
Meist bekommen die Enkelkinder einen Adventskalender. Andersherum ist es seltener — und genau deshalb wirkt es. Ein Adventskalender für Oma und Opa ist eines der wenigen Geschenke, mit denen Enkel ihre Großeltern wirklich überraschen können.
Diese Seite sortiert die Möglichkeiten nach der Frage, die zuerst kommt: Für wen genau? Für beide zusammen, für Oma, für Opa. Danach: fertig kaufen, selbst befüllen oder selbst basteln.
Geschenkefinder für Oma und Opa
Sechs passende Ideen für Oma und Opa zu Weihnachten — aus rund 40 Beiträgen, dazu Ideen zum Selbermachen und zum Zeitschenken.
Passendes Geschenk finden →Der Überblick: was zu wem passt
| Für wen | Was sich bewährt hat | Preis |
|---|---|---|
| Beide zusammen | Advents-Duell zum Mitmachen, Kalender zum Selbstbefüllen, Rubbelkalender, Frühstückskalender | 8 bis 30 € |
| Speziell für Opa | Werkzeug, Bier, Sprüchekalender für den besten Opa | 15 bis 60 € |
| Speziell für Oma | Tee, Feinkost, Häkeln, Garten, Botschaftenkalender | 13 bis 70 € |
| Etwas Besonderes | Edelsteine, personalisierte Fotokalender | 20 bis 30 € |
| Selbst gebastelt | Bastelbuch für Enkel, Papiertüten, Stoffsäckchen | unter 16 € plus Inhalt |
Die Entscheidung, die alles andere bestimmt
Fertig gekauft oder selbst gemacht? Ein gekaufter Kalender ist in fünf Minuten bestellt und sieht gut aus. Ein selbst befüllter kostet einen Abend Arbeit — und ist das Geschenk, von dem im Februar noch geredet wird.
Wer wenig Zeit hat, kauft einen guten fertigen. Wer etwas Zeit hat, kauft einen leeren und füllt ihn selbst. Beides ist richtig, nur die Erwartung sollte dazu passen.
Adventskalender für Großeltern: für beide zusammen
Wenn Oma und Opa zusammen wohnen, ist ein gemeinsamer Kalender der naheliegende Weg — vorausgesetzt, es ist klar, wer welches Türchen öffnen darf. Am elegantesten lösen das die Kalender, bei denen beide gleichzeitig dran sind.
Das Advents-Duell: Oma gegen Opa
Die originellste Idee in diesem ganzen Feld — und die einzige, bei der der Kalender selbst zum Spiel wird. Hinter jedem Türchen steckt eine Aufgabe oder eine Frage, die beide gegeneinander lösen. Wer im Dezember ohnehin viel zu zweit ist, hat vierundzwanzig Abende lang etwas vor.
Für Enkel ab etwa acht Jahren übrigens ein schönes Geschenk zum Selberschenken: Sie dürfen die Punkte zählen.
Der Frühstückskalender
Vierundzwanzig kleine Gläser mit Aufstrichen, Marmeladen und Honig. Der Vorteil gegenüber einem Schokoladenkalender: Es wird nicht genascht, sondern gefrühstückt — und das jeden Morgen gemeinsam.
Der Kalender zum Selbstbefüllen
Ein leerer Kalender kostet zwischen zehn und dreißig Euro und ist jedes Jahr wiederverwendbar. Der Inhalt entscheidet, nicht die Hülle. Zwei Bauarten, die sich deutlich unterscheiden:
Was hineinkommt, ist die eigentliche Arbeit. Vierundzwanzigmal etwas zu finden, ist die Aufgabe, an der die meisten hängenbleiben — deshalb gibt es dafür eine eigene Liste: 24 Ideen zum Befüllen, acht davon kostenlos.
Der Rubbelkalender: täglich ein Satz statt eines Gegenstands
Vierundzwanzig Felder, die frei beschriftet und dann überrubbelt werden. Die Enkel schreiben hinein, warum sie ihre Großeltern mögen — und jeden Tag wird eines freigerubbelt. Unter zehn Euro, und wirkt stärker als jedes gekaufte Geschenk.
Ein Hinweis für kleine Enkel
Kinder, die noch nicht schreiben können, malen. Ein Bild in jedem Feld funktioniert genauso — und Oma rät jeden Tag, was es darstellt. Das ist oft der bessere Kalender.
Adventskalender für Opa
Bei Opa funktioniert die Auswahl fast immer über das, was er ohnehin gern tut. Drei Richtungen decken das meiste ab.
Werkzeug — für die Werkstatt
Hinter jedem Türchen ein Stück Werkzeug. Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Werkzeugkalender ist groß: Bei den günstigen liegt Spielzeug drin, das nach zwei Einsätzen kaputt ist. Auf den Hersteller achten.
Wer Opa beim Werken zusieht, weiß meist schon, was fehlt. Dann ist ein Kalender zum Selbstbefüllen mit gezielt ausgesuchten Teilen die bessere Lösung als ein fertiges Sortiment.
Bier, Wein oder Kaffee
Hinter jedem Türchen eine kleine Flasche zur Verkostung. Am Ende weiß Opa, welche Sorte er nachkauft — das ist der eigentliche Reiz.
Vor dem Kauf kurz nachdenken
Ist Opa Bier- oder Weinkenner? Trinkt er überhaupt Alkohol? Bei Medikamenten oder gesundheitlichen Gründen ist ein Alkoholkalender eine Verlegenheit statt einer Freude.
Die alkoholfreien Alternativen sind besser geworden: Kaffee, Espresso, Tee, Saft oder Gewürze funktionieren nach demselben Prinzip.
Für den besten Opa — Sprüche statt Dinge
Vierundzwanzig kleine Botschaften, Sprüche und Widmungen. Diese Kalender kosten wenig und treffen dafür etwas, das mit Gegenständen schwer zu treffen ist. Besonders geeignet, wenn Opa ohnehin alles hat.
Adventskalender für Oma
Bei Oma sind die Genusskalender die sichere Wahl — aber nicht die einzige. Wer weiß, was sie im Januar tut, findet oft etwas Besseres.
Tee, Gewürze, Feinkost
Der Kalender zum Kochen und Backen gibt es in vielen Ausführungen: getrocknete Kräuter, Gewürze, Tee, Feinkost. Gern werden auch Rezepte hinter die Türchen gelegt — dann wird die Vorweihnachtszeit zur Experimentierzeit in der Küche.
Häkeln: vierundzwanzig kleine Projekte
Für Omas, die häkeln — und für häkelinteressierte Opas und Enkelkinder. Diese Kalender sind Bücher mit vierundzwanzig kleinen Projekten: Figuren, Christbaumanhänger, Kleinigkeiten. Ein Grundlagenteil erklärt die Techniken, sodass auch Wiedereinsteiger zurechtkommen.
Garten: ein Kalender, der im Mai blüht
Saatgut-Adventskalender sind die stillste Idee auf dieser Seite. Vierundzwanzig Tütchen mit Blumen-, Kräuter- oder Gemüsesamen — im Dezember geöffnet, im März gesät, im Mai in der Blüte. Für Großeltern mit Garten oder Balkon das Türchen, das den Winter überdauert.
Für die beste Oma — Botschaften statt Dinge
Wie beim Opa-Kalender: vierundzwanzig kleine Widmungen und Sprüche. Zwei Varianten, die sich im Ton unterscheiden — die eine herzlich, die andere heiter.
Etwas Besonderes: Edelsteine und Heilsteine
Ein Kalendertyp, der in den letzten Jahren dazugekommen ist: Hinter jedem Türchen ein polierter Stein — Bergkristall, Rosenquarz, Amethyst. Am 24. Dezember liegt eine kleine Sammlung auf dem Tisch.
Ein ehrliches Wort dazu
Diese Kalender werden oft als „Heilsteine“ verkauft. Eine gesundheitliche Wirkung von Steinen ist nicht belegt — wer sie als Medizin versteht, wird enttäuscht.
Als Sammlung, als Schmuckmaterial oder einfach als schöne Gegenstände sind sie trotzdem ein gutes Geschenk. Und für Enkel, die Steine sammeln, ohnehin.
Fragen, die vor dem Kauf auftauchen
Ein Kalender für beide oder zwei getrennte?
Zwei getrennte sind doppelte Arbeit, aber klarer. Ein gemeinsamer funktioniert gut, wenn die Türchen abwechselnd gedacht sind und man das sieht — oder wenn der Kalender ohnehin für zwei gebaut ist, wie beim Advents-Duell.
Wann muss man bestellen?
Die guten Kalender sind im November vergriffen, besonders bei Werkzeug, Bier und Saatgut. Ende Oktober ist der letzte entspannte Zeitpunkt. Wer selbst befüllen will, sollte Anfang November anfangen.
Was kostet ein Adventskalender für Großeltern?
Sprüche- und Botschaftenkalender liegen unter fünfzehn Euro, Genusskalender zwischen fünfzehn und siebzig. Ein leerer Kalender kostet zehn bis dreißig Euro plus Inhalt — mit vielen kostenlosen Ideen bleibt man insgesamt unter dreißig.
Selbst basteln — wenn es persönlich werden soll
Ein selbst gebastelter Kalender ist fast immer das schönere Geschenk, weil man ihm ansieht, wer ihn gemacht hat. Möglich ist fast alles: Papiertüten mit aufgeklebten Zahlen, Säckchen aus Bastelfilz, kleine Schachteln aus Karton oder eine Obststiege als Rahmen.
Das Bastelbuch, mit dem die Enkel selbst loslegen
Der eleganteste Weg, wenn die Enkel den Kalender machen sollen: ein Buch, das genau dafür gebaut ist. Es enthält die Vorlagen zum Ausschneiden, die Zahlen und die Anleitung — das Kind braucht nur Schere und Klebestift.
Ein Nachmittag mit dem Enkelkind, an dessen Ende ein Geschenk für die Großeltern steht — das ist doppelt gewonnen.
Die häufigsten Fehler beim Selbermachen
Der erste: Die vierundzwanzig Türchen werden als lose Sammlung übergeben. Erst ein Korb, ein Schlitten oder eine Leine an der Wand macht daraus einen Kalender. Der zweite: Das Beste kommt an den 1. Dezember, danach wird es dünner. Besser gleichmäßig verteilen, mit den vier Sonntagen als Höhepunkte.
Vier Bauvarianten von zwanzig Minuten bis zum ganzen Nachmittag, mit Materialliste, stehen in Adventskalender selber machen. Wer eine Laubsäge hat, findet unter Adventskalender-Haus aus Sperrholz die haltbarste Variante — die einzige, mit der das Enkelkind danach noch spielen kann.
Häufige Fragen
Was schenkt man Oma und Opa im Adventskalender?
Am besten eine Mischung: ein paar Kleinigkeiten zum Verbrauchen, ein paar persönliche Türchen und drei oder vier größere für die Adventssonntage. Reine Schokoladenkalender sind bei älteren Menschen selten die richtige Wahl.
Gibt es einen Adventskalender für Oma und Opa gemeinsam?
Ja — am schönsten funktioniert das Advents-Duell, bei dem beide gegeneinander spielen. Auch Frühstücks- und Genusskalender eignen sich, weil ohnehin geteilt wird.
Adventskalender für Großeltern kaufen oder selbst befüllen?
Gekauft, wenn es schnell gehen muss. Selbst befüllt, wenn ein Abend Zeit da ist — dann wird es das Geschenk, von dem im Februar noch geredet wird.
Was kostet ein Adventskalender für Oma und Opa?
Sprüchekalender unter 15 Euro, Genusskalender 15 bis 70 Euro, leere Kalender 10 bis 30 Euro plus Inhalt.
Wann sollte man bestellen?
Ende Oktober. Werkzeug-, Bier- und Saatgutkalender sind die ersten, die ausverkauft sind.
Was, wenn Oma oder Opa nichts braucht?
Dann sind die kostenlosen Türchen die richtigen: Fotos mit einem Satz auf der Rückseite, Gutscheine für gemeinsame Zeit, Zeichnungen der Enkelkinder. „Nichts brauchen“ heißt fast immer, dass Dinge nicht mehr fehlen — Zeit dagegen schon.
Können die Enkel den Adventskalender selbst basteln?
Ja, und es gibt Bücher, die genau dafür gemacht sind — mit Vorlagen, Zahlen und Anleitung. Das Kind braucht dann nur Schere und Klebestift.
Sind Heilstein-Adventskalender sinnvoll?
Als Sammlung schöner Steine ja. Eine gesundheitliche Wirkung ist nicht belegt — wer sie als Medizin versteht, wird enttäuscht.
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Inhalt des Beitrages auf Richtigkeit überprüft am 22. August 2026.
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