1. Aktuelle Informationen für Großeltern zur Corona-Epidemie

Der Coronavirus ist für Opa und Oma gefährlich

6. Mai 2020 – Hurra – viele Lockerungen sind nun da!

Lockerungen bei den Schulen

Unter Auflagen sollen nun alle Schüler schrittweise bis zu den Sommerferien an die Schulen zurückkehren.
Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf etwa wegen der häuslichen Situation oder der technischen Ausstattung sollten „möglichst umgehend gezielte pädagogische Präsenzangebote an den Schulen erhalten“.

In vielen Bundesländern sind bereits jetzt schon Abschlussklassen, ältere Grundschüler und Klassen, die nächstes Jahr ihre Prüfungen ablegen, an die Schulen zurückgekehrt.
Die Bildungsminister der Länder haben sich geeinigt:
Bis zu den Sommerferien können alle anderen Schüler im Schichtbetrieb wenigstens zeitweise in die Schulen zurückkehren.
Einen Normalbetrieb wie vor der Coronazeit wird es aber vorerst nicht geben.

Kinderbetreuung

Ab dem 11. Mai 2020 soll in allen Bundesländern eine erweiterte Notbetreuung bei den Kitas eingeführt werden.
Dazu gehören unter anderem Kinder mit besonderem pädagogischen oder Sprachförderbedarf, Kinder die in beengten Wohnverhältnissen leben – etwa wenn ein eigenes Kinderzimmer fehlt – sowie Kinder, die am Übergang zur Vorschule oder Schule stehen.
Die Einzelheiten sollen die Bundesländer regeln. Weitere Lockungspläne beziehungsweise Erleichterungen der Corona-Regelungen werden schrittweise in den nächsten Monaten folgen.

Krankenhäuser, Pflegeheime, Senioren- und Behinderteneinrichtungen

Sofern es derzeit kein aktives Corona-Infektionsgeschehen in der Einrichtung gibt, soll einer definierten Person die Möglichkeit eines wiederkehrenden Besuchs gegeben werden.

17. April 2020
Das Coronavirus verbreitet sich in Deutschland immer noch in rasanter Geschwindigkeit.
Damit das deutsche Gesundheitssystem leistungsfähig bleibt, ist es besonders wichtig die Corona-Ansteckung soweit wie möglich zu verlangsamen.
Deshalb haben Bund und Länder am 15. April beschlossen, die geltenden Kontaktbeschränkungen vorerst bis zum 3. Mai zu verlängern.

Kontaktverbot für Großeltern
Unser Beitrag zum Kontaktverbot für die Großeltern

2. Tipps für Großeltern in Coronazeiten

2.1 Digitale Kommunikationswege nutzen

Facetime mit Opa und Enkel   Damit Großeltern und Enkel den Kontakt nicht verlieren, sollte auch auf digitale Kommunikationswege zurückgegriffen werden.
Gott sei Dank leben wir in einer Zeit, in der es Smartphones, Facetime, WhatsApp und Skype gibt.
WLAN ist allgegenwärtig und die Verbindung zu den Familienmitgliedern muss nicht abreißen.

In den letzten Tagen haben wir sehr intensiv an Tutorials gearbeitet, die den Großeltern bei dem Start in die Videotelefonie mit den Enkeln und Kindern hilfreich sein könnten:
Unsere Skype-Tutorials für Opa und Oma:
Skype installieren, anmelden und nutzen

2.2 Corona-Tagebuch schreiben

In Zeiten der Corona-Krise ist es empfehlenswert eine Tagebuch zu schreiben, um dort seine Empfindungen, Sorgen aber auch Aktivitäten und positive Impulse niederzuschreiben.
Tagebuch von Opa wegen Coronavirus
Tagebuch – Opa geht in Quarantäne wegen Coronavirus

2.3 Corona-Erklärvideos für die Enkelkinder

Die Stadt Wien hat ein Video produziert, welches Kindern auf einfache und klare Weise das Thema Corona erklärt.
Es ist wichtig, dass die Kinder die staatlichen Maßnahmen verstehen, die notwendig sind, um den Coronavirus zu bekämpfen.
Kinder können mit Hilfe diese Videos die Situation besser verstehen und damit auch selbst ein Verantwortungsgefühl für ihre Mitmenschen entwickeln.
Opa verteile diesen Video-Link an deine Kinder und Enkelkinder weiter!

3. Corona-Lockerungen für Großeltern

Es sieht aus, als hätten die Wissenschaftler, die sich gegen die Panik bzgl. Corona ausgesprochen hatten, Recht gehabt: Die erwartete „Todeswelle“ blieb aus und nichts deutet darauf hin, dass sie verspätet einsetzen würde.

Grund genug für Großeltern, sich endlich wieder nach draußen zu wagen.
Viele Corona-Lockerungen sind bereits beschlossene Sache, auch wenn sie abhängig von den einzelnen Bundesländern unterschiedlich ausfallen.

3.1 Wann dürfen Opa und Oma wieder nach draußen?

Oma und Opa gehören allein wegen ihres Alters zur Grippe- und Corona-Risikogruppe.
Außerdem sind bei ihnen oftmals Vorerkrankungen vorhanden, die nicht nur vermeintlich, sondern tatsächlich Vorsicht gebieten.

Nun stellt sich die Frage, wann Großeltern endlich wieder nach draußen dürfen, wann sie mit ihren Enkeln spielen können?

Jüngst wurden die ersten Lockerungen in dieser Corona-Epidemie erlassen, sodass sich nun wieder zwei Familien treffen dürfen.
Wenn das Bauchgefühl sagt, dass es okay ist, solltet ihr nicht zögern und euch mit euren Enkeln treffen.

Nicht vergessen: Die Psyche hat unheimlich starke Auswirkungen auf das Immunsystem!
Wer sich psychisch wohlfühlt, kann leichter mit Krankheitserregern umgehen und das betrifft nicht nur die saisonal zu erwartenden Grippe- und Corona-Viren.

Tatsächliche Unternehmungen mit dem Enkelklind sind allerdings dennoch nicht überall möglich.
Auch wenn vielerorts Mitte Mai die Restaurants wieder öffnen sollen, gibt es auch dort Einschränkungen.

Doch ihr könnt mit euren Enkeln bereits jetzt ein Eis essen gehen und wenn es nur das „Mitnehm-Eis“ ist.

Großveranstaltungen sind in dieser Coronazeit noch bis mindestens Ende August abgesagt, doch immerhin öffnen demnächst die Museen wieder.
Da sich derzeit die Meldungen zu neuen Lockerungen der Corona-Regelungen in den einzelnen Bundesländern überschlagen, wäre ein Überblick über die aktuellen Möglichkeiten an dieser Stelle schon morgen wieder veraltet.

Daher:
Wenn du als Opa oder Oma mit deinem Enkel etwas unternehmen möchtest, informiere dich am besten tagesaktuell über die derzeitige Lage.

3.2 Reduzierung der Corona-Regelungen durch neue Vorgehensweisen?

In den Medien ist viel darüber zu hören, dass die Menschen wieder nach draußen dürfen, wenn sich einiges geändert habe.
Es geht um den Impfstoff gegen Covid-19 und um Medikamente, die die Krankheit behandelbar werden lassen.

Doch es muss auch gesagt werden, dass der Virus anpassungsfähig ist und die Impfung von diesem Jahr ähnlich einer Grippeschutzimpfung im nächsten Jahr nutzlos wäre.
Auch die Medikamente können nicht, wenn sie denn überhaupt gefunden werden, in jedem Fall eine Erkrankung heilen.

Es bleibt also jedem selbst überlassen, ob er sich gewissen Risiken aussetzen möchte oder sich doch eher aus dem gesellschaftlichen Leben zurückhält. Dies ist auch wieder von eventuellen Vorerkrankungen und der eigenen Gesundheit abhängig.

Die häufig zitierte Corona-App mag helfen, Infektionsketten zu identifizieren, sie verhindert freilich keine Ansteckung.
Sofern diese App freiwillig bleibt, muss jeder selbst entscheiden, ob und inwieweit die eigenen Wege durch andere Personen nachvollziehbar sein sollen.

3.3 Kinder als Infektionsgefahr für die Großeltern

Die Kinder sind die großen Verlierer der Corona-Krise.
Sie werden aus dem öffentlichen Leben gedrängt („Bitte ohne Kinder zum Einkaufen gehen!“), dürfen weder in die Schule noch in die Kita, wenn deren Eltern nicht den „systemrelevanten Berufen“ angehören.

Sie werden als Krankheitsüberträger hingestellt, die selbst symptomfrei bleiben.

Sicherlich können sie auch ihre Großeltern anstecken, andererseits trainiert eine konsequente Vermeidung des Erregers auch das Immunsystem nicht.
Wenn Oma und Opa unter Vorerkrankungen oder einem eingeschränkt arbeitenden Immunsystem leiden und das Enkelkind zu den Kindern gehört, die bereits wieder in die Schule oder Kita gehen, ist die Ansteckungsgefahr größer.

Ist das Kind aber nur zu Hause bei den Eltern, brauchen auch die Großeltern kaum übermäßig Angst vor einer Ansteckung haben.

Vor allem in den ostdeutschen Bundesländern ist die Gefahr der Ansteckung mittlerweile sehr gering und immerhin könntet ihr auch bei einem Autounfall sterben!
Daher:
Genießt die Zeit mit den Enkeln, lasst die nötige Vorsicht walten und schließt euch nicht der allgemeinen Corona-Hysterie an.

3.4 Das Wissen über das Coronavirus wächst

Untersuchungen wie die Studie von Heinsberg zeigen wunderbar, dass wir so gut wie nichts wissen.
Kinder scheinen Erwachsene in einem Haushalt häufig anzustecken, umgekehrt sind in einer Familie mit Infizierten nicht zwangsläufig alle krank.

Die Dunkelziffer der Infizierten ist in Deutschland hoch, viele wissen gar nicht, dass sie schon infiziert waren.
Wo die Zahlen tatsächlich liegen, weiß niemand.

Auch, wie lange jemand immun bleibt, was wiederum Kritik an einer Impfung aufkommen lässt: Wer nach der Erkrankung scheinbar nicht immun gegen eine neue Ansteckung ist, kommt mit der Impfung nicht wirklich weiter.

Wir wissen aus der Studie auch, dass sich der Virus in größeren Menschenansammlungen leichter verbreiten kann, was auch von anderen Viren längst bekannt ist. Unklar ist aber, ob diese Infizierten häufiger intensivmedizinisch behandelt werden mussten.

Aus all den Untersuchungen lässt sich daher der Schluss ziehen:
Seid vorsichtig und haltet Abstand, macht aber ansonsten da, was euch Spaß macht!
Ihr müsst zwar die verordneten Maßnahmen einhalten, aber eine Übervorsicht ist nicht nötig.

3.5 Wie sollen Großeltern auf die neuen Corona-Regelungen reagieren?

Wenn ihr wieder nach draußen wollt, tastet euch doch erst einmal stufenweise an die Enkelkinder heran.

Holt sie von der Schule ab, geht spazieren oder zum Spielplatz, sofern dieser wieder geöffnet ist. Ihr müsst ja nicht gleich stundenlang kuscheln!
Lasst euch von euren Enkeln wieder besuchen, spielt gemeinsam etwas, bei dem ihr nicht direkt aneinanderklebt: Brettspiele für draußen, wie wir auf unseren Seiten vorstellen, sind hierfür wunderbar geeignet. Auch das Puppentheater oder ähnliche Dinge sind wunderbar dazu geeignet, mit Abstand gemeinsam zu spielen.

Wollt ihr immer noch Abstand halten, spielt ihr noch eine Weile die Spiele, die ihr aus unseren Corona-Abstandstipps kennt.

Nutzt das Smartphone, um in Kontakt zu bleiben, geht mit Abstand spazieren und trefft euch zu Erkundungen im Wald.
Das Walkie-Talkie wird eingepackt und so wird aus dem Treffen mit Abstand ein wahres Abenteuer für Entdecker.

4. Wie gefährlich ist das Coronavirus für die Großeltern?

Coronavirus kann für Großeltern gefährlich werden Die Frage in der Überschrift muss mit einem klaren „Jein“ beantwortet werden.
Experten gehen davon aus, dass das Risiko für Menschen ab 50, an Corona zu erkranken, höher als für jüngere Menschen ist.
Gleichwohl steigt das Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung.

Der Grund liegt in möglichen Vorerkrankungen, die bei älteren Menschen naturgemäß häufiger vorliegen als bei jungen Leuten.
Menschen mit eingeschränktem Immunsystem, mit chronischen Lungenerkrankungen oder Diabetes sollten besonders vorsichtig sein.
Auch wenn Corona bei vier von fünf Menschen mild verläuft, kann diese eine Person, die in der Vergleichsgruppe noch übrig bleibt, einen schweren Verlauf durchleben müssen.

Dieser kann schlimmstenfalls mit dem Tod enden.

Alle Menschen, die auch bei der Grippe zur besonderen Risikogruppe zählen, sind durch Sars-CoV-2 gefährdet.

Mit Ausnahme von Schwangeren und Kindern.
Diese können den Virus scheinbar übertragen, ohne selbst ein höheres Risiko für eine Erkrankung zu haben. Kinder sind als Überträger sogar besonders gefährlich, denn sie zeigen keine Symptome der Erkrankung. Das wiederum lässt sie für ihre Großeltern zur Gefahr werden.

4.1 Diese Grunderkrankungen gelten als risikoerhöhend

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diabetes
  • Krebs
  • Atemwegserkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Chronische Erkrankungen

4.2 Wie können sich Oma und Opa gegen das Coronavirus schützen?

Quarantäne für Großeltern gegen Coronavirus Es geht hier einmal nicht darum, dass die Kinder geschützt werden, sondern bei Corona muss es um den Schutz der gefährdeten Personengruppen gehen.
Das sind nun einmal vorrangig die Großeltern, die noch einmal stärker vom Risiko der Ansteckung betroffen sind, wenn sie täglich Umgang mit ihren Enkelkindern haben.

An dieser Stelle sollten schon die Eltern ansetzen und Oma und Opa nicht mehr um die Betreuung der Kleinen bitten.

Behörden gehen davon aus, dass diese Regelung bis September oder Oktober 2020 bestehen sollte.
Sind die Enkel schön größer, sind sicherlich gemeinsame Spaziergänge noch ebenso möglich wie Besuche auf dem Spielplatz oder ähnliche Unternehmungen an der frischen Luft, wenn dabei kein direkter Kontakt mit dem Kind besteht.

Auf gemeinsame Unternehmungen wie Kinobesuche oder das Planschen im Schwimmbad sollte nun verzichtet werden.