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Ein Adventskalender von Oma und Opa ist fast immer der zweite — die Eltern schenken ohnehin einen. Genau das macht ihn schwierig und schön zugleich: Er muss nicht der wichtigste sein, aber er sollte ein anderer sein.
Diese Seite sortiert die Möglichkeiten so, wie die Entscheidung tatsächlich fällt: erst nach dem Alter, dann nach dem, was das Enkelkind gerade liebt. Am Ende stehen die Fragen, die man sich besser vorher stellt — die Absprache mit den Eltern gehört dazu.
Zuerst: die Absprache mit den Eltern
Das klingt nach Formalität und ist der wichtigste Punkt auf dieser ganzen Seite. Drei Dinge sollten geklärt sein, bevor irgendetwas bestellt wird:
| Frage | Warum sie wichtig ist |
|---|---|
| Gibt es überhaupt einen zweiten Kalender? | Manche Familien wollen bewusst nur einen. Ein zweiter, ungefragt geschenkt, wird zur Belastung statt zur Freude. |
| Wie viel Süßes ist in Ordnung? | Wenn der Elternkalender schon voll Schokolade ist, sollte der zweite etwas anderes sein. Sonst isst das Kind im Dezember zwei Kalender. |
| Wo steht er? | Ein Kalender bei den Großeltern wird nur an Besuchstagen geöffnet. Einer zu Hause täglich. Beides geht — aber es ändert, was hineingehört. |
Der Kalender bei Oma und Opa
Eine Variante, die selten bedacht wird und oft die bessere ist: Der Kalender bleibt bei den Großeltern und wird nur geöffnet, wenn das Enkelkind da ist — dann eben mehrere Türchen auf einmal.
Das macht den Besuch zum Ereignis, es gibt keine Konkurrenz zum Kalender zu Hause, und es funktioniert auch, wenn die Enkel weiter weg wohnen.
Adventskalender nach dem Alter des Enkelkindes
Das Alter entscheidet mehr als jedes andere Kriterium — nicht wegen der Interessen, sondern wegen der Feinmotorik und der Geduld. Ein Zweijähriger kann kein Türchen aufreißen, ohne den ganzen Kalender mitzunehmen.
Ein bis zwei Jahre: große Teile, keine Kleinteile
In diesem Alter versteht das Kind das Prinzip noch nicht — und das ist in Ordnung. Der Kalender ist eher ein tägliches kleines Ritual als eine Vorfreude auf Weihnachten. Wichtig: keine Kleinteile, alles wandert in den Mund.
Zwei bis vier Jahre: das erste richtige Ritual
Jetzt begreift das Kind, dass jeden Tag genau eines drankommt — und lernt dabei nebenbei zu warten. Das ist pädagogisch mehr wert als der Inhalt. Holzfiguren sind in diesem Alter unschlagbar, weil sie nicht kaputtgehen.
Vier bis sieben Jahre: die größte Auswahl
Das ist das Alter, für das es die meisten Kalender gibt — und in dem die Auswahl am schwersten fällt. Hier lohnt es sich, nach dem Interesse zu gehen statt nach dem Alter. Die Abschnitte weiter unten helfen dabei.
Acht bis zehn Jahre: Rätsel statt Spielzeug
In diesem Alter wird Spielzeug langsam uninteressant und Knöpfen wichtig. Escape-Kalender sind hier die beste Erfindung der letzten Jahre: Jeden Tag ein Rätsel, das zusammen eine Geschichte ergibt — und man kann sie gemeinsam lösen, auch am Telefon.
Ab elf Jahren: das schwierigste Alter
Hier scheitern die meisten Großeltern — zu Recht, denn das Kind ist keines mehr und der Erwachsene noch lange nicht da. Drei Wege funktionieren: etwas zum Verbrauchen (Pflege, Naschen in gut), etwas zum Sammeln, oder ein selbst befüllter Kalender mit Gutscheinen.
Die ehrlichste Antwort für dieses Alter: fragen. Ein Elfjähriger sagt einem Großvater erstaunlich genau, was er will, wenn man ihn ernsthaft fragt — und freut sich mehr über das Gefragtwerden als über die Überraschung.
Adventskalender nach Interesse und Hobby
Ab etwa vier Jahren hat jedes Kind ein Thema, das gerade alles überlagert. Wer das trifft, hat gewonnen — und wer daneben liegt, merkt es am 3. Dezember.
Pferde
Das beständigste Kinderthema überhaupt, meist zwischen sechs und zwölf. Bei Pferdekalendern gibt es zwei Sorten: Sammelfiguren zum Aufstellen und Bastelkalender zum Selbermachen.
Dinosaurier und Urzeit
Meist zwischen vier und acht, und in dieser Zeit sehr intensiv. Praktisch: Dino-Kalender sind fast immer Figurenkalender, also bleibt etwas übrig.
Feuerwehr, Bagger, Fahrzeuge
Das früheste ausgeprägte Interesse überhaupt — oft schon mit zwei. Bei Fahrzeugkalendern lohnt der Blick auf die Teilegröße: Was für einen Fünfjährigen gedacht ist, ist für einen Zweijährigen gefährlich.
Bauen und Konstruieren
LEGO-Kalender sind die verlässlichste Wahl im ganzen Feld: Sie funktionieren von etwa vier bis zwölf, alles lässt sich mit vorhandenen Steinen kombinieren, und nichts wird aufgegessen.
Wer tiefer einsteigen will: Konstruktionsspielzeug im Überblick — dort steht, welches System zu welchem Alter passt.
Forschen und Experimentieren
Der Kalendertyp, bei dem Großeltern am meisten mitbekommen — die Versuche brauchen einen Erwachsenen daneben. Genau deshalb sind sie für Oma und Opa die dankbarste Wahl.
Lesen und Vorlesen
Der leiseste Kalendertyp und derjenige, der am längsten nachwirkt. Es gibt zwei Bauarten: Kalender mit vierundzwanzig kleinen Heften und Kalenderbücher mit einer fortlaufenden Geschichte.
Vorlesegeschichten für die Adventszeit gibt es auch kostenlos: 24 Weihnachtsgeschichten zum Ausdrucken — eine je Tag, zum Hineinlegen in einen selbst gebastelten Kalender.
Adventskalender für Mädchen und für Jungen — ein Zwischenruf
Der Handel sortiert Adventskalender nach Geschlecht, und man findet sie auch so: rosa Kalender für Mädchen, blaue für Jungen. Wer danach sucht, findet schnell etwas.
Warum ich davon abrate — und wann nicht
Ein Kalender, der nach Interesse ausgesucht ist, trifft fast immer besser als einer nach Geschlecht. Das Mädchen, das Bagger liebt, freut sich über den Baustellenkalender und nicht über den mit den Prinzessinnen. Der Junge, der Pferde mag, ebenso.
Aber: Wenn das Enkelkind selbst in einer Phase ist, in der Rosa oder Blau wichtig sind — und das gibt es, meist zwischen vier und sieben —, dann ist der geschlechtstypische Kalender der richtige. Es geht um das Kind, nicht um das Prinzip.
Die brauchbare Regel: erst schauen, womit es gerade spielt. Erst danach in die Kategorie greifen.
Adventskalender ohne Süßigkeiten
Der häufigste Wunsch von Eltern — und der Grund, warum der Kalender von Oma und Opa oft der bessere ist. Vier Richtungen funktionieren zuverlässig:
| Statt Schokolade | Beispiel | Alter |
|---|---|---|
| Bücher und Geschichten | Kalenderbuch mit 24 Kapiteln | ab 3, vorgelesen |
| Figuren zum Sammeln | Holz, LEGO, Schleich, PLAYMOBIL | ab 2 |
| Rätsel und Experimente | Escape-Kalender, Versuchskalender | ab 6 |
| Kreatives Material | Bastelkalender, Malzubehör | ab 4 |
Und die einfachste Lösung: einen leeren Kalender selbst befüllen. Dann bestimmst Du jedes einzelne Türchen.
Adventskalender zum Selbstbefüllen
Ein leerer Kalender kostet zehn bis dreißig Euro und hält Jahre. Der Vorteil liegt nicht beim Preis, sondern bei der Kontrolle: Du weißt genau, was drin ist, wie viel Süßes und wie viel Plastik.
Was hineinkommt, wenn das Enkelkind klein ist
Bei kleinen Kindern gilt dieselbe Regel wie bei fertigen Kalendern: keine Kleinteile. Bewährt haben sich Holzfiguren, dicke Stifte, Aufkleber, kleine Bilderbücher und Zettel mit Gutscheinen zum Vorlesen.
Ideen dafür gibt es reichlich — und viele kosten nichts. Wie das aussieht, steht in 24 Ideen zum Befüllen, dort für Erwachsene gedacht, aber die Hälfte funktioniert auch bei Kindern.
Adventskalender selber basteln
Der selbst gebastelte Kalender ist der einzige, den es genau einmal gibt. Für Großeltern hat er einen weiteren Vorteil: Das Enkelkind kann mitmachen — und bastelt dann am Kalender für sich selbst mit, was erstaunlich gut funktioniert.
Vier Bauvarianten von zwanzig Minuten bis zum ganzen Nachmittag, mit Materialliste, stehen in Adventskalender selber machen. Wer eine Laubsäge hat, findet unter Adventskalender-Haus aus Sperrholz die haltbarste Variante.
Preis, Zeitpunkt und die häufigsten Fehler
Was kostet ein Adventskalender für das Enkelkind?
| Art | Preisrahmen |
|---|---|
| Kalenderbuch, Escape-Kalender | 8 bis 15 € |
| Figuren- und Bausteinkalender | 18 bis 35 € |
| Marken-Sammelkalender (Schleich, PLAYMOBIL groß) | 30 bis 45 € |
| Leerer Kalender zum Befüllen | 10 bis 30 € plus Inhalt |
Wann bestellen?
Ende Oktober. Die begehrten Kalender — LEGO, Schleich, PLAYMOBIL — sind Mitte November regelmäßig vergriffen oder nur noch zu Fantasiepreisen zu haben. Wer selbst befüllen will, fängt Anfang November mit dem Sammeln an.
Die fünf häufigsten Fehler
| Fehler | Was stattdessen |
|---|---|
| Ohne Absprache schenken | Einmal kurz fragen. Zwei Minuten Telefonat sparen viel Ärger. |
| Zu alt gewählt | „Ab 6″ heißt oft: mit sechs noch zu schwer. Im Zweifel eine Stufe darunter. |
| Kleinteile bei Kleinkindern | Bis drei Jahre gilt: nichts, was in eine Klopapierrolle passt. |
| Das Beste an den 1. Dezember | Gleichmäßig verteilen, die vier Sonntage als Höhepunkte. |
| Auf den letzten Drücker | Ende Oktober bestellen. Danach wird es teuer oder dünn. |
Und der Kalender für Oma und Opa?
Andersherum geht es auch: Adventskalender für Oma und Opa — mit Ideen für beide, speziell für Oma und speziell für Opa.
Häufige Fragen
Welcher Adventskalender ist der richtige für mein Enkelkind?
Erst nach dem Alter entscheiden, dann nach dem Interesse. Bis drei Jahre: große Teile, keine Kleinteile. Vier bis sieben: nach dem Lieblingsthema. Ab acht: Rätsel und Experimente. Ab elf: fragen.
Darf ich als Großvater einen zweiten Adventskalender schenken?
Nur nach Absprache. Manche Familien wollen bewusst nur einen Kalender. Eine schöne Alternative: Der Kalender bleibt bei den Großeltern und wird nur an Besuchstagen geöffnet.
Was kostet ein guter Adventskalender für Kinder?
Zwischen acht und fünfundvierzig Euro. Bücher und Escape-Kalender liegen unter fünfzehn, Figuren- und Bausteinkalender bei zwanzig bis fünfunddreißig, große Markenkalender darüber.
Wann sollte man den Adventskalender bestellen?
Ende Oktober. LEGO, Schleich und PLAYMOBIL sind Mitte November oft vergriffen oder deutlich teurer.
Gibt es Adventskalender ohne Süßigkeiten?
Viele. Am verlässlichsten sind Kalenderbücher, Figurenkalender, Escape- und Experimentierkalender. Oder einen leeren Kalender selbst befüllen — dann bestimmst Du jedes Türchen.
Ab welchem Alter versteht ein Kind einen Adventskalender?
Etwa ab zweieinhalb bis drei Jahren begreifen Kinder, dass jeden Tag genau eines drankommt. Davor ist der Kalender ein tägliches Ritual — auch schön, aber ohne Bezug zu Weihnachten.
Rosa für Mädchen, blau für Jungen — sinnvoll?
Nach dem Interesse auszuwählen trifft fast immer besser. Wenn das Enkelkind aber gerade in einer Phase ist, in der Rosa oder Blau wichtig sind, ist das der richtige Kalender. Es geht um das Kind, nicht ums Prinzip.
Was tun, wenn die Enkel weit weg wohnen?
Entweder rechtzeitig schicken — sperrige Kalender sind teuer im Versand — oder den Kalender bei den Großeltern lassen und an Besuchstagen mehrere Türchen öffnen. Escape-Kalender funktionieren sogar am Telefon.
Aus unserer Familie: Welche Kalender bei Oma & Opa standen
Bei uns standen über die Jahre ganz unterschiedliche Kalender: ein Experimentier-Adventskalender mit der Maus, ein Holzhaus mit „wenigen“ Süßigkeiten und einer mit Wildlife-Tieren für die kleineren Enkel.
Und unsere liebste Rechen-Frage bleibt: 24 Türchen geteilt durch 4 Enkelkinder – macht 6 Türchen pro Kind. Richtig? 😉
Wenn ein Türchen leer bleibt: Ein Gutschein ist für Enkelkinder oft mehr wert als noch eine Kleinigkeit — ein Nachmittag in der Werkstatt, eine Übernachtung bei Oma und Opa, ein Tag im Zoo. Wichtig ist nur eines: Schreib ein Datum dazu, sonst wird er nie eingelöst. 45 Formulierungen zum Abschreiben und eine Vorlage zum Ausdrucken haben wir gesammelt.
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Inhalt des Beitrages auf Richtigkeit überprüft am 22. August 2026.
