

Symbolbild, mit KI erstellt. Ein Würfel, ein paar Zettel, ein Bleistift — mehr braucht der Nachmittag zwischen Bescherung und Abendbrot nicht.
Was sind gute Weihnachtsspiele? Weihnachtsspiele sind Gesellschaftsspiele für gemischte Altersgruppen, die ohne Vorbereitung und ohne gekauftes Material auskommen. Sie müssen zwei Bedingungen erfüllen, die sonst kein Spiel erfüllen muss: Ein Vierjähriger und eine Achtzigjährige spielen mit — und niemand hat vorher etwas besorgt.
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⏱ 4:40 Min.🤖 KI-Stimme
⚡ Familien-Helfer
📱 Beitrag an die Familie schickenEs gibt diesen Moment am ersten Feiertag, so gegen halb vier. Das Essen ist vorbei, die Geschenke sind ausgepackt, draußen ist es schon fast dunkel, und im Raum sitzen neun Leute zwischen vier und achtzig herum. Irgendjemand sagt: „Wir könnten was spielen.“ Und dann passiert nichts, weil niemand weiß, was.
Für diesen Moment ist diese Seite geschrieben. Kein einziges der Spiele hier muss gekauft werden, und keines braucht mehr als das, was ohnehin in der Wohnung liegt: Papier, ein Stift, ein Würfel, ein Teller, eine Zeitung.
Fast alle Spielesammlungen setzen voraus, dass die Runde ungefähr gleich alt ist. An Weihnachten ist sie das nie. Deshalb steht bei jedem Spiel dabei, was man ändern muss, damit die Kleinsten und die Ältesten mitkommen — das ist der Teil, der anderswo fehlt.
Auf dieser Seite
Drei Spiele, die sofort gehen
Wenn Du diese Seite gerade auf dem Telefon geöffnet hast und die Runde wartet: Diese drei brauchen null Vorbereitung und funktionieren in jeder Zusammensetzung.
Die wichtigste Regel des Nachmittags: Wer nicht mitspielen will, spielt nicht mit — und wird nicht überredet. Eine Runde mit sechs Freiwilligen ist besser als eine mit neun, von denen drei nur dasitzen und warten, dass es vorbei ist.
Zum Hinlegen
Alle zwölf Spiele auf zwei Seiten
Eine Tabelle mit Alter, Personenzahl, Dauer und Material, dazu der Kniff bei jedem Spiel und Platz für eigene Notizen. Ausdrucken, auf den Tisch legen, fertig — dann muss niemand am Nachmittag ein Telefon suchen.
Ganz ohne Material
Diese Spiele brauchen nichts außer den Leuten im Raum. Sie sind die verlässlichsten, weil nichts fehlen kann.
Spiel 1
Weihnachtslieder summen
ab 4 Jahren · 3 bis 12 Personen · 10 bis 20 Minuten · kein Material
Einer summt ein Weihnachtslied, ohne Worte. Wer es zuerst errät, summt als Nächster. Wer nicht summen mag, klopft den Rhythmus auf den Tisch.
Der Kniff: Für die Kleinen vorher gemeinsam drei Lieder festlegen, aus denen gesummt wird. Sonst raten sie ins Leere und verlieren nach zwei Runden die Lust.
Spiel 2
Ich packe meinen Weihnachtskoffer
ab 4 Jahren · 3 bis 10 Personen · 10 Minuten · kein Material
Reihum: „Ich packe meinen Weihnachtskoffer und nehme mit … einen Tannenzapfen.“ Der Nächste wiederholt alles und hängt etwas an. Wer stecken bleibt, sagt einfach „Hilfe“ — dann darf die Runde soufflieren.
Der Kniff: Das ist das einzige Spiel, bei dem die Ältesten den Jüngsten regelmäßig überlegen sind. Genau deshalb gehört es an einen frühen Platz im Nachmittag.
Spiel 3
Wer bin ich?
ab 6 Jahren · 4 bis 12 Personen · 20 Minuten · Zettel und Klebeband, notfalls nur gemerkte Namen
Jeder bekommt einen Namen auf die Stirn geklebt, den er selbst nicht sieht — an Weihnachten gern aus dem Fest: Christkind, Rentier, Nussknacker, der Onkel, der immer zu spät kommt. Man darf nur Fragen stellen, auf die es Ja oder Nein gibt.
Der Kniff: Für Kinder Begriffe wählen, die sie kennen, und ihnen erlauben, zwei Fragen hintereinander zu stellen. Der Vorsprung gleicht aus, dass sie schlechter fragen.
Spiel 4
Zwei Wahrheiten, eine Lüge
ab 8 Jahren · 4 bis 10 Personen · 20 bis 30 Minuten · kein Material
Jeder erzählt drei Weihnachtserinnerungen aus dem eigenen Leben. Zwei sind wahr, eine ist erfunden. Die Runde stimmt ab.
Der Kniff: Das ist heimlich das beste Spiel dieser Seite. Es funktioniert als Spiel — und nebenbei erzählen die Großeltern Geschichten, die sonst nie zur Sprache kämen. Man sollte es nicht zu früh am Nachmittag spielen; es braucht Ruhe.
Spiel 5
Pantomime
ab 5 Jahren · 4 bis 12 Personen · 15 Minuten · kein Material
Einer stellt einen Begriff ohne Worte dar, die anderen raten. Weihnachtlich wird es durch die Begriffe: Baum schmücken, Braten anschneiden, Geschenkpapier zerreißen, Schlitten ziehen, Kerze auspusten.
Der Kniff: Wer nicht aufstehen mag, darf im Sitzen darstellen — nur mit Händen und Gesicht. Das ist schwerer und oft lustiger.
Mit Papier und Stift
Ein Block und ein paar Stifte reichen. Für diese Gruppe lohnt es sich, vor dem Fest zehn Blatt und fünf Stifte in eine Schublade zu legen — das ist die ganze Vorbereitung, die diese Seite verlangt.
Spiel 6
Stadt, Land, Weihnachten
ab 8 Jahren · 3 bis 8 Personen · 20 Minuten · Papier und Stift
Wie Stadt-Land-Fluss, aber mit weihnachtlichen Spalten: Plätzchensorte, Weihnachtslied, etwas unter dem Baum, Essen an den Feiertagen, Geschenk, das niemand will. Ein Buchstabe, alle schreiben, der Erste ruft Stopp.
Der Kniff: Kinder, die noch nicht schreiben, bekommen einen Erwachsenen als Schreiber — aber sie sagen an, nicht der Erwachsene. Wer schreibt, denkt nicht mit.
Spiel 7
Das Familienquiz
ab 6 Jahren · 4 bis 12 Personen · 30 Minuten · Papier und Stift
Zehn Fragen über die eigene Familie: In welchem Jahr sind Oma und Opa umgezogen? Wie hieß der erste Hund? Wer hat einmal den Baum umgeworfen? Jeder schreibt seine Antworten auf, aufgelöst wird gemeinsam.
Der Kniff: Die Fragen stellt der Älteste, nicht der Organisator. Und man sollte drei leichte Fragen für die Kinder einbauen, sonst gewinnen sie nie.
Spiel 8
Weihnachtsgalgen
ab 7 Jahren · 2 bis 6 Personen · 10 Minuten · Papier und Stift
Galgenmännchen, aber statt des Galgens wird ein Tannenbaum gezeichnet — Stamm, drei Äste, Kugeln, Stern. Gesucht werden weihnachtliche Wörter.
Der Kniff: Der gezeichnete Baum statt des Galgens ist kein Beiwerk. Mit kleinen Kindern will man nicht erklären müssen, was ein Galgen ist.
Im Sitzen — für alle, die nicht aufstehen mögen
Ein Teil der Runde bleibt lieber sitzen. Das ist kein Grund, nicht mitzuspielen, sondern eine eigene Kategorie.
Spiel 9
Der Teller
ab 4 Jahren · 3 bis 10 Personen · 10 Minuten · ein Tablett, ein Tuch, zehn Gegenstände
Zehn Dinge vom Tisch kommen auf ein Tablett, alle schauen zwanzig Sekunden hin, dann kommt das Tuch darüber. Wer erinnert sich an alle zehn?
Der Kniff: Mit Kindern unter sechs nur fünf Gegenstände nehmen und nicht aufschreiben lassen, sondern rufen. Wer aufschreiben muss, verliert gegen die, die schon schreiben können.
Spiel 10
Teekesselchen
ab 8 Jahren · 3 bis 8 Personen · 15 Minuten · kein Material
Zwei Spieler kennen dasselbe Wort mit zwei Bedeutungen — Kiefer, Schloss, Bank, Kugel, Stern — und beschreiben es abwechselnd, ohne es zu nennen.
Der Kniff: Weihnachtlich wird es durch die Wortwahl: Kugel, Stern, Kranz, Krippe, Engel. Fast jedes Weihnachtswort hat eine zweite Bedeutung.
Spiel 11
Fotos raten
ab 5 Jahren · 3 bis 12 Personen · 20 Minuten · alte Familienfotos
Alte Fotos werden herumgereicht: Wer ist das? Wie alt war er da? Wo war das? Wer zuerst richtig rät, bekommt den Punkt — und derjenige, der auf dem Bild ist, erzählt die Geschichte dazu.
Der Kniff: Das braucht als einziges Spiel etwas Vorbereitung: zwanzig Fotos heraussuchen. Es ist die halbe Stunde vorher wert, und es ist das Spiel, an das sich die Enkel in zwanzig Jahren erinnern werden.
Das Spiel zur Bescherung
Es gibt einen alten Brauch, der aus dem Auspacken selbst ein Spiel macht — nützlich vor allem dann, wenn die Runde groß ist und sonst alle gleichzeitig reißen.
Spiel 12
Würfeln um die Päckchen
ab 5 Jahren · 4 bis 12 Personen · 20 bis 30 Minuten · ein Würfel, alle Päckchen in der Mitte
Alle Geschenke kommen in die Mitte. Reihum wird gewürfelt: Bei einer Sechs darf man sich ein Päckchen nehmen — aber noch nicht öffnen. Wenn alle Päckchen verteilt sind, läuft eine zweite Runde: Bei einer Sechs darf getauscht werden. Nach fünf Minuten klingelt die Eieruhr, und alle packen gleichzeitig aus.
Der Kniff: Das funktioniert nur, wenn vorher alle einverstanden sind. Wer ein persönliches Geschenk für ein bestimmtes Kind mitgebracht hat, gibt es außerhalb des Spiels — sonst landet die Puppe beim Onkel und das Kind weint.
Ein Satz, der vorher fallen sollte: Bei allem, was mit Tauschen und Wegnehmen zu tun hat: Kinder unter sechs nehmen das ernst. Sie verstehen nicht, dass es zum Spiel gehört — sie verstehen nur, dass ihnen jemand etwas wegnimmt. Entweder man lässt sie außen vor, oder man spielt eine Fassung ohne Tauschen.
Wenn kleine Kinder dabei sind
Vier Regeln, die den Unterschied machen zwischen einem Nachmittag, der trägt, und einem, der nach zwanzig Minuten in Tränen endet.
Kinder fangen an
Nicht der Reihe nach von links, sondern die Kleinsten zuerst. Ein Vierjähriger, der als Neunter drankommt, ist längst weg — körperlich oder innerlich.
Kurz halten, lieber zweimal
Zehn Minuten, dann eine Pause. Ein Spiel, das zu Ende gespielt wird, ist mehr wert als eines, das versandet. Wenn es gut läuft, spielt man es später noch einmal — das ist kein Rückschritt, sondern der beste Beweis.
Gewinnen ist nicht die Hauptsache, aber es ist eine Sache
Kinder merken sofort, wenn man sie gewinnen lässt. Besser: Regeln so ändern, dass sie eine echte Chance haben — zwei Fragen statt einer, fünf Gegenstände statt zehn, drei leichte Quizfragen. Dann ist der Sieg echt.
Ein Erwachsener spielt nicht mit
Einer führt durch das Spiel, erklärt, zählt, schlichtet — und spielt selbst nicht. In einer Runde mit Kindern ist das die Rolle, die alles zusammenhält. Am besten übernimmt sie jemand, der ohnehin lieber zuschaut.
Wie man ein Spiel beendet
Das ist die schwierigste Stelle des ganzen Nachmittags, und fast niemand schreibt darüber. Ein Spiel kippt selten am Anfang — es kippt, wenn es zu lange dauert und keiner sich traut, Schluss zu sagen.
Der Trick ist, das Ende vorher anzukündigen. „Wir spielen drei Runden“ oder „bis die Kerze zwei Zentimeter runter ist“. Dann ist das Aufhören Teil des Spiels und nicht das Urteil eines Spielverderbers.
Und: aufhören, solange es noch gut ist. Wer bei der schönsten Runde Schluss macht, hat am nächsten Tag eine Runde, die wieder spielen will.
Wenn es doch ein gekauftes sein soll
Die zwölf Spiele hier oben kosten nichts. Das ist der Punkt dieser Seite. Wer trotzdem ein Spiel verschenken oder für den nächsten Nachmittag etwas im Schrank haben will, sucht nach drei Eigenschaften: in fünf Minuten erklärt, von sechs bis achtzig spielbar, in einer halben Stunde vorbei.
Alles, was eine Anleitung mit mehr als vier Seiten hat, ist für diesen Nachmittag das falsche Spiel — egal wie gut es ist.
Häufige Fragen
Welche Spiele funktionieren, wenn die Runde von vier bis achtzig reicht?
Die ohne Lesen und ohne Schnelligkeit: Weihnachtslieder summen, Ich packe meinen Weihnachtskoffer, Pantomime, Der Teller. Bei allem, wo geschrieben oder schnell reagiert werden muss, verlieren die Jüngsten und die Ältesten gleichzeitig.
Wie viele Spiele braucht man für einen Nachmittag?
Drei. Mehr schafft man nicht, und mehr braucht man nicht. Rechne mit zwanzig Minuten je Spiel und einer Pause dazwischen — das füllt die Zeit zwischen Kaffee und Abendbrot.
Was tun, wenn ein Kind verliert und weint?
Nicht trösten und weiterspielen, sondern das Spiel für zwei Minuten anhalten. Wer weint, hat nicht wegen des Spiels geweint, sondern weil der Tag lang war. Ein Glas Wasser, einmal auf den Arm, und danach geht es meistens weiter.
Lohnt sich ein gekauftes Weihnachtsspiel?
Für den Nachmittag selbst selten — die Regeln zu erklären dauert länger als die Aufmerksamkeit der Runde reicht. Als Geschenk, das über die ganzen Feiertage getragen wird, sehr wohl. Das sind zwei verschiedene Käufe.
Wie kriegt man Jugendliche an den Tisch?
Über das Familienquiz und über Zwei Wahrheiten, eine Lüge. Beides funktioniert nur mit echten Geschichten, und genau das ist der Grund, warum Fünfzehnjährige mitmachen, obwohl sie es nicht vorhatten. Ein Wettbewerb, den man mit Wissen über die eigene Familie gewinnt, ist keine Kinderveranstaltung.
Und wenn die Enkel weit weg wohnen?
Am Telefon oder per Video funktionieren: Weihnachtslieder summen, Zwei Wahrheiten eine Lüge, Teekesselchen und das Familienquiz. Alles, was auf dem Tisch liegt, funktioniert nicht — alles, was gesprochen wird, funktioniert genauso gut wie im Wohnzimmer.
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