Ein Kurs für Großeltern – das ist längst nicht mehr nur der Babykurs vor der Geburt. Es gibt Bastelworkshops für Zweijährige mit Oma, Kochkurse für Zehnjährige mit Opa, Seminare mit Übernachtung für die ganze Enkelschar und Erste-Hilfe-Kurse für die Großeltern selbst. Diese Seite ordnet, was es gibt – nach dem Alter des Enkelkindes – und sagt, wo Du es in Deiner Stadt findest.
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📚 Lernen mit den Großeltern: Dieser Ratgeber ist Teil unserer Reihe „Lernen mit Oma und Opa“. Weitere Themen findest Du im Lernen-Hub.
Die Übersicht: zehn Kursarten auf einen Blick
Wer „Kurs für Großeltern“ sucht, findet zuerst den Babykurs – und denkt, das wäre alles. Tatsächlich gibt es Angebote für jede Phase: Bastelworkshops für Zweijährige mit Oma, Kochkurse für Zehnjährige mit Opa, Seminare mit Übernachtung für die ganze Enkelschar, Erste-Hilfe-Kurse für die Großeltern selbst. Nur sind sie über hundert Bildungsstätten, Volkshochschulen und Vereine verstreut. Diese Seite ordnet sie – nach dem Alter des Enkelkindes.
| Kursart | Wer bietet es an | Alter des Enkels | Dauer und Preis (Beispiele) |
|---|---|---|---|
| Babykurs für werdende Großeltern | Hebammen, Kliniken, Online-Anbieter | vor der Geburt | ein Abend oder Online-Kurs, 30–50 € |
| Großeltern-Baby-Schwimmen | Schwimmschulen, Volkshochschulen | Baby bis Vorschule | Kursblock über mehrere Wochen |
| Erste Hilfe am Kind | DRK, Johanniter, Malteser | für Großeltern aller Enkelalter | ein Tag, meist 30–60 € |
| Großeltern-Enkel-Workshop (Basteln, Backen, Spielen) | Familienbildungsstätten, Kursläden | 2,5–10 Jahre | ein Vormittag |
| Generationen-Kochkurs | Volkshochschulen, Kochschulen | ab 6 Jahren | ein Abend oder Samstag |
| Museum und Werkstatt | Museen mit Familienprogramm | ab 5 Jahren | feste Termine, oft kostenlos |
| Großeltern-Enkel-Seminar mit Übernachtung | Landvolkshochschulen, Bildungshäuser | 3–15 Jahre, in Altersgruppen | 3–4 Tage; Erwachsene 255 €, Kinder 118–155 € |
| Urlaub mit den Enkeln | Jugendherbergen, Familienhotels | Kurztrip ab 3, Woche ab 6 | nach Haus und Saison |
| Erziehungskurs „Starke Großeltern – Starke Kinder®“ | Deutscher Kinderschutzbund | Großeltern allein | mehrere Abende |
| Smartphone und KI für Ältere | Volkshochschulen, Mehrgenerationenhäuser – und grossvater.de | Großeltern allein | ein Nachmittag oder Kursreihe |
Preise sind Beispiele der genannten Anbieter, keine Richtwerte. Änderungen vorbehalten.
1. Vor der Geburt: der Babykurs
👶 Den richtigen Umgang mit Babys & Kleinkindern lernen
Natürlich waren auch Oma und Opa mal Eltern und wissen einiges über die Versorgung von Babys. Doch in jeder Generation gibt es neue Erkenntnisse — theoretisch lassen sie sich in Ratgebern für Großeltern nachlesen, die praktische Erfahrung ersetzen sie aber nicht.

Man denke nur an die Erste Hilfe: Passiert ein Unfall, muss man richtig reagieren — und dafür sollten die Handgriffe vorher erprobt sein. Damit Oma und Opa bei Stürzen, Verbrühungen oder Schnitten wissen, was zu tun ist, helfen auf die Erstversorgung von Kindern zugeschnittene Erste-Hilfe-Kurse. Solche gibt es zum Beispiel bei Hebammenpraxen, Familienbildungsstätten oder über das DRK.
📘 Babykurs für Großeltern: das lernt Ihr
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich viel geändert: Babys und Kleinkinder werden heute deutlich sanfter und kindgerechter behandelt. Das frühere Schreienlassen ist ebenso überholt wie striktes Einschlaftraining — viele alte Methoden konnten beim Kind eher ein Trauma verursachen als beruhigen. Moderne Großeltern handeln im Sinne des Kindes und berücksichtigen neue psychologische Erkenntnisse.
Ein Babykurs für Großeltern — oft in Hebammenpraxen angeboten — vermittelt genau das: die richtige Baby- und Kinderpflege, den passenden Umgang mit dem Enkelkind und die Hintergründe, warum heute vieles anders gemacht wird als früher. Die Kurse dauern meist zwei bis drei Stunden und finden als Einzeltermin statt. Nebenbei sind sie eine schöne Gelegenheit, andere werdende Großeltern kennenzulernen.
Erste-Hilfe-Kurse für Eltern und Großeltern frischen zudem die Kenntnisse auf, die die meisten noch aus der Fahrschule haben — diesmal speziell auf Kinder zugeschnitten, denn hier muss in vielen Punkten anders gehandelt werden als bei Erwachsenen. Experten empfehlen, das Wissen rund um die Erste Hilfe etwa alle zwei Jahre aufzufrischen.
💻 Großelternkurs online & vor Ort
Neben den klassischen Kursen vor Ort gibt es inzwischen auch Großelternkurse online: Webinare und Online-Seminare rund um Babypflege sowie Online-Erste-Hilfe-Kurse am Kind. Das ist besonders praktisch, wenn der Weg zum nächsten Präsenzkurs weit ist oder die Termine knapp sind. Der direkte Austausch und das praktische Üben — etwa der stabilen Seitenlage beim Kind — gelingen vor Ort allerdings besser. Eine gute Kombination ist daher oft: Theorie online auffrischen, die Handgriffe in einem Präsenztermin üben.
2. Ein bis fünf Jahre: Schwimmen, Turnen, Musik, Erste Hilfe
Sobald das Enkelkind läuft, gibt es die ersten Kurse, die Oma oder Opa statt der Eltern begleiten können – und einige Anbieter haben das erkannt. Manche Schwimmschulen bieten Großeltern-Baby-Schwimmen an, weil die Eltern werktags arbeiten; beim Eltern-Kind-Turnen der Sportvereine sind Großeltern fast überall willkommen, auch wenn der Name es nicht sagt. Und beim Musikgarten oder in der musikalischen Früherziehung sitzt immer öfter eine Oma auf dem Boden – welches Instrument danach passt, steht in unserer Übersicht Musikinstrumente für Kinder nach Alter.
Der wichtigste Kurs in dieser Phase ist allerdings einer für die Großeltern allein: Erste Hilfe am Kind. DRK, Johanniter und Malteser bieten ihn an und nennen Großeltern ausdrücklich als Zielgruppe. Ein Tag, Verschlucken, Verbrennung, Sturz, Wiederbelebung am Übungsmodell. Wer regelmäßig ein Kleinkind betreut, sollte ihn gemacht haben – und alle paar Jahre auffrischen. Was zu Hause bereitliegen sollte, steht in unserer Notfallmappe für Großeltern.
Geeignet, wenn … das Kind Dich ohne Eltern eine Stunde lang gut aushält und Du selbst eine Stunde am Beckenrand oder auf der Turnmatte durchhältst.
Lieber noch warten, wenn … das Kind noch fremdelt oder Du unsicher bist, ob Du es im Wasser halten kannst – dann erst zu zweit mit einem Elternteil.
3. Sechs bis zwölf Jahre: Werkstatt, Kochkurs, Museum, Wochenende
Das ist das große Alter für gemeinsame Kurse. Das Kind kann zuhören, mitmachen, ein Ergebnis mit nach Hause nehmen – und es ist noch nicht zu cool, mit Oma und Opa gesehen zu werden.
Großeltern-Enkel-Workshops in Familienbildungsstätten
Fast jede größere Stadt hat eine evangelische oder katholische Familienbildungsstätte, und viele führen inzwischen eigene Großeltern-Enkel-Termine: einen Vormittag Basteln, Backen oder Spielen, bewusst ohne Eltern. Beispiele aus dem aktuellen Programm: Die Familienbildung Darmstadt lädt am 22. November 2026 zu „Oma, Opa, lasst uns basteln!“ für Kinder von zweieinhalb bis zehn Jahren; die FBS Rheine backt mit Großeltern und Enkeln Stutenkerle für die Weihnachtszeit; der Kursladen hat einen festen Samstagvormittag „Großeltern Spezial“. Die Kurse kosten meist einen kleinen zweistelligen Betrag für Großeltern und Kind zusammen.
Generationen-Kochkurse
Volkshochschulen haben den Kochkurs für Großeltern und Enkel als Format entdeckt – die VHS Chemnitz nennt ihren „Lasst uns kochen!“, andere sprechen vom Generationenkochkurs. Ein Abend oder ein Samstag, ein Menü, das gemeinsam gekocht und gegessen wird. Für Kinder ab sechs, die schon ein Messer halten dürfen. Wer keinen Kurs in der Nähe findet: Kochschulen bieten Familienkochkurse an, bei denen Großeltern und Enkel ausdrücklich willkommen sind – und der Gutschein dafür ist ein Geschenk, das nicht im Regal landet.
Museum und Werkstatt
Viele Museen haben Familienprogramme, einige ausdrücklich für Großeltern: Das Museum Kunst der Westküste auf Föhr lädt jeden letzten Sonntag im Monat Großeltern und Enkel zur gemeinsamen Entdeckungstour. Technikmuseen, Freilichtmuseen und Kindermuseen haben Werkstätten, in denen gehämmert, gedruckt oder gewebt wird – oft kostenlos oder für den Eintritt. Nachfragen lohnt sich; die Angebote stehen selten auf der Startseite.
Das Großeltern-Enkel-Seminar: drei Tage mit Übernachtung
Das ist das Format, das die wenigsten kennen – und das am meisten hängen bleibt. Katholische und evangelische Landvolkshochschulen und Bildungshäuser bieten Seminare an, bei denen Großeltern mit ihren Enkeln drei oder vier Tage im Haus wohnen. Die Kinder werden in Altersgruppen betreut, die Großeltern haben eigene Einheiten, und einen Teil der Zeit verbringt man zusammen: Werkstatt, Wald, Spiele, Abendprogramm. Ein Beispiel mit Zahlen: Die Katholische Landvolkshochschule Oesede bei Osnabrück veranstaltet vom 2. bis 5. Januar 2027 das Seminar „Wir mischen mit“ für Kinder von drei bis fünfzehn Jahren – 255 Euro je Erwachsener, 155 Euro je Kind von elf bis fünfzehn, 118 Euro je Kind von drei bis zehn, mit Unterkunft, Verpflegung und Programm (Stand 16. Oktober 2026). Auch im Sommer gibt es dort einen Termin.
Urlaub mit den Enkeln in der Jugendherberge
Die Jugendherbergen haben eine eigene Seite für Großeltern mit Enkelkindern und geben dort eine Faustregel, die wir für richtig halten: ein Wochenende ab etwa drei Jahren, eine ganze Woche ab etwa sechs – vorausgesetzt, das Kind fühlt sich ohne die Eltern wohl. Häuser mit dem Prädikat „Besonders geeignet für Familien“ haben Familienzimmer und Kinderessen; viele bieten Programme vom Klettern bis zur Nachtwanderung. Weitere Reiseideen stehen unter Reisen mit Enkeln.
Geeignet, wenn … das Kind schon einmal ohne Eltern bei Euch übernachtet hat und sich darauf freut – nicht nur Ihr Euch.
Lieber noch warten, wenn … das Kind beim Abschied von den Eltern noch weint oder nachts regelmäßig zu ihnen kommt. Dann erst ein Tagesausflug, dann eine Nacht bei Euch, dann das Wochenende.
4. Ab dreizehn: Teenager verstehen, Digitales gemeinsam lernen
Mit dreizehn ist der gemeinsame Bastelvormittag vorbei. Was bleibt, ist umgekehrt: Der Enkel kann etwas, das Oma und Opa nicht können – und lernt gern, wenn er der Lehrer ist. Smartphone-Kurse, Fotobearbeitung, der Umgang mit künstlicher Intelligenz: Viele Volkshochschulen und Mehrgenerationenhäuser bieten Kurse für Ältere an, zu denen man den Enkel mitnehmen kann. Was wir dazu auf grossvater.de zusammengetragen haben, steht im Ratgeber zu KI-Kursen für Senioren und im Wörterbuch der Jugendsprache.
Für die andere Seite – wenn der Kontakt dünner wird und man nicht weiß, wie man mit einem Fünfzehnjährigen redet – gibt es wenige, aber gute Angebote: Der Kurs „Starke Großeltern – Starke Kinder®“ (Abschnitt 5) behandelt auch ältere Enkel, und einzelne Bildungsstätten bieten Pubertäts-Seminare für Großeltern an. Unsere eigene Erfahrung dazu steht unter Was Großeltern nicht tun sollten.
5. Kurse für Großeltern allein
„Starke Großeltern – Starke Kinder®“ ist der Kurs des Deutschen Kinderschutzbundes für Großeltern – der Ableger des bekannten Elternkurses, angeboten von Ortsverbänden und freien Trägern. Über mehrere Abende geht es darum, den eigenen Platz in der Familie zu finden, zwischen den Generationen klar zu bleiben und typische Stolpersteine zu vermeiden: Wer entscheidet was, wie viel Süßes ist erlaubt, was tun, wenn die Schwiegertochter anders erzieht. Ob es in Deiner Nähe einen Kurs gibt, erfährst Du beim Ortsverband; die Angebote pausieren mancherorts und werden auf Nachfrage wieder aufgelegt.
Leihoma und Leihopa: Wer keine eigenen Enkel in der Nähe hat, findet über Großelterndienste und Mehrgenerationenhäuser Familien, die eine Oma oder einen Opa suchen. Die meisten Dienste verlangen vorab eine kurze Schulung – Erste Hilfe, Aufsichtspflicht, Grenzen der Rolle – und ein erweitertes Führungszeugnis. Smartphone- und KI-Kurse für Ältere gibt es an fast jeder Volkshochschule; woran man einen guten erkennt, steht im KI-Kurs-Ratgeber.
6. Kurse von grossvater.de
Einen Kurs auf dieser Liste gebe ich selbst. Seit Oktober 2026 halte ich bei NEW GENERATION e. V. in Hamburg einen Mitmach-Workshop zu künstlicher Intelligenz für Menschen über siebzig: eigenes Gerät auf dem Tisch, kleine Gruppe, jeder tippt selbst – und jede Frage darf dreimal gestellt werden. Der erste Termin ist der 23. Oktober 2026. Was dabei herauskommt, welche Fragen gestellt werden und was ich daraus lerne, schreibe ich danach hier und im KI-Ratgeber auf. Wer sich für einen der nächsten Termine interessiert oder einen solchen Workshop für die eigene Gruppe, den eigenen Verein, die eigene Gemeinde sucht, erreicht mich über das Kontaktformular.
Warum ich das mache: Weil die meisten Menschen, die ich kenne, KI zum ersten Mal allein ausprobiert haben – abends, am Küchentisch, mit mulmigem Gefühl – und nach zehn Minuten wieder aufgehört haben. Nicht, weil es zu schwer war, sondern weil niemand da war, den man fragen konnte.
7. So findest Du Angebote in Deiner Stadt
In vielen großen Städten gibt es mittlerweile regelmäßige Kurse für werdende Großeltern. „Regelmäßig“ heißt aber nicht immer „kurzfristig verfügbar“ — häufig sind die Kurse schon kurz nach Bekanntwerden ausgebucht, weil sich viele dafür interessieren. Erste Anlaufstellen sind Hebammenpraxen, Familienbildungsstätten und das DRK.
Wer auf dem Land oder in einer Kleinstadt wohnt, hat es schwerer: Dort sind solche Angebote noch Mangelware. Dann heißt es, bis nach Berlin, Hamburg, Dresden oder München zu fahren — oder eine Hebamme vor Ort anzusprechen. Vielleicht lässt sich mit etwas Mithilfe bei der Organisation sogar ein Kurs ermöglichen.
Ihr habt eine weite Anfahrt zum gebuchten Kurs? Dann macht das Beste daraus: Übernachtet in der Stadt, nehmt am Kurs teil und geht anschließend auf Sightseeing-Tour. Denn möglicherweise habt Ihr schon bald — dank Eures Enkelkindes — nicht mehr ganz so oft einfach frei!
- Familienbildungsstätte (evangelisch oder katholisch, in fast jeder Stadt): Suchfeld „Großeltern“. Dort sitzen die Workshops für Großeltern und Enkel.
- Volkshochschule: Suchfeld „Großeltern“ oder „Generationen“. Kochkurse, Smartphone-Kurse, gelegentlich Großeltern-Enkel-Tage.
- Kinderschutzbund, Ortsverband: nach „Starke Großeltern“ fragen – telefonisch, die Kurse stehen nicht immer im Netz.
- Mehrgenerationenhaus: Großelterndienste, Leihoma-Schulungen, digitale Sprechstunden. Ein Anruf genügt.
- Für Seminare mit Übernachtung: die Landvolkshochschulen und kirchlichen Bildungshäuser Deines Bundeslandes – Suchwort „Großeltern-Enkel-Seminar“.
Ein Tipp aus Erfahrung: Nicht nach „Oma“ suchen. Die Suchfelder der Bildungsstätten kennen das Wort meist nicht – „Großeltern“ finden sie.
8. Vor dem ersten Enkel-Wochenende
Ob Seminar, Jugendherberge oder einfach drei Tage bei Oma und Opa – vor dem ersten Mal ohne Eltern helfen zehn Dinge, an die man im Trubel nicht denkt:
- Reisevollmacht der Eltern und Kopie des Kinderausweises – Vorlage und Erklärung
- Krankenversichertenkarte und Liste der Medikamente mit Dosierung
- Telefonnummern der Eltern, des Kinderarztes, der Giftnotrufzentrale – auf Papier, nicht nur im Handy
- Kuscheltier, Schlafsack oder eigenes Kopfkissen – was nachts den Ausschlag gibt
- Ein fester Telefontermin mit den Eltern, einmal am Tag, nicht öfter
- Wechselkleidung für zwei Tage mehr als geplant
- Snacks, die das Kind kennt – nicht alles muss neu sein
- Eine Beschäftigung für die Fahrt – Ideen fürs Auto
- Die Regeln der Eltern (Bildschirmzeit, Süßes, Schlafenszeit) – vorher abgesprochen, dann eingehalten
- Und für Euch: nichts vornehmen, was nicht auch ausfallen darf
❓ Häufige Fragen zu Kursen für Großeltern
Ab welchem Alter kann ein Enkelkind an einem Kurs mit Oma und Opa teilnehmen?
Bastel- und Spielworkshops in Familienbildungsstätten beginnen oft bei zweieinhalb Jahren, Kochkurse meist ab sechs. Seminare mit Übernachtung nehmen Kinder ab drei auf und teilen sie in Altersgruppen. Für einen Kurztrip ohne Eltern gilt die Faustregel der Jugendherbergen: ein Wochenende ab etwa drei Jahren, eine ganze Woche ab etwa sechs.
Was, wenn das Kind beim Wochenende Heimweh bekommt?
Das passiert, und es ist kein Scheitern. Ein kurzer Anruf bei den Eltern, dann sofort etwas tun – Spielplatz, Schwimmbad, andere Kinder. Vorher hilft: das Kuscheltier einpacken, einen festen Telefontermin ausmachen und beim ersten Mal nicht weiter als eine Autostunde wegfahren.
Was kostet ein Großeltern-Enkel-Seminar mit Übernachtung?
Beispiel Katholische Landvolkshochschule Oesede, Januar 2027, drei Nächte mit Verpflegung und Programm: 255 Euro je Erwachsener, 155 Euro je Kind von elf bis fünfzehn, 118 Euro je Kind von drei bis zehn (Stand 16. Oktober 2026). Bildungshäuser in anderen Regionen liegen in ähnlicher Höhe.
Brauchen wir eine Vollmacht, wenn wir mit dem Enkel verreisen?
Innerhalb Deutschlands nicht zwingend, aber dringend empfohlen: eine Reisevollmacht der Eltern mit Kopie des Kinderausweises, dazu die Krankenversichertenkarte und eine Liste der Medikamente. Für Reisen ins Ausland ist die Vollmacht Pflicht. Eine Vorlage findest Du auf unserer Seite zur Reisevollmacht.
Gibt es Zuschüsse für Kurse?
Volkshochschulen und Familienbildungsstätten haben fast überall ermäßigte Gebühren für Familien mit kleinem Einkommen, oft auch Geschwisterrabatt. Erste-Hilfe-Kurse werden von manchen Krankenkassen bezuschusst – vorher anfragen. Für Seminare kirchlicher Bildungshäuser gibt es gelegentlich Zuschüsse aus Landesmitteln für Familienbildung.
Sind Erste-Hilfe-Kurse am Kind auch für Großeltern gedacht?
Ja. DRK, Johanniter und Malteser nennen Großeltern ausdrücklich als Zielgruppe. Die Kurse dauern einen Tag, behandeln Verschlucken, Verbrennungen, Stürze und die Wiederbelebung von Säuglingen und Kindern, und sie werden am Übungsmodell geübt. Wer regelmäßig Enkel betreut, sollte ihn alle paar Jahre auffrischen.
Gibt es Kurse für Großeltern, die mit Teenagern nicht mehr weiterwissen?
Ja, aber selten. Der Kinderschutzbund bietet mit „Starke Großeltern – Starke Kinder®“ einen Kurs über mehrere Abende an, der auch den Umgang mit älteren Enkeln behandelt; einzelne Bildungsstätten haben Pubertäts-Seminare. Oft hilft der umgekehrte Weg: gemeinsam etwas lernen, das der Teenager besser kann – Smartphone, Fotos bearbeiten, KI.
Wie finde ich heraus, was es in meiner Stadt gibt?
Vier Anlaufstellen reichen: die Familienbildungsstätte (evangelisch oder katholisch), die Volkshochschule, der Ortsverband des Kinderschutzbundes und das Mehrgenerationenhaus. Auf deren Seiten nach „Großeltern“ suchen – nicht nach „Oma“, das finden die Suchfelder meist nicht.
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Autor dieses Beitrages: Jürgen Busch · Themenschwerpunkt: Lernen mit Großeltern
Inhalt des Beitrages auf Richtigkeit überprüft am 16. Oktober 2026.

