend von Müll befreit werden müssen, greift auch dieses Umweltspiel der Denkriesen auf. Mit „Planet Ocean“, dem Memo-Spiel für zwei bis sechs Spieler ab fünf Jahren, retten die Mitspieler Meer und Strand und befreien beide vom Müll. Das beiliegende Booklet vermittelt spannendes Wissen über Tiere, Pflanzen und den leider alltäglich gewordenen Müll in den Meeren. Die Memokarten sind auf ökologischem Recyclingpapier gedruckt und FSC-zertifiziert.
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❓ Häufige Fragen
Worum geht es bei Umweltspielen zur Verschmutzung der Meere?
Die Kinder sammeln spielerisch Plastikmüll aus dem Meer, schützen Meerestiere und lernen dabei, wie Müll die Natur bedroht. So wird die Verschmutzung der Meere kindgerecht erklärt — ganz ohne erhobenen Zeigefinger.
Ab welchem Alter sind die Meeres-Umweltspiele geeignet?
„Mission Ocean“ eignet sich schon ab 4 Jahren, „Planet Ocean Memo“ ab 5 und „Captain Nature“ ab 6 Jahren.
Welches Meer-Spiel eignet sich für den Kindergarten?
Für den Kindergarten passen Spiele mit einfachen Regeln ab vier bis fünf Jahren — etwa „Mission Ocean“ oder das „Planet Ocean Memo“ mit kurzer Spieldauer und klarem Ablauf.
Wie lange dauert eine Partie Captain Nature?
Eine Runde „Captain Nature“ dauert rund 20 Minuten — ideal also auch für jüngere Kinder mit kürzerer Aufmerksamkeitsspanne.
Spielt man die Meeres-Umweltspiele gemeinsam oder gegeneinander?
„Captain Nature“ ist kooperativ — alle gewinnen oder verlieren gemeinsam. Bei „Mission Ocean“ rettet jeder sein eigenes Tier, und „Planet Ocean“ ist ein klassisches Memo für mehrere Spieler.
Sind die Spiele nachhaltig produziert?
„Planet Ocean“ ist auf ökologischem Recyclingpapier gedruckt und FSC-zertifiziert. Damit passt das Spiel nicht nur thematisch, sondern auch in der Herstellung zum Umweltgedanken.
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Beitrag von Jürgen Busch · Themenschwerpunkt: Umweltspiele · Zuletzt geprüft am 24.06.2026




