Adventskalender für Oma und Opa auf dem Küchentisch, daneben Kaffee und Plätzchen
Jürgen Busch, Autor von grossvater.de – Schwarzweiß-Porträt mit gefalteten Händen

Beitrag von Jürgen Busch
AKTUALISIERT AM 22.08.2026 · 9 MIN. LESEZEIT · Kategorie: Geschenke · Newsletter anmelden
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Meist bekommen die Enkelkinder einen Adventskalender. Andersherum ist es seltener — und genau deshalb wirkt es. Ein Adventskalender für Oma und Opa ist eines der wenigen Geschenke, mit denen Enkel ihre Großeltern wirklich überraschen können.

Diese Seite sortiert die Möglichkeiten nach der Frage, die zuerst kommt: Für wen genau? Für beide zusammen, für Oma, für Opa. Danach: fertig kaufen, selbst befüllen oder selbst basteln.

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Sechs passende Ideen für Oma und Opa zu Weihnachten — aus rund 40 Beiträgen, dazu Ideen zum Selbermachen und zum Zeitschenken.

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Der Überblick: was zu wem passt

Für wen Was sich bewährt hat Preis
Beide zusammen Advents-Duell zum Mitmachen, Kalender zum Selbstbefüllen, Rubbelkalender, Frühstückskalender 8 bis 30 €
Speziell für Opa Werkzeug, Bier, Sprüchekalender für den besten Opa 15 bis 60 €
Speziell für Oma Tee, Feinkost, Häkeln, Garten, Botschaftenkalender 13 bis 70 €
Etwas Besonderes Edelsteine, personalisierte Fotokalender 20 bis 30 €
Selbst gebastelt Bastelbuch für Enkel, Papiertüten, Stoffsäckchen unter 16 € plus Inhalt

Die Entscheidung, die alles andere bestimmt

Fertig gekauft oder selbst gemacht? Ein gekaufter Kalender ist in fünf Minuten bestellt und sieht gut aus. Ein selbst befüllter kostet einen Abend Arbeit — und ist das Geschenk, von dem im Februar noch geredet wird.

Wer wenig Zeit hat, kauft einen guten fertigen. Wer etwas Zeit hat, kauft einen leeren und füllt ihn selbst. Beides ist richtig, nur die Erwartung sollte dazu passen.

Adventskalender für Großeltern: für beide zusammen

Wenn Oma und Opa zusammen wohnen, ist ein gemeinsamer Kalender der naheliegende Weg — vorausgesetzt, es ist klar, wer welches Türchen öffnen darf. Am elegantesten lösen das die Kalender, bei denen beide gleichzeitig dran sind.

Das Advents-Duell: Oma gegen Opa

Die originellste Idee in diesem ganzen Feld — und die einzige, bei der der Kalender selbst zum Spiel wird. Hinter jedem Türchen steckt eine Aufgabe oder eine Frage, die beide gegeneinander lösen. Wer im Dezember ohnehin viel zu zweit ist, hat vierundzwanzig Abende lang etwas vor.

Advents-Duell Oma gegen Opa*
Vierundzwanzig Aufgaben und Fragen zum Gegeneinander-Spielen. Braucht keine Vorbereitung und keinen Platz — und am 24. gibt es einen Sieger.

Für Enkel ab etwa acht Jahren übrigens ein schönes Geschenk zum Selberschenken: Sie dürfen die Punkte zählen.

Der Frühstückskalender

Vierundzwanzig kleine Gläser mit Aufstrichen, Marmeladen und Honig. Der Vorteil gegenüber einem Schokoladenkalender: Es wird nicht genascht, sondern gefrühstückt — und das jeden Morgen gemeinsam.

Frühstücks-Adventskalender*
Vierundzwanzig Aufstriche in Probiergröße, Ausgabe 2026. Wird am Frühstückstisch geöffnet statt am Abend — das verändert den ganzen Tagesablauf im Dezember.

Der Kalender zum Selbstbefüllen

Ein leerer Kalender kostet zwischen zehn und dreißig Euro und ist jedes Jahr wiederverwendbar. Der Inhalt entscheidet, nicht die Hülle. Zwei Bauarten, die sich deutlich unterscheiden:

Angebot
Samtbeutel an der Kordel*
Vierundzwanzig kleine Beutel an einer Schnur. Für Kleinigkeiten bis Handgröße — Tee, Schokolade, Zettel, Schmuck.
Stofftaschen zum Aufhängen*
Deutlich größer geschnitten. Hier passen auch ein Buch, ein Paar Socken oder eine Tasse hinein. Braucht dafür eine freie Wand.

Was hineinkommt, ist die eigentliche Arbeit. Vierundzwanzigmal etwas zu finden, ist die Aufgabe, an der die meisten hängenbleiben — deshalb gibt es dafür eine eigene Liste: 24 Ideen zum Befüllen, acht davon kostenlos.

Der Rubbelkalender: täglich ein Satz statt eines Gegenstands

Vierundzwanzig Felder, die frei beschriftet und dann überrubbelt werden. Die Enkel schreiben hinein, warum sie ihre Großeltern mögen — und jeden Tag wird eines freigerubbelt. Unter zehn Euro, und wirkt stärker als jedes gekaufte Geschenk.

Rubbelkalender zum Beschriften*
Vierundzwanzig Blankofelder mit Rubbelstickern. In einem Bilderrahmen überreicht wird daraus ein Geschenk, das hängen bleibt.

Ein Hinweis für kleine Enkel

Kinder, die noch nicht schreiben können, malen. Ein Bild in jedem Feld funktioniert genauso — und Oma rät jeden Tag, was es darstellt. Das ist oft der bessere Kalender.

Adventskalender für Opa

Bei Opa funktioniert die Auswahl fast immer über das, was er ohnehin gern tut. Drei Richtungen decken das meiste ab.

Werkzeug — für die Werkstatt

Hinter jedem Türchen ein Stück Werkzeug. Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Werkzeugkalender ist groß: Bei den günstigen liegt Spielzeug drin, das nach zwei Einsätzen kaputt ist. Auf den Hersteller achten.

Werkzeug-Adventskalender*
Der Klassiker unter den Werkzeugkalendern. Hinter jedem Türchen ein Stück, das in der Werkstatt tatsächlich gebraucht wird — kein Spielzeug.

Wer Opa beim Werken zusieht, weiß meist schon, was fehlt. Dann ist ein Kalender zum Selbstbefüllen mit gezielt ausgesuchten Teilen die bessere Lösung als ein fertiges Sortiment.

Bier, Wein oder Kaffee

Hinter jedem Türchen eine kleine Flasche zur Verkostung. Am Ende weiß Opa, welche Sorte er nachkauft — das ist der eigentliche Reiz.

Bier-Adventskalender*
Vierundzwanzig Biere aus aller Welt, in einer Geschenkbox. Ein Türchen am Abend, und im Januar weiß Opa, welche Sorte er nachkauft.

Vor dem Kauf kurz nachdenken

Ist Opa Bier- oder Weinkenner? Trinkt er überhaupt Alkohol? Bei Medikamenten oder gesundheitlichen Gründen ist ein Alkoholkalender eine Verlegenheit statt einer Freude.

Die alkoholfreien Alternativen sind besser geworden: Kaffee, Espresso, Tee, Saft oder Gewürze funktionieren nach demselben Prinzip.

Für den besten Opa — Sprüche statt Dinge

Vierundzwanzig kleine Botschaften, Sprüche und Widmungen. Diese Kalender kosten wenig und treffen dafür etwas, das mit Gegenständen schwer zu treffen ist. Besonders geeignet, wenn Opa ohnehin alles hat.

Sprüchekalender für den besten Opa*
Vierundzwanzig liebevolle Sprüche, einer für jeden Tag. Unter fünfzehn Euro und ohne jeden Platzbedarf.

Adventskalender für Oma

Bei Oma sind die Genusskalender die sichere Wahl — aber nicht die einzige. Wer weiß, was sie im Januar tut, findet oft etwas Besseres.

Tee, Gewürze, Feinkost

Der Kalender zum Kochen und Backen gibt es in vielen Ausführungen: getrocknete Kräuter, Gewürze, Tee, Feinkost. Gern werden auch Rezepte hinter die Türchen gelegt — dann wird die Vorweihnachtszeit zur Experimentierzeit in der Küche.

Tee-Adventskalender*
Vierundzwanzig Tage, achtundvierzig Beutel — also zwei je Tag, damit man teilen kann. Der günstigste unter den Genusskalendern.
Feinkost-Adventskalender*
Vegan und ohne Alkohol, dadurch für fast jeden geeignet. Der teuerste hier, aber als Hauptgeschenk gedacht.

Häkeln: vierundzwanzig kleine Projekte

Für Omas, die häkeln — und für häkelinteressierte Opas und Enkelkinder. Diese Kalender sind Bücher mit vierundzwanzig kleinen Projekten: Figuren, Christbaumanhänger, Kleinigkeiten. Ein Grundlagenteil erklärt die Techniken, sodass auch Wiedereinsteiger zurechtkommen.

Der Häkel-Adventskalender*
Vierundzwanzig Projekte im Hygge-Stil, mit Grundlagenteil. Der Vorteil: Am 24. Dezember ist nichts aufgegessen, sondern vierundzwanzig Dinge sind entstanden.

Garten: ein Kalender, der im Mai blüht

Saatgut-Adventskalender sind die stillste Idee auf dieser Seite. Vierundzwanzig Tütchen mit Blumen-, Kräuter- oder Gemüsesamen — im Dezember geöffnet, im März gesät, im Mai in der Blüte. Für Großeltern mit Garten oder Balkon das Türchen, das den Winter überdauert.

Saatgut-Adventskalender*
Historische Sorten, Ausgabe 2026. Wer im Januar schon überlegt, was im Beet passiert, hat mit diesem Kalender vierundzwanzig Antworten.

Für die beste Oma — Botschaften statt Dinge

Wie beim Opa-Kalender: vierundzwanzig kleine Widmungen und Sprüche. Zwei Varianten, die sich im Ton unterscheiden — die eine herzlich, die andere heiter.

Der Gute-Laune-Kalender für Oma*
Vierundzwanzig Tage Spaß, eher heiter als rührend. Der günstigste Kalender auf dieser Seite.
Botschaften für Oma*
Vierundzwanzig liebevolle Botschaften. Achtung: Das ist die Ausgabe 2024 — inhaltlich zeitlos, aber die Jahreszahl steht drauf.

Etwas Besonderes: Edelsteine und Heilsteine

Ein Kalendertyp, der in den letzten Jahren dazugekommen ist: Hinter jedem Türchen ein polierter Stein — Bergkristall, Rosenquarz, Amethyst. Am 24. Dezember liegt eine kleine Sammlung auf dem Tisch.

Edelstein-Adventskalender*
Vierundzwanzig polierte Steine mit Beschreibung. Schön als Sammlung und als Anlass, jeden Tag etwas Neues in die Hand zu nehmen.

Ein ehrliches Wort dazu

Diese Kalender werden oft als „Heilsteine“ verkauft. Eine gesundheitliche Wirkung von Steinen ist nicht belegt — wer sie als Medizin versteht, wird enttäuscht.

Als Sammlung, als Schmuckmaterial oder einfach als schöne Gegenstände sind sie trotzdem ein gutes Geschenk. Und für Enkel, die Steine sammeln, ohnehin.

Fragen, die vor dem Kauf auftauchen

Ein Kalender für beide oder zwei getrennte?

Zwei getrennte sind doppelte Arbeit, aber klarer. Ein gemeinsamer funktioniert gut, wenn die Türchen abwechselnd gedacht sind und man das sieht — oder wenn der Kalender ohnehin für zwei gebaut ist, wie beim Advents-Duell.

Wann muss man bestellen?

Die guten Kalender sind im November vergriffen, besonders bei Werkzeug, Bier und Saatgut. Ende Oktober ist der letzte entspannte Zeitpunkt. Wer selbst befüllen will, sollte Anfang November anfangen.

Was kostet ein Adventskalender für Großeltern?

Sprüche- und Botschaftenkalender liegen unter fünfzehn Euro, Genusskalender zwischen fünfzehn und siebzig. Ein leerer Kalender kostet zehn bis dreißig Euro plus Inhalt — mit vielen kostenlosen Ideen bleibt man insgesamt unter dreißig.

Selbst basteln — wenn es persönlich werden soll

Ein selbst gebastelter Kalender ist fast immer das schönere Geschenk, weil man ihm ansieht, wer ihn gemacht hat. Möglich ist fast alles: Papiertüten mit aufgeklebten Zahlen, Säckchen aus Bastelfilz, kleine Schachteln aus Karton oder eine Obststiege als Rahmen.

Das Bastelbuch, mit dem die Enkel selbst loslegen

Der eleganteste Weg, wenn die Enkel den Kalender machen sollen: ein Buch, das genau dafür gebaut ist. Es enthält die Vorlagen zum Ausschneiden, die Zahlen und die Anleitung — das Kind braucht nur Schere und Klebestift.

Bastelbuch: Enkel basteln für Oma und Opa*
Vorlagen, Zahlen und Anleitung in einem Band. Gedacht dafür, dass das Enkelkind es selbst macht — mit so wenig Hilfe wie möglich.

Ein Nachmittag mit dem Enkelkind, an dessen Ende ein Geschenk für die Großeltern steht — das ist doppelt gewonnen.

Die häufigsten Fehler beim Selbermachen

Der erste: Die vierundzwanzig Türchen werden als lose Sammlung übergeben. Erst ein Korb, ein Schlitten oder eine Leine an der Wand macht daraus einen Kalender. Der zweite: Das Beste kommt an den 1. Dezember, danach wird es dünner. Besser gleichmäßig verteilen, mit den vier Sonntagen als Höhepunkte.

Vier Bauvarianten von zwanzig Minuten bis zum ganzen Nachmittag, mit Materialliste, stehen in Adventskalender selber machen. Wer eine Laubsäge hat, findet unter Adventskalender-Haus aus Sperrholz die haltbarste Variante — die einzige, mit der das Enkelkind danach noch spielen kann.

Häufige Fragen

Was schenkt man Oma und Opa im Adventskalender?

Am besten eine Mischung: ein paar Kleinigkeiten zum Verbrauchen, ein paar persönliche Türchen und drei oder vier größere für die Adventssonntage. Reine Schokoladenkalender sind bei älteren Menschen selten die richtige Wahl.

Gibt es einen Adventskalender für Oma und Opa gemeinsam?

Ja — am schönsten funktioniert das Advents-Duell, bei dem beide gegeneinander spielen. Auch Frühstücks- und Genusskalender eignen sich, weil ohnehin geteilt wird.

Adventskalender für Großeltern kaufen oder selbst befüllen?

Gekauft, wenn es schnell gehen muss. Selbst befüllt, wenn ein Abend Zeit da ist — dann wird es das Geschenk, von dem im Februar noch geredet wird.

Was kostet ein Adventskalender für Oma und Opa?

Sprüchekalender unter 15 Euro, Genusskalender 15 bis 70 Euro, leere Kalender 10 bis 30 Euro plus Inhalt.

Wann sollte man bestellen?

Ende Oktober. Werkzeug-, Bier- und Saatgutkalender sind die ersten, die ausverkauft sind.

Was, wenn Oma oder Opa nichts braucht?

Dann sind die kostenlosen Türchen die richtigen: Fotos mit einem Satz auf der Rückseite, Gutscheine für gemeinsame Zeit, Zeichnungen der Enkelkinder. „Nichts brauchen“ heißt fast immer, dass Dinge nicht mehr fehlen — Zeit dagegen schon.

Können die Enkel den Adventskalender selbst basteln?

Ja, und es gibt Bücher, die genau dafür gemacht sind — mit Vorlagen, Zahlen und Anleitung. Das Kind braucht dann nur Schere und Klebestift.

Sind Heilstein-Adventskalender sinnvoll?

Als Sammlung schöner Steine ja. Eine gesundheitliche Wirkung ist nicht belegt — wer sie als Medizin versteht, wird enttäuscht.

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Inhalt des Beitrages auf Richtigkeit überprüft am 22. August 2026.


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