Opa fördert sein Enkelkind musikalisch mit einem Instrument

Kinder lieben Musik – und Großeltern haben die schöne Chance, ihre Enkel spielerisch musikalisch zu fördern. Hier erfährst Du, warum Musik so wichtig für die Entwicklung ist, mit welchen Spielen und Instrumenten der Einstieg gelingt und wie Ihr als Oma und Opa gemeinsam musiziert.

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Jürgen Busch

Von Jürgen Busch · aus dem Themenbereich Lernen mit den Großeltern

Warum Musik für Kinder so wichtig ist

Schon Babys lassen sich von sanften Melodien und Einschlafliedern beruhigen. Doch ab dem Vorschulalter rückt Musik oft in den Hintergrund – viele Kinder sitzen lieber vor dem Bildschirm. Dabei ist der positive Effekt von Musik längst erwiesen.

Genau hier können Großeltern viel bewirken: Wer mit dem Enkelkind singt, tanzt oder gemeinsam ein Instrument ausprobiert, nimmt spürbar Einfluss auf seine Entwicklung. Zahlreiche Studien belegen, wie Musik auf Kinder wirkt:

Das bewirkt Musik bei Kindern
  • bessere Gedächtnisleistung
  • stärkere Konzentration
  • feinere Koordination
  • lösungsorientiertes & strategisches Denken
  • höhere sprachliche Fähigkeiten
  • innere Ausgeglichenheit

Musikalische Früherziehung durch die Großeltern

Musikalische Förderung beginnt früh – und sie muss weder teuer noch kompliziert sein. Nach der Geburt können Enkel und Großeltern je nach Alter zusammen singen, tanzen, klatschen oder mit Rasseln, Trommeln und Glöckchen für fröhliche Töne sorgen. Manche Kinder sind kleine Musikgenies, andere muss man erst auf den Geschmack bringen – mit Geduld und den richtigen Ideen gelingt beides.

Das Schöne daran: Beim gemeinsamen Musizieren entsteht Nähe. Ihr verbringt wertvolle Zeit miteinander – und ganz nebenbei lernt das Enkelkind, dass Musik Freude macht.

Spiele & Instrumente zur musikalischen Förderung

Spielwarenhersteller und Verlage sind erfinderisch: Es gibt Klangbücher, Musikmatten zum Begehen, Mini-Instrumentensammlungen mit Rasseln und Trommeln (oft schon ab eineinhalb Jahren) sowie clevere Musikspiele. Zwei schöne Beispiele, die sich besonders gut für Großeltern und Enkel eignen:

Klang² Spielesammlung – Musik-Memory mit Klangquadraten
MUSIKSPIEL · AB 3 JAHREN

Klang² Memory – Musikspiel & Gedächtnistraining

20 Klangquadrate mit NFC-Chip, die per Smartphone ausgelesen werden – ein Musik-Memory, das Konzentration und Merkfähigkeit fördert und dabei viel über Musik verrät. Hinweis: Zum Spielen wird ein Smartphone oder iPhone mit NFC-Reader benötigt.

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Mehr Infos zu Klang² ▾
Klang² entstand als Start-up-Idee und wurde durch eine bekannte TV-Gründershow populär. Das Spiel funktioniert wie ein Memory – nur dass passende Klänge zusammengeführt werden. Über die kostenlose App (Google Play oder App Store) lässt sich das Thema einstellen: von Komponisten der Klassik über Kinderlieder, Tierstimmen und Vogelstimmen bis zu Weihnachtsliedern. Gedacht ist es für Kinder ab drei Jahren, Spaß haben aber auch ältere Mitspieler. Ein Pluspunkt: Die Themen eignen sich wunderbar für unterschiedliche Altersgruppen.
Speedy Rainbow Mundharmonika von Hohner für Kinder
EINSTIEGS-INSTRUMENT

Mundharmonika: spielerisch an Musik heranführen

Eine Kinder-Mundharmonika wie die „Speedy Rainbow“ von Hohner hat weit auseinander liegende Kanalöffnungen, sodass Kinder die acht Töne der C-Dur-Tonleiter sicher treffen. Gespielt wird über ein Farbsystem – so erklingen schon nach kurzer Zeit erste echte Melodien. Ein schöner, günstiger Einstieg in die Welt der Instrumente.

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Wer mag, ergänzt das Ganze mit Klangbüchern, einer kleinen Instrumentensammlung oder einem Musik-Set für Kinder – Hauptsache, es macht Freude und lädt zum Ausprobieren ein.

Musik & Bewegung: gemeinsam singen, tanzen, musizieren

Musik und Bewegung gehören für Kinder zusammen – und genau das macht Kinder stark. Ihr braucht dafür keine Ausstattung: Im Wohnzimmer zu Lieblingsliedern tanzen, im Kreis klatschen, mit Kochtöpfen trommeln oder zusammen ein einfaches Lied singen. Wie wäre es, wenn Opa und Enkel zusammen ein Instrument lernen? Die Blockflöte etwa lässt sich wunderbar gemeinsam erobern.

Auch ein gemeinsamer Konzertbesuch – mal klassisch, mal modern – ist ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. Wichtig ist nur: mitmachen statt nur zuhören.

Den Musikunterricht der Enkel finanzieren

Manche Instrumente – Gitarre, Geige, Klavier oder Schlagzeug – lernt man am besten mit Unterricht an einer Musikschule. Und der kostet Geld. Hier können Großeltern wunderbar unterstützen: Der Großeltern-Beitrag kann zum Beispiel ein Geschenk für das Enkelkind zum Geburtstag sein – etwa ein paar Monate Musikunterricht, ein gemeinsamer Konzertbesuch oder ein Abo für einen Streaming-Dienst.

Wichtig ist, vorher mit dem Kind zu sprechen und seine Interessen ernst zu nehmen – dann kommt so ein Geschenk auch wirklich an.

Häufige Fragen zur musikalischen Förderung

Wie kann ich mein Enkelkind musikalisch fördern?
Am einfachsten gemeinsam: singen, tanzen, klatschen und mit Rasseln oder Trommeln musizieren. Dazu eignen sich kindgerechte Instrumente wie eine Mundharmonika, Klangbücher oder Musikspiele. Wichtig ist regelmäßiger, spielerischer Spaß – kein Drill.
Ab welchem Alter ist musikalische Förderung sinnvoll?
Schon Babys reagieren auf Melodien. Aktiv mitmachen können Kinder ab etwa eineinhalb Jahren mit Rasseln und Trommeln; Musikspiele wie Klang² eignen sich ab drei Jahren. Nach oben gibt es keine Grenze.
Warum ist Musik für Kinder so wichtig?
Musik fördert nachweislich Gedächtnis, Konzentration, Koordination und Sprache – und sie wirkt ausgleichend. Gemeinsames Musizieren stärkt zusätzlich die Bindung zwischen Enkel und Großeltern.
Welche Instrumente eignen sich für den Einstieg?
Gut geeignet sind Instrumente, die schnell Erfolgserlebnisse bringen: Mundharmonika, Blockflöte, kleine Trommeln oder eine Mini-Instrumentensammlung. Sie sind günstig und lassen Kinder rasch erste Töne und Melodien spielen.
Wie können Großeltern beim Musikunterricht helfen?
Großeltern können Musikunterricht an einer Musikschule als Geschenk sponsern, ein Instrument finanzieren oder gemeinsam zum Unterricht begleiten. Sprich vorher mit dem Enkelkind, damit das Geschenk zu seinen Interessen passt.

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Ob Klanghölzer, Mundharmonika oder das erste Konzert: Mit ein bisschen Begeisterung schenkst Du Deinem Enkelkind die Liebe zur Musik – und Euch beiden viele fröhliche, gemeinsame Stunden. Viel Freude beim Musizieren!

Inhalt des Beitrages auf Richtigkeit überprüft am 3. Juni 2026.