Streichelzoo mit Enkel – Kind streichelt und füttert Tiere auf einem Bauernhof
Jürgen Busch

Beitrag von Jürgen Busch · 19. Juni 2026 · Kategorie: Aktivitäten mit Enkeln

Es gibt wenige Ausflüge, bei denen Kinderaugen so leuchten wie im Streichelzoo. Gestern war ich mit meinem Enkel in Südtirol – und habe wieder einmal gesehen, wie viel so ein Vormittag zwischen Ziegen, Lamas und Kaninchen auslöst. Hier erzähle ich Dir davon und gebe Dir die Tipps mit, die als Oma oder Opa wirklich wichtig sind: warum Kinder das so lieben, worauf Du achten solltest – und wo Ihr in der Region fündig werdet.

🐐 Unser Vormittag in der Tierwelt Rainguthof

Hoch über Tisens bei Meran, Richtung Gampenpass, liegt ein Bergbauernhof, den die Familie Piazzi in ein kleines Tierparadies verwandelt hat: die Tierwelt Rainguthof in Gfrill. Das Besondere: Viele Tiere laufen frei über das weitläufige Gelände. Für meinen Enkel war genau das der Zauber – kein Gitter, kein Abstand, sondern eine neugierige Ziege, die einem direkt entgegenkommt.

Wir haben am Eingang ein Tütchen Futter geholt, und schon war das Eis gebrochen. Kamele mitten im Wald, verschmitzte Lamas, Damhirsche, ein stattlicher Hochlandstier, dazu Esel, Schafe und ein paar lautstarke Emus aus Australien. Mein Enkel ist von Gehege zu Gehege gezogen, hat gestreichelt, gefüttert, gestaunt – und zwischendurch auf dem kleinen Spielplatz Pause gemacht, während ich an der Jausenstation einen Kaffee hatte. Im Hintergrund der Blick auf Bozen und den Rosengarten. So sieht ein rundum gelungener Großeltern-Vormittag aus.

Enkel füttert die Ziegen im Rainguthof aus der flachen Hand
Mit flacher Hand füttern klappt ganz ohne Scheu – die Ziegen kommen von selbst.
Enkel schaukelt auf dem kleinen Spielplatz am Rainguthof
Zwischendurch Pause auf dem kleinen Spielplatz am Hof.
🐾 Ausflugstipp: Tierwelt Rainguthof, Gfrill / Tisens (Südtirol)
Ein zum Tierparadies umgebauter Bergbauernhof oberhalb von Tisens bei Meran. Kamele, Lamas, Emus, Damhirsche, Hochlandstier, Esel, Ziegen & Schafe leben auf weitläufigem Gelände, viele davon frei laufend. Mit kleinem Spielplatz, Jausenstation, Picknickwiese und herrlichem Blick auf Bozen und den Rosengarten.

Eintritt: gegen Spende · Tierfutter: 1 € · Geöffnet: täglich, ganzjährig (aktuelle Öffnungszeiten auf der Hof-Seite prüfen) · Adresse: Gampenpassstraße 52, 39010 Gfrill / Tisens

Zur Tierwelt Rainguthof
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🌞 Meine Empfehlung: Kommt möglichst früh am Vormittag. Dann sind die Tiere noch richtig hungrig und besonders zutraulich – das Füttern macht den Kleinen dann am meisten Spaß. Und im Sommer ist es früh noch angenehm kühl, bevor Hof und Parkplätze voll werden.

❤️ Warum Kinder einen Streichelzoo so lieben

Für uns Erwachsene ist es „nur“ ein Ausflug – für ein Kind ist es ein Riesenerlebnis. Das hat gute Gründe:

  • Nähe statt Distanz: Im großen Zoo bewundert man Tiere aus der Ferne. Hier darf das Kind anfassen, fühlen, riechen – es begreift das Tier im Wortsinn.
  • Selbstwirksamkeit: Wenn eine Ziege aus der eigenen Hand frisst, ist das ein kleiner Triumph. „Ich habe das gemacht“ – dieses Gefühl stärkt Kinder enorm.
  • Alle Sinne an: weiches Fell, raues Heu, warme Tiernase, Geräusche, Gerüche. So lernen kleine Kinder am liebsten – mit dem ganzen Körper.
  • Mut und Behutsamkeit: Sich einem großen Tier zu nähern, kostet Überwindung. Und leise zu sein, damit es nicht erschrickt, übt Rücksicht.
  • Bewegung an der frischen Luft: Über ein Hofgelände zu streifen ist gesünder und schöner als jeder Bildschirm – und macht abends herrlich müde.

⚠️ Worauf Oma und Opa achten sollten

Damit der Ausflug ein schönes Erlebnis bleibt, lohnt sich ein bisschen Umsicht. Nichts davon soll Angst machen – mit ein paar einfachen Regeln ist ein Streichelzoo-Besuch unbedenklich.

Hygiene – die wichtigste Regel
Tiere und ihr Lebensraum können Keime tragen (z. B. bestimmte Darmbakterien). Für gesunde Erwachsene harmlos, für kleine Kinder aber ein Grund zur Vorsicht. Deshalb gilt: nach dem Streicheln und Füttern gründlich die Hände waschen – mit Wasser und Seife, ein Desinfektionsgel für unterwegs hilft zusätzlich. Während des Tierkontakts nichts essen oder trinken, und bei den Kleinsten darauf achten, dass Hände, Schnuller oder Spielzeug nicht in den Mund wandern.

Richtig füttern. Nur das Futter geben, das der Hof anbietet – fremdes Futter kann den Tieren schaden. Am besten mit flacher, offener Hand anbieten, dann erwischt das Tier keine Finger. Kleine Kinder fütterst Du anfangs gemeinsam.

Das Tier respektieren. Auch zahme Tiere bleiben Tiere: Sie können treten, zwicken oder drängeln, wenn sie sich erschrecken. Also nicht hinterherjagen, nicht von hinten anfassen, nicht kreischen. Lieber ruhig hinhocken und abwarten, bis das Tier von selbst kommt – das klappt fast immer.

Allergien & Empfindlichkeiten. Tierhaare, Heu und Stroh können Allergien auslösen. Weißt Du von einer Tierhaarallergie, halte ein Mittel bereit und beobachte Dein Enkelkind. Schwangere sollten den engen Kontakt zu trächtigen Tieren und zur Geburt (Lämmer, Zicklein) meiden – hier bitte im Zweifel ärztlichen Rat einholen.

💡 Opa-Tipp: Geh die Regeln vorher spielerisch durch – „Wir streicheln ganz sanft und waschen danach die Hände.“ Kinder machen prima mit, wenn sie verstehen, warum.

🎒 Was in die Tasche gehört

Kleine Packliste für den Streichelzoo

  • Feuchttücher und ein kleines Handdesinfektionsmittel
  • Kleingeld für Futter und Spende (oft gibt es keine Kartenzahlung)
  • Wechselkleidung – Matsch und Tiernasen hinterlassen Spuren
  • Sonnen- bzw. Regenschutz und eine Trinkflasche
  • festes, schmutzunempfindliches Schuhwerk
  • bei den Kleinsten: Wickelzeug und ein Snack für die Pause

🗺️ Streichelzoos mit Enkeln entdecken

Wir bauen hier nach und nach eine Karte mit schönen Streichelzoos und Tier-Höfen auf, die wir empfehlen können. Den Anfang macht – natürlich – die Tierwelt Rainguthof. Weitere Höfe ergänzen wir Stück für Stück.

📍 Tierwelt Rainguthof – Gfrill / Tisens, Südtirol
Bergbauernhof-Tierwelt bei Meran mit vielen frei laufenden Tieren. Eintritt gegen Spende, Tierfutter 1 €, Jausenstation und kleiner Spielplatz. Besonders schön für kleine Enkel – wegen der wenigen Parkplätze am besten früh kommen. (Bei Google mit 4,7 von 5 Sternen aus über 2.300 Bewertungen.)

Adresse: Gampenpassstraße 52, 39010 Gfrill / Tisens bei Meran

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Du kennst einen tollen Streichelzoo, der auf die Karte gehört? Schreib mir gern – ich freue mich über Tipps für die Region.

❓ Häufige Fragen zum Streichelzoo mit Kindern

Ab welchem Alter lohnt sich ein Streichelzoo für Kinder?
Schon kleine Kinder ab etwa einem Jahr haben Freude an Tieren – anfangs aus sicherem Abstand auf dem Arm. Richtig los geht es mit zwei bis drei Jahren, wenn die Kleinen selbst füttern und streicheln möchten. Nach oben gibt es keine Grenze: Auch Schulkinder lieben den direkten Tierkontakt.
Was kostet der Eintritt in einen Streichelzoo?
Das ist sehr unterschiedlich. Manche verlangen einen festen Eintritt, viele kleine Höfe – wie die Tierwelt Rainguthof in Südtirol – bitten nur um eine Spende am Eingang. Futter kostet meist ein kleines Tütchen (etwa 1 €). Halte für Spende und Futter am besten etwas Kleingeld bereit, da nicht überall Kartenzahlung möglich ist.
Ist ein Streichelzoo-Besuch hygienisch unbedenklich?
Ja, wenn man ein paar einfache Regeln beachtet. Tiere können Keime übertragen, deshalb gilt: nach dem Streicheln und Füttern gründlich die Hände mit Wasser und Seife waschen, während des Tierkontakts nichts essen oder trinken und bei kleinen Kindern darauf achten, dass die Hände nicht in den Mund wandern. So steht dem Vergnügen nichts im Weg.
Was sollte man im Streichelzoo besser nicht tun?
Tieren kein fremdes Futter geben, nicht hinter ihnen herlaufen oder sie von hinten erschrecken und nicht laut kreischen. Gefüttert wird mit flacher Hand, gestreichelt wird ruhig und sanft. Wer dem Tier Zeit lässt, wird fast immer mit Neugier statt Scheu belohnt.
Welcher Streichelzoo ist schön in Südtirol bei Meran?
Sehr zu empfehlen ist die Tierwelt Rainguthof in Gfrill bei Tisens, oberhalb von Meran Richtung Gampenpass. Auf einem ehemaligen Bergbauernhof leben dort viele frei laufende Tiere – von Kamelen und Lamas bis zu Damhirschen und Emus. Der Eintritt erfolgt gegen Spende, es gibt eine Jausenstation und einen kleinen Spielplatz.

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