Eine große Kiste voller bunter LEGO-Steine – aber nach welchem System ordnet man das Chaos? Hier zeige ich Dir die fünf bewährten Sortier-Systeme, welches für welche Menge am besten passt, und warum gemeinsames Sortieren mit dem Enkel mehr ist als nur Aufräumen.
Nach welchem System sortiert man LEGO am besten? Bei kleinen Mengen reicht eine einzige Kiste. Wird die Sammlung größer, lohnt sich das Sortieren nach Form bzw. Teiletyp (Steine, Platten, Räder, Technic …) – das erleichtert das Bauen am meisten. Sortieren nach Farbe ist intuitiv und kindgerecht, aber beim gezielten Bauen weniger praktisch. Wichtig: lieber wenige, klare Kategorien als ein zu feines System, das niemand durchhält.
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Altes LEGO wieder aktivieren

Viele Jahre haben meine drei Kinder mit LEGO gespielt. Als auch der jüngste Sohn auszog, wanderten die Steine in Umzugskartons auf den Dachboden – und lagen dort etliche Jahre. Jetzt wachsen neue LEGO-Fans heran: Die Enkelkinder wollen nicht mehr nur mit DUPLO spielen, sondern fragen nach den „großen“ Steinen vom Dachboden.
Also habe ich die drei Kartons heruntergeholt. Erst im dritten fanden sich die alten Bauanleitungen wieder – das Blättern darin hat uns richtig Freude bereitet. Bevor aber gebaut wird, kommen zwei Schritte: reinigen und sortieren.
Erst reinigen, dann sortieren

Altes LEGO vom Dachboden ist meist staubig. Die großen Mengen habe ich in der Waschmaschine gereinigt: bei 30 Grad, ohne Schleudergang, mit ganz wenig Waschpulver und in ein feinmaschiges Wäschenetz eingepackt. So bleibt nichts in der Trommel hängen.
Einen Teil der Steine haben wir aber bewusst von Hand im Waschbecken gereinigt – gemeinsam mit dem Enkelkind. Das war für uns beide deutlich spannender, als saubere Teile einfach aus der Maschine zu holen. Danach kann das LEGO von Opa und Enkel in Ruhe sortiert werden.
Nach welchem System LEGO sortieren? Die 5 Methoden

Das „richtige“ System hängt vor allem von der Menge ab und davon, wie ihr spielt. Hier die fünf gängigen Wege – von einfach bis fein:
1. Gar nicht – alles in eine Kiste
Für kleine Mengen völlig in Ordnung. Das Wühlen beim Suchen regt sogar die Kreativität an.
✅ Schnelles Aufräumen · ❌ Ab einer gewissen Menge findet man nichts mehr
2. Nach Farbe
Der Klassiker, den Kinder lieben, weil er so intuitiv ist. Sieht schön aus und macht beim Sortieren Spaß.
✅ Intuitiv, kindgerecht, dekorativ · ❌ Beim gezielten Bauen suchst Du trotzdem die ganze Farbkiste durch
3. Nach Form bzw. Teiletyp (das Profi-System)
Steine, Platten, Fliesen, Räder, Technic-Teile, Fenster/Türen – jeweils ein eigenes Fach. Genau so sortiert Opa: Fenster und Türen in einen Behälter, Ziegelsteine, Rundbögen, Platten und Technic-Elemente in eigene Kartons. Beim Bauen nach Anleitung unschlagbar, weil man Teile nach Form sucht, nicht nach Farbe.
✅ Bestes System fürs gezielte Bauen · ❌ Etwas mehr Aufwand beim Anlegen
4. Kombiniert – erst Form, dann Farbe
Für große Sammlungen: grobe Fächer nach Teiletyp, innerhalb der großen Kategorien nochmal nach Farbe unterteilt. Maximaler Komfort beim Bauen.
✅ Findet wirklich jedes Teil sofort · ❌ Nur für große Sammlungen sinnvoll, höchster Aufwand
5. Nach Set
Jedes Set in eigener Tüte oder Box mit Anleitung. Ideal für Sammler oder wenn Sets immer wieder originalgetreu nachgebaut werden sollen.
✅ Perfekt zum originalgetreuen Nachbauen · ❌ Hinderlich fürs freie, kreative Spielen
Welches System für wen?
Die einfachste Faustregel richtet sich nach der Menge:
| LEGO-Menge | Empfohlenes System |
|---|---|
| Klein (eine Spielkiste) | Gar nicht oder grob nach Farbe – nicht überorganisieren |
| Mittel | Nach Form, mit beschrifteten Boxen (Bild für Lese-Anfänger) |
| Groß | Kombiniert (Form + Farbe) im Sortierkasten mit Fächern |
Häufigster Anfängerfehler: zu fein sortieren wollen. Wenn das System komplizierter ist als das Bauen, räumt am Ende niemand mehr auf. Lieber wenige, klare Kategorien, die auch ein Sechsjähriger versteht.
Praktischer Tipp: Stell beim Bauen eine flache Schale daneben, in die ihr die gerade gebrauchten Teile schüttet – das spart das ständige Wühlen in den Boxen.
📦 Sortieren ist die Methode – aber worin? Sobald Du Dein System kennst, brauchst Du die passenden Behälter: Sortierkästen, Stapelboxen oder Rollcontainer. Welche sich für welche Menge lohnen, zeige ich Dir bald im eigenen Ratgeber „LEGO aufbewahren“.
Sortieren mit dem Enkel: verstecktes Lernen
Das eigentlich Wertvolle ist nicht das perfekte Endergebnis, sondern das gemeinsame Sortieren selbst. Denn dabei lernt Dein Enkel ganz nebenbei eine ganze Menge: Kategorien bilden (Was gehört zusammen?), vergleichen (Form, Größe, Farbe), dazu Feinmotorik und Geduld. Das ist genau die Art von Lernen, die im Spiel versteckt ist und richtig Spaß macht.
Mehr solcher Ideen, bei denen Kinder beim Tun lernen, findest Du in meinem Bereich Was Enkel von Großeltern lernen.
Häufige Fragen zum LEGO-Sortieren
Wie sortiert man LEGO am besten?
Bei kleinen Mengen reicht eine Kiste. Wird die Sammlung größer, ist das Sortieren nach Form bzw. Teiletyp (Steine, Platten, Räder, Technic) am praktischsten, weil man Teile beim Bauen nach Form sucht. Sortieren nach Farbe ist intuitiv und kindgerecht, aber zum gezielten Bauen weniger geeignet. Wichtig: lieber wenige, klare Kategorien als ein zu feines System.
Sollte man LEGO nach Farbe oder nach Form sortieren?
Beides hat seine Berechtigung. Nach Farbe ist intuitiv, dekorativ und ideal für kleine Kinder. Nach Form (Teiletyp) ist beim Bauen nach Anleitung überlegen, weil man Teile dort nach ihrer Form sucht. Für große Sammlungen kombiniert man beides: grob nach Form, innerhalb großer Gruppen nach Farbe.
Wie reinigt man altes LEGO vom Dachboden?
Große Mengen lassen sich in der Waschmaschine reinigen: bei 30 Grad, ohne Schleudergang, mit wenig Waschmittel und in ein feinmaschiges Wäschenetz gepackt. Einzelne Teile reinigt man am schönsten von Hand im Waschbecken – ein netter gemeinsamer Schritt mit dem Enkelkind, bevor sortiert wird.
Welche Behälter eignen sich zum LEGO-Sortieren?
Für ein System nach Form eignen sich mehrere beschriftete Boxen oder ein Sortierkasten mit Fächern – bei Lese-Anfängern mit kleinem Bild statt Text. Eine flache Schale zum Bauen verhindert das ständige Wühlen. Welche Aufbewahrungslösung sich für welche Menge lohnt, behandeln wir ausführlich im eigenen Ratgeber zur LEGO-Aufbewahrung.
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Themenschwerpunkt: LEGO mit Opa & Oma
Inhalt des Beitrages auf Richtigkeit überprüft am 23. Juni 2026.


