Oma-Enkel-Tag: Darum ist gemeinsame Zeit so wertvoll

Ein gemeinsam verbrachter Tag, ganz ohne Mama und Papa, ist für Oma und ihr Enkelkind immer etwas besonders Schönes. Wird dieser Tag zum regelmäßigen Ritual, dann entstehen für alle Familienmitglieder, Oma, Eltern und Enkelkind, langfristig zahlreiche Vorteile – und wundervolle Erinnerungen

Oma-Enkel-Tag

Donnerstags wird Emma von ihrer Oma Inge abgeholt. Das war schon früher so, als Emma noch in die Kita gegangen ist. Jetzt ist Emma in der dritten Klasse, und noch immer haben die beiden diese feste Verabredung: Donnerstags nach Schulschluss steht Inge unten am Tor und wartet auf ihre Enkelin. Der ganze Nachmittag gehört den beiden, erst um 18 Uhr wird Emma zu Hause bei ihren Eltern erwartet.

Heute strahlt die Sonne, also ist für Emma und Inge klar: Zuallererst geht es in die Eisdiele! Was danach auf dem Programm steht, entscheiden Oma und Enkelin gemeinsam.

Aktivitäten für Oma und Enkel

Wenn Inge und Emma sich treffen, steht die gemeinsame Zeit im Fokus – und dafür sind keine extravaganten Ausflüge oder teuren Eintrittsgelder nötig.

Als Emma noch jünger war, ist Inge mit ihr meist einfach auf den Spielplatz gegangen: Schaukeln, Rutschen, im Sand buddeln, und das alles ohne Zeitdruck!

Oma Inge hat sich auch immer die Zeit für Emmas liebste Beschäftigung genommen: Steine sammeln. Ein Spaziergang kann schnell drei- oder viermal so viel Zeit in Anspruch nehmen, wenn die kurzen Beine vor jedem spannend aussehenden Stein Stopp machen, und zwei kleine Hände und ein prüfender Blick entscheiden, ob dieses Exemplar hübsch genug ist, um in die bereits dick vollgestopften Hosentaschen zu wandern. Geduldig hat Inge gewartet – oder direkt mitgesammelt.

Die Enkel wachsen – die Möglichkeiten auch!

Seitdem Emma ungefähr fünf Jahre alt ist, haben Oma und sie ein neues Hobby: Sie sammeln die Steine nicht nur, sie malen sie auch an! Pinsel und Farben stehen immer bei Oma bereit. Die gemeinsame Sammlung bunter Steine ist bereits riesig! Und manchmal verstecken Inge und Emma ein paar besonders schön bemalte Exemplare auch bei einem ihrer Spaziergänge am Wegrand. Dann stellen die beiden sich gemeinsam vor, wer ihre Kunstwerke wohl finden wird. Vielleicht ein anderes Oma-Enkel-Gespann?

Seitdem Emma etwas älter ist, kochen und backen die beiden auch zusammen. Pfannkuchen sind Emmas Lieblingsspeise und sie kann den Teig schon fast ganz alleine zusammenrühren, dank Omas wiederkehrender Tipps. Manchmal backen die beiden auch Kuchen zusammen. Das freut dann immer Emmas Papa besonders: Der liebt selbstgebackenen Kuchen, und Oma packt ihm immer ein großes Stück ein, das Emma dann abends mit nach Hause bringt.

Vorteile für das Enkelkind

Der Donnerstag ist Emmas Lieblingstag in der Woche. Denn die Nachmittage mit Oma sind für die Siebejährige jedes Mal wieder etwas ganz Besonderes. Wenn Emma bei ihr ist, dann hat Oma Zeit für sie – und nur für sie. Sie macht nichts anderes nebenbei. Das fühlt sich gut an für Emma: stressfrei und entspannend, aber nie langweilig!

Und Oma weiß so viel! Emma kann ihr ganz viele Fragen stellen, und Oma beantwortet die immer ganz ausführlich und in Ruhe. Deshalb hat Emma von Oma nicht nur gelernt, wie man Pfannkuchenteig macht, sondern auch, wie aus Weizen Mehl wird, was eigentlich an Pfingsten gefeiert wird oder warum ein Teil von Deutschland früher DDR hieß. Und wenn Oma mal etwas nicht weiß, zum Beispiel, wie viele verschiedene Pokémon es eigentlich gibt auf der ganzen Welt, dann suchen die beiden das zusammen im Internet raus.

Vorteile für die Oma

Und so hat auch Oma durch die gemeinsamen Donnerstagnachmittage schon eine Menge von Emma gelernt! Nicht nur jede Menge Pokémon-Namen (und was überhaupt ein Pokémon ist). Sie lernt von Emma auch, die Welt wieder mit kindlicheren Augen zu sehen. Dinge zu entdecken, die sie selbst schon für selbstverständlich nimmt. Und sei es nur ein besonders schöner Stein am Straßenrand, der viel zu hübsch ist, um ihn dort einfach liegen zu lassen.

Vorteile für die Eltern

Über die Vereinbarung mit dem Donnerstagnachmittag freuen sich aber nicht nur Oma Inge und Emma, sondern auch Emmas Eltern: Ihre Mama kann durch den Oma-Enkel-Tag donnerstags wieder länger arbeiten. Und wenn sie aus dem Büro nach Hause kommt, ist immer noch genug Zeit, um einfach einmal eine Stunde lang zu Entspannen. Was für ein Luxus als Mama!

Ein wertvolles Ritual für wundervolle Erinnerungen

Der regelmäßig wiederkehrenden Oma-Enkel-Tag ist für alle drei Generationen ein großer Gewinn: Oma Inge genießt die Zeit mit ihrer Enkelin, ganz ohne die prüfenden Blicke der Eltern. Die wiederum freuen sich über die Planbarkeit der gewonnenen kinderfreien Zeit. Und Emma gefällt diese Planbarkeit auch – denn die meisten Termine regeln ihre Eltern noch für sie, und manchmal vergessen sie total, Emma darüber informieren, dass sie morgen zum Zahnarzt muss oder dass heute noch Besuch kommt. Das kann auch für Emma ganz schönen Stress bedeuten!

Aber der Donnerstag, der gibt Emma Sicherheit – denn Donnerstag ist Oma-Tag! Das war schon immer so, und bleibt auch so. Hoffentlich noch ganz lange, finden alle drei Generationen.

Gastbeitrag von: Silke Schröckert / Enkelkind.de

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Aus dem Themenschwerpunkt: Oma

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