Großvater hält per Videoanruf Kontakt zu seinen Enkelkindern

Die akute Corona-Zeit ist vorbei – das Virus ist geblieben, aber beherrschbar geworden. Hier blicken wir zurück und nach vorn: Was hat uns die Pandemie gelehrt, und wie bleiben Großeltern und Familie für die Zukunft gut vorbereitet?

*Werbung: Dieser Beitrag enthält einen Affiliate-Link (Amazon). Kaufst Du darüber ein, erhalte ich eine kleine Provision. Für Dich ändert sich der Preis nicht.

Jürgen Busch

Beitrag von Jürgen Busch
AKTUALISIERT AM 22.06.2026 · 11 MIN. LESEZEIT
FacebookInstagramPinterest

🤝 Kontaktverbot mit den Großeltern

Kontaktverbot für die Großeltern

Wie schmerzhaft war das Kontaktverbot für Großeltern und Enkel! Sie mussten Wege finden, dennoch miteinander in Verbindung zu bleiben. Das hatte durchaus positive Seiten, denn viele Großeltern sind heute fit im Umgang mit dem Smartphone und unterhalten sich per Videotelefonie, wenn sich die Familie einige Tage lang nicht persönlich treffen kann.

📔 Corona-Tagebuch

Corona-Tagebuch

Opa musste sich wegen des Corona-Virus in Quarantäne begeben. Das Tagebuch wurde in dieser Zeit geführt und gibt einen Einblick in den Alltag sowie in die damit verbundenen Emotionen. Wie kann mit einer bis dahin völlig unbekannten Situation umgegangen werden? Welche Gedanken kommen einem, wie lässt sich der Einsamkeit begegnen?

📱 Kontakthalten mit den Großeltern

Kontakthalten Großeltern und Enkel

Das Kontaktverbot machte die Suche nach Wegen nötig, wie der Kontakt zu den Enkelkindern dennoch gehalten werden konnte. Videochats über Skype und WhatsApp waren gute Lösungen. Vor einem Bildschirm wurden Kuchen und Plätzchen gebacken, es wurden wieder Briefe geschrieben und Päckchen verschickt. Wir haben viele nützliche Tipps dazu gesammelt – sie helfen auch heute noch, Nähe über die Distanz zu schaffen.

Kleine Überraschungen von beiden Seiten

Es geht nicht um die großen Geschenke, sondern um die täglichen kleinen Überraschungen, die die ersehnte Nähe aufrechterhalten. Schreibe deinem Enkelchen doch einfach eine Postkarte mit kleinen Anekdoten aus deinem Leben. Vielleicht baust du daraus eine fortlaufende Geschichte, von der du täglich ein paar „Häppchen“ schickst – etwa aus deiner eigenen Kinder- und Schulzeit, dafür interessiert sich dein Enkel garantiert.

Ist dein Enkel noch kleiner, sind solche Ideen weniger geeignet. Dann freut er sich über eine kleine Überraschung per Päckchen. Die Post holt Pakete auf Wunsch auch zu Hause ab, oder du bestellst online und lässt eine Kleinigkeit direkt zum Enkel schicken.

Großvater fertigt kleine Videos an

Kleine Videos gehören für viele Großeltern längst zum Alltag dazu. Doch bewegte Bilder lassen sich noch ganz anders nutzen: Hast du noch alte Videos von dir selbst in früheren Jahren oder von der Mama bzw. dem Papa deines Enkelkindes, ist jetzt die Zeit, diese zu digitalisieren. Dein Enkel lernt dich und seine Eltern so von einer neuen Seite kennen. Magst du es lieber analog, fertige einfach ein Fotoalbum an und schicke es deinem Enkelchen.

Gemeinsame Rituale über den Bildschirm

Telefoniert regelmäßig, macht Gruppen-Videochats (etwa über WhatsApp, FaceTime oder Zoom) und erzählt euch Kleinigkeiten – mehr dazu im digitalen Wissen für Senioren. Achte darauf, dass die positiven Dinge überwiegen: Ein Gespräch mit dem Enkelkind soll aufmuntern, nicht noch mehr Sehnsucht erzeugen. Vielleicht ist ein festes Ritual etwas für euch beide – eine gemeinsame Märchenstunde am Abend, zusammen Musik hören oder einen Turm bauen, jeder bei sich zu Hause.

Enkelkinder haben ein Kontaktbedürfnis zu Opa und Oma

Das Bedürfnis nach Nähe gilt in beide Richtungen – gerade Kinder, die es gewohnt waren, regelmäßig bei den Großeltern zu sein, vermissen Oma und Opa sehr. Eine schöne Idee: Enkelkinder geben ihren Großeltern kleine Aufträge. Soll der Opa ein neues Bücherregal bauen? Oder die Oma endlich ihre Rezepte aufschreiben, damit ihr sie nachkochen könnt? Näh- und Bastelarbeiten sind besonders beliebt – sie halten Oma und Opa auf Trab und schaffen Vorfreude auf das nächste Wiedersehen.

🧘 Stressabbau in Coronazeiten

Corona-Tipp Stressabbau bei Opa und Oma

Corona bedeutete für viele Großeltern jede Menge Stress: Kontaktverbote und Sorgen um die Zukunft waren allgegenw-ärtig. Wir haben hier die besten Tipps zum Stressabbau gesammelt. Viele dieser Übungen helfen auch heute noch dabei, den Alltagsstress in Grenzen zu halten.

Warum Nähe so wichtig ist

Der Mensch ist ein soziales Wesen – körperliche Nähe und Kontakt zu anderen sind Grundlage für ein gesundes Seelenleben. In der Pandemie war das über lange Strecken kaum möglich. Fachleute haben früh darauf hingewiesen, dass die soziale Isolation seelisch belastet – und dass besonders Menschen, die ohnehin zu depressiven Verstimmungen neigen, darunter leiden. Wer das bei sich oder Angehörigen bemerkt, sollte frühzeitig das Gespräch suchen und sich Unterstützung holen.

Unsere 10 Tipps zum Stressabbau

  • Tipp 1: keine exzessive Mediennutzung, regelmäßige Nachrichten-Pausen einlegen
  • Tipp 2: sich nicht auf die Dinge konzentrieren, die sich nicht ändern lassen
  • Tipp 3: auf sich selbst achten und geeignete Vorsichtsmaßnahmen ergreifen
  • Tipp 4: eigene Routinen entwickeln
  • Tipp 5: Kontakt zu den Menschen im eigenen Umfeld halten
  • Tipp 6: bedenken, dass es sich um eine vorübergehende Situation handelt
  • Tipp 7: Emotionen zulassen
  • Tipp 8: aktive Entspannung durch Meditation oder Yoga suchen
  • Tipp 9: Sport an der frischen Luft tut Körper und Seele gut
  • Tipp 10: rechtzeitig psychologische Hilfe in Anspruch nehmen

🧑 Psychische Belastung bei Kindern erkennen

Anzeichen psychischer Belastung bei Kindern

Kontaktbeschränkungen und Lockdowns führten viele Kinder in die soziale Isolation – das traf gerade die Jüngsten hart. Eltern und Großeltern waren gefragt, erste Anzeichen einer seelischen Belastung zu erkennen. Wichtig: Eine Beobachtung ist noch keine Diagnose. Zeigen sich Auffälligkeiten über längere Zeit, ist der Kinder- und Jugendarzt die richtige Anlaufstelle.

Worauf man achten kann

Während der Pandemie gaben in einer Studie rund 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen an, sich psychisch belastet zu fühlen. Meist zeigen sich unspezifische Anzeichen, die sich keiner klaren Erkrankung zuordnen lassen. Manche Kinder werden vermehrt ängstlich, schlafen schlecht oder klagen über Albträume. Andere werden besonders anhänglich, wieder andere gereizt oder aggressiv gegenüber den Geschwistern. Auch Zwangshandlungen wie häufiges Händewaschen oder ein Rückfall in kleinkindliche Verhaltensweisen kommen vor.

Wie ein Kind reagiert, hängt von Alter, sozialer Situation und Charakter ab: Ein Einzelkind, das lange isoliert ist, hat es oft schwerer als ein Kind mit Geschwistern. Wenn Symptome anhalten oder das Kind stark belastet wirken, scheue dich nicht, fachlichen Rat einzuholen – je früher, desto besser.

💉 Corona-Impfung der Kinder

Corona-Impfung der Kinder

Kaum ein Thema wurde so kontrovers diskutiert wie die Impfung für Kinder. Sie beschäftigte viele Eltern und Großeltern und führte zu intensiven Familiengesprächen. Für die individuelle Entscheidung gilt heute wie damals: Die aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und das persönliche Gespräch mit dem Kinderarzt sind die beste Grundlage.

🥚 Virtuelles Ostern in der Familie

Ostertreffen der Familie virtuell

Das Osterfest getrennt von den lieben Enkeln zu verbringen, war für viele Großeltern eine besondere Belastung. So fand das Familientreffen von Großeltern, Kindern und Enkelkindern eben über Videotelefonie oder draußen im Freien statt – eine Idee, die sich auch für weit entfernte Familien lohnt.

🛡️ Vorbereitet auf die nächste Epidemie

Corona ist endemisch geworden – es kehrt in saisonalen Wellen wieder und bleibt vor allem für ältere und vorerkrankte Menschen ernst. Spannender ist heute die Frage: Wie bleiben Großeltern und Familie für die nächste Krankheitswelle gut gerüstet? Fachleute beobachten derzeit besonders die Vogelgrippe H5N1, die inzwischen auch Säugetiere infiziert, sowie weitere Erreger wie Mpox. Niemand muss deshalb in Panik geraten – aber etwas Vorsorge schadet nie.

Impfschutz aktuell halten – das Wirksamste

Gerade für die Generation 60 plus lohnt der Blick in den Impfpass. Diese Punkte solltest du bei deinem Hausarzt durchgehen – vieles lässt sich in einem Termin erledigen:

  • Grippe: für alle ab 60 jährlich, mit Hochdosis- oder adjuvantiertem Impfstoff
  • Pneumokokken (Lungenentzündung): einmalig ab 60
  • RSV: Standard ab 75, für 60- bis 74-Jährige mit Grunderkrankung als Indikationsimpfung
  • COVID-19: Auffrischung weiterhin für Ältere und Risikogruppen, meist im Herbst
  • Gürtelrose (Herpes zoster): empfohlen ab 60

Welche Impfungen für dich persönlich sinnvoll sind, klärst du am besten direkt mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt.

Die einfachen Dinge, die immer helfen

  • Kleiner Grundvorrat (kein Hamstern): haltbare Lebensmittel für rund zehn Tage, wichtige Medikamente, FFP2-Masken, Selbsttests, Fieberthermometer
  • Hygiene-Basics: Händewaschen, regelmäßig lüften, bei Atemwegssymptomen etwas Abstand zu den Enkeln
  • Digitale Brücken vorab bauen: Videotelefonie einrichten und im Alltag nutzen, bevor eine Krise kommt – dann ist der Kontakt sofort da
  • Absprachen in der Familie: Wer kauft ein, wer hilft, wer holt Medikamente? Und ganz allgemein im Alter sinnvoll: Vollmacht und Patientenverfügung aktuell halten

Long COVID und Spätfolgen im Blick behalten

Auch nach einem milden Verlauf können Beschwerden wie anhaltende Erschöpfung, Konzentrations- oder Atemprobleme über Wochen bestehen bleiben. Wenn so etwas nach einer Infektion zurückbleibt, gilt: nicht aussitzen, sondern ärztlich abklären lassen. Das Gleiche zählt für seelische Spätfolgen bei Kindern – lieber einmal mehr zum Kinderarzt als zu lange abwarten.

❓ Häufige Fragen rund um Corona

Ist die Corona-Pandemie vorbei?

Die akute Pandemie ist beendet, das Virus aber nicht verschwunden. Corona ist endemisch geworden und kehrt in saisonalen Wellen wieder. Für gesunde Menschen verläuft eine Infektion meist mild, für ältere und vorerkrankte Menschen bleibt sie jedoch ernst zu nehmen.

Welche Impfungen sind für Großeltern jetzt wichtig?

Für die Generation 60 plus empfiehlt die STIKO unter anderem die jährliche Grippeimpfung (Hochdosis bzw. adjuvantiert), die einmalige Pneumokokken-Impfung ab 60, die RSV-Impfung ab 75 (bzw. mit Grunderkrankung ab 60), die COVID-Auffrischung für Risikogruppen sowie die Gürtelrose-Impfung. Welche Impfungen für dich passen, klärst du am besten mit deinem Hausarzt.

Wie kann sich die Familie auf eine neue Epidemie vorbereiten?

Am wichtigsten ist ein aktueller Impfschutz. Dazu helfen ein kleiner Grundvorrat (Lebensmittel, Medikamente, Masken, Selbsttests), die einfachen Hygieneregeln, frühzeitig eingerichtete Videotelefonie für den Kontakt über Distanz sowie klare Absprachen in der Familie, wer im Ernstfall einkauft oder hilft.

Was ist Long COVID?

Als Long oder Post COVID bezeichnet man Beschwerden, die nach einer Corona-Infektion über Wochen oder Monate anhalten – etwa Erschöpfung, Konzentrations- oder Atemprobleme. Das kann auch nach mildem Verlauf auftreten. Halten Symptome an, sollte man sie ärztlich abklären lassen.

Wie halte ich in einer Krise Kontakt zu den Enkeln?

Über Videochats (etwa WhatsApp, FaceTime oder Zoom), regelmäßige Telefonate, Briefe und kleine Päckchen sowie gemeinsame Rituale wie eine Märchenstunde am Abend. Wer die Technik schon vorher einrichtet und ausprobiert, hat im Ernstfall sofort eine Verbindung.

💡 MEHR FÜR GROSSELTERN

Das passt dazu

📱

Digitales Wissen für Senioren

Videochat, WhatsApp & Co. einfach erklärt.

Zum Digital-Bereich →

🧘

Sport & Bewegung im Alter

Fit und ausgeglichen bleiben – auch zu Hause.

Zu den Sport-Tipps →

👶

Nähe zu den Enkeln

Ideen, wie ihr verbunden bleibt – auch über Distanz.

Zu den Enkel-Ideen →

Bleib in Kontakt mit Opa Jürgen

Tipps für Großeltern, Bastelideen und Wissenswertes für die ganze Familie – folge mir gern:

Aus dem Themenbereich: Corona

Inhalt des Beitrages auf Richtigkeit überprüft am 22. Juni 2026.