Stockbrot, Lagerfeuer-Geschichten und eine gegrillte Kartoffel: Eine Feuerstelle im Garten der Großeltern sorgt für einmalige Kindheitserinnerungen. Hier zeige ich Dir, was Du brauchst, welches Holz sich eignet – und worauf Du bei der Sicherheit achten musst.
Feuerstelle im Garten anlegen – das Wichtigste: Lege das Feuer nicht direkt auf Gras oder Boden, sondern nutze eine Feuerschale oder einen Feuerkorb mit ausreichend hohen Wänden gegen Funkenflug. Verwende trockenes Hartholz wie Buche, Esche oder Birke, niemals Grillkohle oder Brandbeschleuniger. Halte einen Feuerlöscher griffbereit, lass das Feuer nie unbeaufsichtigt – und erkundige Dich vorab bei Deiner Gemeinde, was erlaubt ist.
📋 Inhalt des Beitrags
Warum Kinder vom Feuer fasziniert sind
Kinder und Feuer – zwei Wunder, die eigentlich nicht zusammenpassen. Trotzdem sind Kinder vom Feuer magisch angezogen und fangen schon im Kleinkindalter an, in Flammen zu starren oder in der Adventszeit zu zündeln. Das hat gute Gründe: Feuer lebt, flackert und knistert, es spendet Wärme und Licht, und gerade weil es „verboten“ ist, reizt es die kindliche Neugier. Dazu kommt das Erlebnis von Wirksamkeit – ein Stöckchen ins Feuer halten und sehen, wie etwas passiert.
Nicht umsonst passieren immer wieder schwere Unfälle und Hausbrände, die Kinder ausgelöst haben. Deshalb gilt: Das Interesse am Feuer lässt sich nicht wegverbieten, aber in geordnete Bahnen lenken. Eine kontrollierte Feuerstelle im Garten der Großeltern ist dafür ideal – hier darf das Kind das Feuer unter Aufsicht erleben.
Vorteile einer Feuerstelle im Garten

An einer Feuerstelle lässt sich sowohl im Sommer (Lagerfeuer-Feeling!) als auch im Winter am warmen Feuer sitzen. Stockbrot zum Geburtstag oder einfach zwischendurch, gemütliche Erzählstunden und eine gegrillte Kartoffel dazu – das sorgt für einmalige Kindheitserinnerungen. Die Feuerstelle ist der Ort, an dem die ganze Familie zusammenkommt.
Was wird für eine Feuerstelle gebraucht?

Lege die Feuerstelle nicht auf bloßem Gartenboden oder im Gras an: Das beliebte Einfassen mit Steinen kann im Sommer gefährlich werden, denn ist das Gras ringsum knistertrocken, finden Funken einen Weg nach draußen und können einen Brand auslösen. Die bessere Wahl sind Feuerschalen und Feuerkörbe aus dem Handel.
Vor dem Kauf solltest Du einige Punkte beachten, um die passende Feuerschale zu finden:
- Häufigkeit der Nutzung
- Aufstellungsort
- benötigter Durchmesser
- Material und Höhe
- Design
- Funkenschutz
Im Grunde reicht eine Metallschale, deren Wände hoch genug sind, um den gröbsten Funkenflug abzufangen.
Holz und Brennmaterial für die Feuerstelle
Nicht jedes Holz eignet sich. Ein kurzer Überblick über die gut geeigneten Hölzer:
- Buche: gute Glutentwicklung, wenig Funkenflug, angenehmer Geruch – etwas teurer
- Esche: schönes Flammbild, wenig Funkenflug – etwas teurer
- Birke: enthält ätherische Öle, wenig Funkenflug – günstiger Preis
Nicht geeignet sind Erlen- und Kiefernholz – sie brennen nur kurz und verursachen starken Funkenflug. Auch Eichenholz ist ungünstig: Es brennt zwar lange, braucht aber lange, bis es überhaupt Feuer fängt.
⚠️ Feuerstellen-Tipp: Keine Grillkohle verwenden! Sie verursacht extreme Hitze und kann die Feuerschale zum Platzen bringen. Steinkohle und Briketts sind ebenfalls ungeeignet. Zum Anzünden eignen sich Grillanzünder, Brennpaste oder Feuerbällchen – aber niemals Benzin oder Spiritus (Gefahr einer Stichflamme!). Wichtig: das Holz erst einmal locker schichten, damit es gut Feuer fängt.
Essen unter freiem Himmel
Darf es süß oder herzhaft sein? Wie beim Grillen lässt sich über der offenen Feuerstelle vieles garen – wichtig ist nur, dass es sich auf einen Stock aufspießen lässt oder in Alufolie eingewickelt wird (die schützt vor den Flammen und verstärkt die Hitze – Vorsicht, sehr heiß!). Eine gute Idee, die auch den Kindern schmeckt, sind:
- Stockbrot
- Marshmallows
- Würstchen
- Pizza Calzone
- Maiskolben
- Fisch
- Gemüse
Am besten schmeckt es den Kleinen natürlich, wenn sie die Lebensmittel selbst in die Flammen halten durften.
Ein Wort zur Sicherheit beim offenen Feuer

So schön ein Feuer anzusehen ist – die Sicherheit steht immer an oberster Stelle. Die Kinder dürfen keinesfalls an die Flammen gelangen oder Gelegenheit zum Zündeln bekommen. Kläre Dein Enkelkind so früh wie möglich über die Gefahren des Feuers auf.
⚖️ Rechtlicher Hinweis: Ob und unter welchen Bedingungen ein offenes Feuer im Garten erlaubt ist, regeln Gemeinden und Bundesländer unterschiedlich – mancherorts ist es genehmigungsfrei (z. B. kleine Feuerschalen), andernorts anmelde- oder genehmigungspflichtig. Erkundige Dich daher vorab bei Deiner Gemeinde, was bei Dir gilt. Diese Angaben dienen nur der Orientierung und ersetzen keine verbindliche Auskunft.
Bei großer Trockenheit oder starkem Wind solltest Du grundsätzlich kein Feuer anzünden. Verwende nur trockenes Holz – feuchtes brennt schlecht und erzeugt gesundheitsschädlichen Rauch. Diese Punkte sind außerdem wichtig:
- Feuer nie unbeaufsichtigt lassen
- Glut löschen, wenn das Feuererlebnis beendet wird
- Feuerlöscher (oder Löschwasser/Sand) griffbereit halten
- nur Feuerstellen mit feuerfester Umrandung nutzen
- keine Brandbeschleuniger verwenden
- keinen Müll verbrennen
❓ Häufige Fragen zur Feuerstelle im Garten
Wie legt man eine Feuerstelle im Garten richtig an?
Am besten mit einer Feuerschale oder einem Feuerkorb statt direkt auf Gras oder Boden – das verhindert, dass Funken ins trockene Gras überspringen. Die Wände sollten hoch genug sein, um Funkenflug abzufangen. Wichtig sind ein feuerfester Untergrund, trockenes Hartholz als Brennmaterial und ein griffbereiter Feuerlöscher. Vorab bei der Gemeinde erkundigen, was erlaubt ist.
Welches Holz eignet sich für die Feuerstelle?
Gut geeignet sind Buche (gute Glut, wenig Funken), Esche (schönes Flammbild) und Birke (günstig, wenig Funken). Ungeeignet sind Erle und Kiefer (kurze Brenndauer, starker Funkenflug) sowie Eiche (entzündet sich schwer). Auf keinen Fall Grillkohle, Steinkohle oder Briketts verwenden – sie erzeugen zu viel Hitze.
Wie sollte die Umrandung einer Feuerstelle aussehen?
Sicherer als eine selbst gelegte Steinumrandung im Gras ist eine Feuerschale oder ein Feuerkorb mit ausreichend hohen Wänden. Wer eine feste Feuerstelle anlegt, sollte auf einen feuerfesten Untergrund und eine nicht brennbare Umrandung achten, sodass Funken nicht ins Umfeld gelangen. Trockenes Gras rundherum ist im Sommer ein Risiko.
Warum sind Kinder so fasziniert vom Feuer?
Feuer wirkt fast lebendig: Es bewegt sich, knistert und leuchtet, spendet Wärme und Geborgenheit. Weil der Umgang damit für Kinder „verboten“ ist, reizt es ihre Neugier zusätzlich. Statt das Interesse zu verbieten, lenkt man es besser in geordnete Bahnen – etwa an einer kontrollierten Feuerstelle, wo das Kind das Feuer unter Aufsicht erleben darf.
Ist ein offenes Feuer im Garten erlaubt?
Das ist je nach Gemeinde und Bundesland unterschiedlich geregelt – von genehmigungsfrei für kleine Feuerschalen bis anmelde- oder genehmigungspflichtig. Erkundige Dich daher vorab bei Deiner Gemeinde. Generell gilt: bei Trockenheit oder Wind kein Feuer, nur trockenes Holz, keinen Müll verbrennen und das Feuer nie unbeaufsichtigt lassen.
🌳 Mehr für den Großeltern-Garten: Diese Seite gehört zu meinem Ratgeber Garten planen & gestalten. Dort findest Du weitere Ideen, wie Du den Garten für die Enkel schön und sicher gestaltest.
Weiterstöbern bei Opa Jürgen
Rund um Garten & Zeit mit den Enkeln
Bleib in Kontakt mit Opa Jürgen
Tipps rund um Garten, Enkel und das Leben als Großeltern gibt’s auch auf meinen Social-Media-Kanälen – folge mir gern:
Themenschwerpunkt: Garten planen & gestalten
Inhalt des Beitrages auf Richtigkeit überprüft am 23. Juni 2026.

