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Wie viel Taschengeld ist für ein Enkelkind angemessen? Und dürfen Oma und Opa überhaupt welches geben, wenn die Eltern schon zahlen? Beide Fragen bekomme ich oft gestellt. Auf dieser Seite steht die aktuelle Empfehlung nach Alter, dazu das, was Kinder tatsächlich bekommen, die Rechtslage beim Einkaufen und ein Abschnitt zum Urlaubsgeld.
Wie viel Taschengeld für Enkelkinder? Das Deutsche Jugendinstitut empfiehlt (Stand September 2025): unter sechs Jahren ein bis zwei Euro pro Woche, mit sechs bis sieben Jahren zwei bis drei Euro, mit acht bis neun Jahren drei bis vier Euro. Ab zehn Jahren wird monatlich gezahlt: zehn bis elf Jahre fünfzehn bis fünfundzwanzig Euro, zwölf bis dreizehn Jahre zwanzig bis dreißig Euro, vierzehn bis fünfzehn Jahre fünfundzwanzig bis fünfundvierzig Euro, sechzehn bis siebzehn Jahre vierzig bis sechzig Euro, ab achtzehn fünfundfünfzig bis fünfundsiebzig Euro. Das Taschengeld der Großeltern kommt nicht obendrauf – es wird mit den Eltern abgestimmt und in diesen Rahmen eingerechnet.
Auf dieser Seite
Die Tabelle nach Alter · Woher die Zahlen stammen · Was Kinder wirklich bekommen · Sollen Großeltern zahlen? · Urlaubsgeld für die Enkel · Was das Kind kaufen darf · Zuverdienst bei Oma und Opa · Wo das Geld hinkommt · Taschengeldspiele · Der Taschengeld-Planer · Streit vermeiden · Wofür Kinder es ausgeben · Häufige Fragen
💵 Die Taschengeldtabelle nach Alter
Die maßgebliche Empfehlung für Deutschland stammt vom Deutschen Jugendinstitut. Sie wurde im September 2025 neu gefasst – die Zahlen, die man im Netz an den meisten Stellen findet, sind noch die alte Fassung.
| Alter | Empfohlener Betrag | Rhythmus |
|---|---|---|
| unter 6 Jahre | 1,00 bis 2,00 € | wöchentlich |
| 6 bis 7 Jahre | 2,00 bis 3,00 € | wöchentlich |
| 8 bis 9 Jahre | 3,00 bis 4,00 € | wöchentlich |
| 10 bis 11 Jahre | 15,00 bis 25,00 € | monatlich |
| 12 bis 13 Jahre | 20,00 bis 30,00 € | monatlich |
| 14 bis 15 Jahre | 25,00 bis 45,00 € | monatlich |
| 16 bis 17 Jahre | 40,00 bis 60,00 € | monatlich |
| ab 18 Jahre | 55,00 bis 75,00 € | monatlich |
Warum bis neun Jahre wöchentlich? Ein jüngeres Kind kann einen ganzen Monat noch nicht überblicken. Es teilt sich das Geld nicht ein, weil es sich den Zeitraum nicht vorstellen kann. Der Wechsel auf die monatliche Zahlung passt deshalb gut zum Wechsel auf die weiterführende Schule.
Budgetgeld: der Teil, den fast alle vergessen
Ab etwa zwölf Jahren empfiehlt das Deutsche Jugendinstitut zusätzlich ein Budgetgeld. Das ist zweckgebunden und kommt zum Taschengeld hinzu, damit der Jugendliche lernt, größere Posten selbst zu planen: Kleidung und Schuhe fünfundvierzig bis fünfundsechzig Euro im Monat, Essen außer Haus fünfundzwanzig bis vierzig Euro, Handy und Abos fünfzehn bis fünfundzwanzig Euro, Schulmaterial fünf bis fünfzehn Euro, Pflege und Kosmetik fünf bis fünfzehn Euro.
Das ist Sache der Eltern. Für Großeltern ist es trotzdem wichtig zu wissen – sonst hält man das Taschengeld für zu knapp und schießt aus lauter Mitgefühl nach.
🔍 Woher die Zahlen stammen – und warum „Jugendamt“ falsch ist
Fast jede Taschengeldtabelle im Netz beruft sich auf „die Empfehlung der Jugendämter“. Das ist nach meiner Recherche nicht richtig, und der Irrtum hält sich seit Jahren.
Herausgeber ist das Deutsche Jugendinstitut in München, mit der Expertise „Taschengeld und Gelderziehung“ vom September 2025. Das Bundesfamilienministerium übernimmt genau diese Werte auf dem Familienportal des Bundes.
Die Landesjugendämter veröffentlichen zwar Tabellen mit der Überschrift „Taschengeld“. Darin stehen aber die Barbeträge für Kinder in Heimerziehung und Pflegefamilien nach dem Sozialgesetzbuch. Das sind ganz andere Beträge und ein ganz anderer Zweck – für die Frage, was Du Deinem Enkel gibst, ist das die falsche Quelle.
Woran Du eine veraltete Tabelle erkennst
Steht dort für Zehnjährige ein Betrag von sechzehn bis achtzehneinhalb Euro im Monat, ist es die alte Fassung. Die aktuelle nennt fünfzehn bis fünfundzwanzig Euro für zehn- bis elfjährige Kinder. Auch die Angabe „Stand 2024“ hilft nicht weiter – einige Seiten haben die alten Werte einfach selbst hochgerechnet und als neue Empfehlung ausgegeben.
📊 Was Kinder wirklich bekommen
Empfehlung und Wirklichkeit sind zwei verschiedene Dinge. Die große Erhebung des Deutschen Jugendinstituts zeigt vor allem, ab wann Kinder Taschengeld bekommen:
| Alter | Anteil der Kinder mit Taschengeld |
|---|---|
| 5 Jahre | 22 Prozent |
| 6 Jahre | 35 Prozent |
| 7 Jahre | 60 Prozent |
| 8 Jahre | 66 Prozent |
| 9 Jahre | 69 Prozent |
| 10 Jahre | 76 Prozent |
| 11 Jahre | 85 Prozent |
| 15 Jahre | 93 Prozent |
| 17 Jahre | 91 Prozent |
Mit fünf Jahren bekommt also erst jedes fünfte Kind Taschengeld, mit zehn Jahren schon mehr als drei Viertel. Den höchsten Wert erreichen die Fünfzehnjährigen.
Und die tatsächlichen Beträge? Die gehen weit auseinander, deutlich weiter als die Empfehlung. Ich nenne hier bewusst keine Durchschnittszahl, weil die kursierenden Werte entweder aus den Daten eines einzelnen Kartenanbieters stammen oder sich nicht eindeutig zuordnen lassen. Halte Dich an die Empfehlung und an das, was die Eltern für richtig halten.
🤵 Sollen Großeltern überhaupt Taschengeld geben?
Niemand verlangt das von Oma und Opa. Zuständig sind in erster Linie die Eltern, und es gibt keine gesetzliche Pflicht, Taschengeld zu zahlen – weder für Eltern noch für Großeltern.
Was Großeltern beisteuern, ist eine Zugabe. Damit daraus kein Ärger wird, gelten bei mir drei Regeln:
- Vorher mit den Eltern sprechen. Nicht um Erlaubnis fragen, sondern abstimmen, damit der Gesamtbetrag stimmt.
- Lieber wenig und regelmäßig als viel und unberechenbar. Ein Kind lernt vom Rhythmus mehr als von der Höhe.
- Oder gar kein laufendes Taschengeld, sondern Geld zu bestimmten Anlässen. Das ist die ehrlichere Lösung, wenn man nicht jede Woche verlässlich zahlen kann.
Der häufigste Fehler
Geld zuzustecken, ohne es zu sagen. Wenn die Eltern gerade mühsam ein Taschengeld eingeführt haben und beim Enkel plötzlich ein Zwanziger auftaucht, ist die ganze Erziehungsarbeit hin. Ich bin da selbst schon hineingelaufen.
🏖 Urlaubsgeld für die Enkel
Diese Frage wird mir fast so oft gestellt wie die nach dem Taschengeld: Wie viel Geld gibt man einem Enkelkind mit in den Urlaub oder auf die Klassenfahrt?
Gibt es dafür eine offizielle Empfehlung? Nein. Weder das Deutsche Jugendinstitut noch das Familienministerium noch die Jugendämter nennen Beträge für Urlaubs- oder Reisegeld. Alles, was dazu im Netz steht, ist Praxis und Erfahrung – keine Empfehlung einer Fachstelle. Wer Dir etwas anderes erzählt, hat es nicht nachgeprüft.
In der Praxis liegen die Beträge, die genannt werden, zwischen drei und zehn Euro pro Urlaubstag. Der Unterschied hängt weniger am Alter als an der Frage, was das Geld abdecken soll:
- Nur Eis, Postkarte und ein Andenken: drei bis fünf Euro am Tag reichen. Für eine Woche sind das zwanzig bis dreißig Euro.
- Auch Eintritte, Getränke und Essen unterwegs: dann eher acht bis zehn Euro am Tag, und das gilt vor allem für ältere Enkel, die allein losziehen dürfen.
- Klassenfahrt: in der Grundschule bei zwei Nächten rund vier bis fünf Euro, in der Mittelstufe bei vier Nächten etwa dreißig Euro. Auch das sind Erfahrungswerte von Jugendherbergen, keine Vorgabe.
Eine verbreitete Faustregel lautet: das Taschengeld von ein bis zwei Wochen zusätzlich. Sie hat den Vorteil, dass sie automatisch zum Alter passt.
Drei Dinge, die vorher geklärt gehören
Erstens die Absprache. Urlaubsgeld ist genau die Stelle, an der Großeltern gern großzügig werden. Sag den Eltern vorher, was Du mitgibst.
Zweitens das Bargeld an der Grenze. Bei der Ausreise in ein Land außerhalb der Europäischen Union müssen Barmittel ab zehntausend Euro schriftlich angemeldet werden – und zwar pro Person, auch für jedes Kind. Wer glaubt, er könne größere Summen auf die Enkel verteilen, irrt sich.
Drittens die Bezahlkarte. Prepaid-Karten für Kinder sind im Urlaub praktisch, aber die Verbraucherzentrale weist auf die Gebühren hin: Auslandseinsatz, Fremdwährung, Abheben, Aufladen. Bei kleinen Beträgen fällt das prozentual stark ins Gewicht. Und ein Girokonto für ein Kind kann ohnehin nur eingerichtet werden, wenn beide sorgeberechtigten Eltern zustimmen – Großeltern können das nicht allein. Welche Konten es gibt, ab welchem Alter sie sinnvoll sind und was Oma und Opa damit anfangen können, steht im Beitrag Kinderkonto für Enkel: Girokonto ab 7 im Vergleich.
🛍 Was das Kind vom Taschengeld kaufen darf
Der wichtigste Satz zuerst: Taschengeld ist zur freien Verfügung da. Kleidung, Schulsachen und alles Selbstverständliche zahlen die Eltern. Vom Taschengeld kauft das Kind, was es möchte – auch dann, wenn es aus unserer Sicht Unsinn ist. Genau daran lernt es.
Nun zur Rechtslage, denn hier steht auf vielen Seiten etwas Falsches.
Der Taschengeldparagraf – was er wirklich sagt Der Paragraf einhundertzehn im Bürgerlichen Gesetzbuch nennt keine Wertgrenze. Es gibt also keinen Betrag, bis zu dem ein Kind alles kaufen dürfte. Der Paragraf sagt etwas anderes: Ein Vertrag, den ein Kind ohne Zustimmung der Eltern schließt, wird wirksam, sobald es ihn vollständig mit eigenem Geld bezahlt hat.
Daraus folgen vier Dinge, die im Alltag wichtiger sind als jede Zahl:
- Erst wenn voll bezahlt ist. Anzahlung, Ratenkauf und Kauf auf Rechnung fallen nicht darunter.
- Keine Verträge mit Laufzeit. Handyvertrag, Abo, Streamingdienst und Fitnessstudio brauchen die Einwilligung der Eltern. Bezahldienste wie PayPal und Klarna setzen ohnehin Volljährigkeit voraus.
- Zweckgebundenes Geld zählt nicht. Wenn Du dem Enkel Geld ausdrücklich für ein Schulheft gibst, deckt der Paragraf einen anderen Kauf nicht ab.
- Altersgrenzen bleiben. Alkohol, Tabak und Feuerwerk sind auch dann verboten, wenn das Kind bar bezahlt.
Und noch eine Grenze nach unten: Ein Kind unter sieben Jahren ist geschäftsunfähig. Sein Kauf ist rechtlich unwirksam – im Laden fällt das niemandem auf, aber es ist so. Erst ab dem vollendeten siebten Lebensjahr ist ein Kind beschränkt geschäftsfähig.
🧹 Zuverdienst bei Oma und Opa
Darf ein Enkel sich bei Dir etwas dazuverdienen? Ja, und es ist sogar sinnvoll – wenn die Grenze klar ist.
Nicht bezahlt wird, was selbstverständlich ist. Den Tisch abräumen, die Spülmaschine ausräumen, das eigene Zimmer aufräumen. Wer dafür Geld gibt, züchtet sich ein Kind heran, das für jede Handreichung die Hand aufhält.
Bezahlt werden kann, was über das Normale hinausgeht. Rasen mähen, Laub harken, Keller ausräumen, beim Umzug helfen. Also eine echte Arbeit mit Anfang und Ende, für die man sonst jemanden bitten müsste.
Vorher den Preis nennen
Sag vor der Arbeit, was es dafür gibt. Nicht hinterher nach Gutdünken. Das erspart Diskussionen und ist ganz nebenbei die erste Erfahrung mit einer Vereinbarung, die eingehalten wird.
💰 Wo das Taschengeld hinkommt
Soll das Geld bei Oma und Opa bleiben, braucht es einen festen Ort. Ein Kind, das sein Geld sehen und anfassen kann, spart anders als eines, dem nur eine Zahl genannt wird.
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Ein Tresor – der Klassiker, der wirklich zieht
Gut zu wissen: Bei diesem Modell öffnet das Zahlenschloss nicht nur bei der eingestellten Zahl, sondern auch bei den unmittelbar danebenliegenden. Für echte Wertsachen taugt er also nicht – für Taschengeld ist er ideal.
Eine Spardose, die man wieder öffnen kann
Ein Brustbeutel fürs Einkaufen
Und wenn es digital sein soll?
Es gibt Taschengeld-Apps, bei denen Eltern oder Großeltern ein virtuelles Konto anlegen, den Zahlungsrhythmus festlegen und das Geld am Zahltag aufbuchen. Ausgezahlt wird später in bar oder bei der Bank.
Der Vorteil liegt weniger beim Kind als bei uns: Kein Zahltag wird vergessen, und es wird nichts doppelt gezahlt. Das Kind wiederum sieht seinen Sparstand jederzeit und kann eigene Sparziele anlegen. Ein eigenes Handy braucht es dafür nicht.
Ich würde trotzdem beim Bargeld anfangen. Ein Kind unter zehn begreift Geld über die Hände, nicht über einen Bildschirm.
🎮 Taschengeldspiele: Rechnen, ohne es zu merken
Der Umgang mit Geld lässt sich spielen, und das funktioniert bei Kindern besser als jede Ermahnung. Vier Spiele haben sich bei uns bewährt.
Die Regeln sind schnell erklärt: Ein Spieler verwaltet die Bank und darf dafür anfangen. Gewürfelt wird reihum, das Feld, auf dem man landet, wird laut vorgelesen und die Aktion ausgeführt. Es gibt Felder zum Sparen, zum Einnehmen, zum Ausgeben und zum Fragenstellen.
Welches passt zu welchem Alter?
Ab vier Jahren: Wir spielen Einkaufen. Hier geht es ums Vergleichen, noch nicht ums Rechnen.
Ab sechs Jahren, kurz: Scout – Mein erstes Taschengeld, eine Viertelstunde, auch für unterwegs.
Ab sechs Jahren, mit Rechnen: Rund ums Taschengeld, wenn das Kind gerade den Zahlenraum bis hundert lernt.
Ab sechs Jahren, in größerer Runde: Das Taschengeld-Spiel, es spielen bis zu sechs mit.
📝 Der Taschengeld-Planer auf Papier
Wer nichts Digitales verschenken möchte, nimmt die Papierfassung. Ein Heft zum Mitschreiben, in dem Einnahmen und Ausgaben nebeneinanderstehen.
⚖ Streit in der Familie vermeiden
Taschengeld ist einer der häufigsten Anlässe für Reibung zwischen den Generationen. Drei Situationen kommen immer wieder.
Die Eltern finden es zu großzügig. Dann hilft ein Gespräch, und zwar bevor der nächste Zahltag kommt. Meistens geht es nicht um die Höhe, sondern darum, dass etwas hinter ihrem Rücken passiert ist.
Der Enkel fordert Geld ein. Wenn für jede kleine Hilfe Bezahlung erwartet wird, war die Sache mit dem Zuverdienst nicht zu Ende gedacht. Dann ist ein festes, regelmäßiges Taschengeld die bessere Lösung.
Das Enkelkind spielt Eltern und Großeltern gegeneinander aus. Das kommt bei älteren Enkeln vor: Was die Eltern bewusst nicht bezahlen, weil das Kind es sich erarbeiten soll, wird beim gutgläubigen Opa geholt. Ein einziger Anruf bei den Eltern klärt das – und er ist keine Petzerei, sondern Loyalität gegenüber dem eigenen Kind.
🛒 Wofür Kinder ihr Taschengeld ausgeben
Wer weiß, wohin das Geld fließt, versteht besser, warum es nie reicht. Ein grober Überblick nach Alter:
| Alter | Typische Ausgaben |
|---|---|
| ab 10 Jahren | Süßigkeiten, Kaugummi, kleines Spielzeug |
| ab 11 Jahren | Süßes und Knabbereien, Zeitschriften, Spielzeug; Mädchen beginnen mit Make-up zu experimentieren |
| ab 12 Jahren | Jungen eher Sammelkarten und Computerspiele, Mädchen eher Kosmetik, Musik und ein Eis mit den Freundinnen |
| ab 13 Jahren | Mädchen Kino, Kosmetik und Schmuck; Jungen Essen unterwegs und Süßigkeiten |
| ab 14 Jahren | Mädchen Kosmetik, Kleidung, Musik und Ausgehen; Jungen Computerspiele und Handy-Guthaben |
| ab 15 Jahren | Kino, Konzerte, Treffen mit Freunden, Ausgehen am Abend |
| ab 16 Jahren | Mädchen Kleidung und Ausgehen; Jungen Eintrittskarten zu Sportveranstaltungen, Lebensmittel, Computerspiele |
| ab 17 Jahren | Kleidung, Eintrittskarten, Ausgehen – und Geschenke werden jetzt selbst gekauft |
| ab 18 Jahren | Unternehmungen in der Freizeit und Kleidung, solange noch keine eigene Wohnung finanziert wird |
❓ Häufige Fragen
Wie viel Taschengeld sollen Großeltern dem Enkelkind geben?
Es gibt dafür keine eigene Empfehlung. Maßgeblich ist die Taschengeldtabelle des Deutschen Jugendinstituts, und der Betrag der Großeltern wird darauf angerechnet, nicht obendrauf gelegt. Sinnvoll ist ein kleinerer, dafür verlässlicher Betrag – oder Geld zu festen Anlässen statt laufend.
Ab welchem Alter bekommt ein Kind Taschengeld?
Die Empfehlung beginnt bei unter Sechsjährigen mit ein bis zwei Euro pro Woche. In der Wirklichkeit bekommt mit fünf Jahren erst jedes fünfte Kind Taschengeld, mit sieben Jahren sind es sechzig Prozent, mit zehn Jahren mehr als drei Viertel.
Wöchentlich oder monatlich zahlen?
Bis einschließlich neun Jahre wöchentlich, ab zehn Jahren monatlich. Jüngere Kinder können einen Monat noch nicht überblicken und teilen sich das Geld deshalb nicht ein.
Darf ein Kind mit seinem Taschengeld alles kaufen?
Nein. Der Taschengeldparagraf im Bürgerlichen Gesetzbuch nennt keine Wertgrenze, sondern macht einen Kauf wirksam, sobald das Kind ihn vollständig mit eigenem Geld bezahlt hat. Verträge mit Laufzeit wie Handyvertrag oder Abo brauchen die Einwilligung der Eltern, und Altersgrenzen gelten unabhängig davon.
Wie viel Urlaubsgeld gibt man einem Enkelkind mit?
Eine offizielle Empfehlung gibt es dazu nicht. In der Praxis werden drei bis fünf Euro pro Tag genannt, wenn nur Eis und Andenken bezahlt werden, und acht bis zehn Euro, wenn auch Eintritte und Essen dazugehören. Eine gute Faustregel ist das Taschengeld von ein bis zwei Wochen zusätzlich.
Sind Großeltern verpflichtet, Taschengeld zu zahlen?
Nein. Es gibt keine gesetzliche Pflicht, Taschengeld zu zahlen – auch für Eltern nicht.
Soll man das Enkelkind für Hilfe im Haushalt bezahlen?
Nicht für Selbstverständliches wie Tisch abräumen oder Spülmaschine ausräumen. Für echte Arbeiten mit Anfang und Ende, etwa Rasen mähen oder Keller ausräumen, ist ein vorher vereinbarter Betrag sinnvoll.
Ist Taschengeld von den Großeltern steuerlich ein Thema?
Nein. Enkelkinder haben gegenüber jedem Großelternteil einen Schenkungsfreibetrag von zweihunderttausend Euro innerhalb von zehn Jahren. Taschengeld und übliche Gelegenheitsgeschenke berühren das nicht; interessant wird es erst bei größeren Zuwendungen.
Quellen und Stand
Deutsches Jugendinstitut, Expertise „Taschengeld und Gelderziehung“, September 2025 · Familienportal des Bundes, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend · Paragraf einhundertsechs und einhundertzehn Bürgerliches Gesetzbuch · Zoll, Barmittel bei der Ausreise · Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Bezahlkarten für Kinder
Alle Angaben abgerufen am 14. August 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.
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Themenschwerpunkt: Großeltern · Autor dieses Beitrages: Jürgen Busch · Inhalt auf Richtigkeit geprüft am 14. August 2026
