Jürgen Busch

Beitrag von Jürgen Busch
Aktualisiert am 3. Juni 2026 · 6 Min. Lesezeit

Erstlesebücher – lesen gemeinsam mit Opa und Oma

Lesen bildet – doch mit diesem Argument braucht Opa seinem Enkelkind wohl nicht zu kommen. Viel wichtiger ist ein gutes Vorbild: Kinder, in deren Familien viel gelesen wird, lesen nachweislich mehr. Erstlesebücher erschließen den Kleinen eine neue Welt, regen die Fantasie an – und die Gedanken dazu lassen sich wunderbar mit Oma und Opa teilen. Vielleicht wird eine Geschichte sogar zum ganz eigenen Opa-Enkel-Märchen weitergesponnen?

Der Grundstein fürs Lesen wird schon im Kleinkindalter gelegt – beim Vorlesen, beim gemeinsamen Anschauen von Bilderbüchern und Büchern mit viel Bild und wenig Text. Bald interessieren sich die Kleinen für die „seltsamen Zeichen“ – und nicht wenige lernen so schon vor der Einschulung lesen.

Was macht ein gutes Erstlesebuch aus?

Woran erkennst Du ein gutes Erstlesebuch, mit dem die Kleinen selbst in die Welt der Bücher starten? Zum einen entscheidet die Geschichte – das Kind muss sich „abgeholt“ fühlen. Zum anderen gibt es klare Qualitäts-Merkmale:

  • Große Buchstaben – gut lesbar für ungeübte Augen
  • Großer Zeilenabstand – das Auge findet leicht die nächste Zeile
  • Kindgerechte Illustrationen – Bilder stützen das Verständnis
  • Kurze Sätze – kleine, schaffbare Leseportionen
  • Fragen am Kapitelende – oft sogar ein kleines Quiz zum Rekapitulieren

Ein Quiz am Ende hilft dem Kind, den Inhalt noch einmal zusammenzufassen – und schenkt das schöne Gefühl: „Das habe ich verstanden!“

So lernen Kinder mit Erstlesebüchern lesen

Enkeltochter liest ein gutes Erstlesebuch

Kinder müssen zum Lesen motiviert werden – das Buchstaben-Wirrwarr zu durchschauen kann anstrengend sein! Opa hält darum am besten ein Buch parat, das zum aktuellen Lesestand passt: ein paar Herausforderungen sind gut, zu schwer darf es nicht sein.

Anfangs können Bilder die Hauptwörter ersetzen – Opa liest den Text, das Enkelkind nennt die Wörter zu den Bildern. Sehr beliebt ist auch das Prinzip „Erst ich ein Stück, dann Du“: Das Kind hat den kleineren Leseanteil mit größeren Buchstaben und leichteren Texten, Opa übernimmt die normalen Abschnitte. Viele moderne Erstlesebücher setzen zudem auf die Silbenmethode (farbige Silben), die auch in der ersten Klasse gelehrt wird und das Lesenlernen erleichtert. Gemeinsam macht es einfach mehr Spaß!

Erstlesebücher für Mädchen & für Jungs

Mädchen und Jungen lernen beide mit der Fibel das Lesen – begeistern sich aber oft für unterschiedliche Themen. Für beide haben wir eigene, ausführliche Empfehlungsseiten:

Erstlesebücher für Mädchen

Erstlesebücher für Mädchen

Hexen, Pferde, Einhörner und Freundschaft – oft auf Basis der Silbenmethode. Welche Bücher Mädchen besonders begeistern, liest Du auf unserer eigenen Seite.
Erstlesebuch für Jungs

Erstlesebücher für Jungs

Drachen, Dinosaurier, Rettungskräfte und Baustellen – spannend verpackt. Da mehr Jungen Lesemuffel sind, brauchen sie fesselnde Geschichten. Unsere Empfehlungen findest Du hier.

Erstlesebücher für alle Enkelkinder

Erstlesebücher für Enkelkinder

Themen kennen keine Schubladen: Auch Mädchen lieben Abenteuer mit Piraten, Drachenmeistern oder gruseligen Vampiren – und manche Jungen verschlingen Geschichten von Pferden und Ponys. Wissensbücher zu Lieblingsthemen halten die Neugier wach, und natürlich dürfen es auch Comics sein. Wichtig ist nur eines: dass das Buch zum Kind passt und Lust aufs Weiterlesen macht.

Weiterlesen & Lesen lernen

Passend zum Lesestart der Enkel:

Häufige Fragen zu Erstlesebüchern

Ab welchem Alter eignen sich Erstlesebücher?

Meist ab der Vorschule und der ersten Klasse, also etwa ab fünf bis sechs Jahren – manche Kinder lernen schon früher lesen. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern dass das Buch zum Lesestand des Kindes passt.

Was macht ein gutes Erstlesebuch aus?

Große Buchstaben, großer Zeilenabstand, kindgerechte Illustrationen, kurze Sätze und gern Fragen oder ein Quiz am Kapitelende. So bleibt der Text überschaubar und das Kind erlebt schnelle Erfolge.

Was ist die Silbenmethode bei Erstlesebüchern?

Bei der Silbenmethode sind die Silben farblich abgesetzt. Das hilft Leseanfängern, lange Wörter in kleine Häppchen zu zerlegen – die Methode wird auch in der Schule gelehrt.

Gibt es unterschiedliche Erstlesebücher für Mädchen und Jungs?

Ja, viele Bücher greifen typische Lieblingsthemen auf. Eigene Empfehlungen findest Du auf unseren Seiten zu Erstlesebüchern für Mädchen und für Jungs. Themen lassen sich aber frei mischen – Hauptsache, das Buch begeistert das Kind.

Wie unterstütze ich mein Enkelkind beim Lesenlernen?

Wähle ein Buch passend zum Lesestand, lest abwechselnd („Erst ich ein Stück, dann Du“), lobt kleine Erfolge und übt regelmäßig in kurzen, entspannten Einheiten. Druck vermeiden – Freude am Lesen ist das Wichtigste.

Mit dem richtigen Erstlesebuch und ein wenig gemeinsamer Zeit wird aus dem mühsamen Buchstaben-Entziffern bald flüssiges Lesen – und aus Opa oder Oma der wichtigste Lese-Begleiter. Viel Freude beim gemeinsamen Lesenlernen!

Inhalt des Beitrages auf Richtigkeit überprüft am 3. Juni 2026.