Altes Telefon, Kaffeetasse und Lesebrille auf einem Küchentisch im Morgenlicht
Viele Großeltern kennen dieses Warten: Die Nachricht ist gesprochen, der Rückruf bleibt aus. (Symbolbild)

Gastbeitrag

Dieser Beitrag stammt von Dipl.-Psych. Sybille Herold. Sie hat viele Jahre in der Familienberatung und als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin gearbeitet und ist selbst Oma. Sie schreibt in der Sie-Form — wir haben ihren Text bewusst so gelassen, wie sie ihn verfasst hat.

Es ist tatsächlich in zahlreichen Familien so: Töchter und damit auch Schwiegertöchter pflegen einen regelmäßigeren und engeren Kontakt mit ihren Eltern als Söhne. Söhne setzen dem selten Widerstand entgegen. Das ist für die Eltern des Sohnes schwer auszuhalten. Nicht zuletzt schränkt das später den Kontakt mit den Enkelkindern ein.

Wichtig zu wissen: Auch Single-Söhne halten weniger Kontakt zu ihren Eltern. Und wenn sie Kontakt halten, geht es eher um praktische Angelegenheiten, während sich Single-Töchter mit ihren Eltern häufiger und intensiver über emotionale und familiäre Themen austauschen.

Dieser Beitrag geht einer einzelnen Frage nach: Warum die Familie der Schwiegertochter oft näher dran ist. Wenn es bei Euch grundsätzlicher hakt — Streit, Vorwürfe, verhärtete Fronten —, findest Du den großen Überblick unter Probleme mit der Schwiegertochter: was wirklich hilft.

Drei Beispiele aus dem Leben

Weihnachten steht an. Elke (59) und Sven (73) graust es schon vor der Diskussion, die sich seit der Geburt der kleinen Sarah alljährlich wiederholt: wo denn die junge Familie Weihnachten feiern möchte. Im ersten Jahr, Sarah war erst wenige Wochen alt, wollte die junge Familie allein für sich feiern. Das konnten Elke und Sven ja noch verstehen. Aber dann kam im Nachhinein heraus, dass die Eltern der jungen Mutter einfach vor der Tür gestanden hatten, während sie beide den Wunsch der jungen Familie (oder war es nicht eher der Wunsch der jungen Mutter?) respektiert hatten.

Beim zweiten Weihnachten sollten beide Großelternfamilien besucht werden. Doch dann wurde Sarah krank und man wollte ihr den Wechsel nicht zumuten. Im dritten Jahr hieß es, dass Karl (79), der andere Opa, ja so krank sei; dass es möglicherweise sein letztes Weihnachten wäre; und dass die junge Familie deshalb die gesamte Zeit mit ihm nutzen wolle. Nun, Karl lebt noch. (Es sei ihm gegönnt.) Elke und Sven fragen sich, welche „Ausreden“ es diesmal wohl geben wird.

Petra (62) ärgert sich seit einiger Zeit über ihre Schwiegertochter Katja (40). Katja ruft in der letzten Zeit immer seltener an. Dabei sind diese Telefonate für Petra die einzige Chance, etwas von ihren beiden Lieblingen, Tom und Tim (6), zu erfahren und am Leben der Zwillinge und damit auch der Familie ihres Sohnes teilzuhaben, denn die beiden Familien trennen 1.725 Kilometer Luftlinie. Wenn Petra anruft, kann sie nur eine Nachricht auf den Anrufbeantworter sprechen. Häufig kommt dann aber nur eine WhatsApp zurück, dass alles okay sei, man aber gerade sehr im Stress sei und sich später melde. Was dann häufig nicht passiert. Petra ahnt, dass die Telefonate mit Katjas Eltern viel öfter zustande kommen.

Klaus (68) ist mit seinem Latein am Ende. Er muss zusehen, wie Susanne (67), seine Frau, darunter leidet, dass ihre Träume, eine aktive und liebevolle Oma für den einzigen Enkel Lion (5) zu sein, nicht in Erfüllung gehen. Mehrfach hat er mit dem gemeinsamen Sohn darüber gesprochen, seine Vorstellungen und Vorschläge geäußert, wie man das ändern könnte. Der hat sich meist verständnisvoll gezeigt und Besserung gelobt. Geändert hat sich aber nichts. Während die anderen Großeltern, die in der Nähe der jungen Familie wohnen, sehr stark in die Betreuung des Jungen eingebunden sind, bleibt für Klaus und Susanne kaum gemeinsame Zeit mit Lion übrig. Beide haben das Gefühl, den Draht zu ihrem Sohn dadurch immer mehr zu verlieren. Man entfremdet sich zusehends.

Warum das kein Zufall ist

Das deutsche Beziehungs- und Familienpanel pairfam („Panel Analysis of Intimate Relationships and Family Dynamics“) ist eine multidisziplinäre Längsschnittstudie zur Erforschung von Partnerschaften und Familien in Deutschland. Sie lief von 2008 bis 2022 und wird seitdem im FReDA-Panel (Family Research and Demographic Analysis) fortgeführt. Sie zeigt: Die intensivste emotionale Bindung und der häufigste Austausch — Telefonate, Besuche — bestehen im Erwachsenenalter statistisch gesehen zwischen Töchtern und ihren Müttern.

Demnach führt jede zweite Tochter häufig intensive und emotionale Gespräche mit ihrer Mutter über persönliche Dinge — und dabei bevorzugt über Themen wie Kinder, Erziehung und Familienleben.

Vielfach ist zu beobachten: Viele Männer tauschen sich seltener über diese Themen aus. Obwohl sich insgesamt in den letzten Jahren vieles im Vatersein, in der Rollen- und Aufgabenverteilung und im Männerbild verändert hat — die sogenannte Care-Arbeit liegt immer noch stärker in den Händen der Frauen. Zumindest in unserem Kulturraum ist dies so. Im asiatischen Raum sprach man lange davon, dass Töchter „aus der Familie herausheiraten“. Jedoch zeichnen sich auch dort gerade große Veränderungen ab.

Single-Söhne haben oft einen pragmatischeren, eher funktionalen und weniger dichten Kontakt zu ihren Eltern. Der Austausch konzentriert sich häufiger auf praktische Unterstützung, Besuche oder gemeinsame Aktivitäten als auf den Austausch über emotionale Befindlichkeiten. Viele Söhne ziehen sich im Vergleich zu Single-Töchtern früher räumlich oder emotional zurück, selbst wenn sie Single bleiben, um ihre Eigenständigkeit zu betonen. Sie agieren teilweise eher wie „Besucher am Rande“. Eltern von Söhnen fragen manchmal die Eltern von deren Partnerinnen, was es denn so Neues gäbe, weil sie von ihren Söhnen selbst eher wenig darüber erfahren.

Dieses Phänomen ist unter anderem auf Unterschiede in der Kommunikation von Eltern mit ihren Kindern zurückzuführen: Die Kommunikation mit Söhnen ist im Alltag im Allgemeinen sachlicher oder handlungsorientierter. Junge Söhne werden seltener ausdrücklich zu tiefen Gesprächen über Befindlichkeiten angeleitet als Töchter. Mit diesen wird nachweislich häufiger über Emotionen gesprochen.

Was daran wehtut

Reduzieren sich die Kontakte, fühlt sich dies meist so an, als verschlechtere sich die Beziehung. Verbundenheit ist schlechter spürbar. Großeltern klagen: „Jeder lebt eben sein Leben.“ Sie fühlen sich ausgeschlossen — und haben Angst, dass der Draht zueinander irgendwann gänzlich abreißen könnte.

Damit verbunden ist das Platzen so mancher Träume: Viele Großeltern sahen sich im Alter im liebevollen Miteinander der Generationen. Mit den Enkelkindern lachen, scherzen, erklären, verwöhnen. Von den eigenen Kindern geliebt und weiter — wenn auch auf eine neue Art und Weise — gebraucht. All das ist ihnen nun verwehrt oder auf ein Minimum reduziert. Die gesamte Lebensplanung, bei der das Großelterndasein eine feste Säule darstellte, muss neu erfunden werden.

Es bleibt meist ein Gefühl der Ungerechtigkeit, der Benachteiligung, eine tiefe Kränkung. Nachfolgend dann Ohnmacht und Ausgeliefertsein; viele fühlen sich als Opfer.

Wer diese Gefühle bereits früher häufig in seinem Leben kennengelernt hat — zum Beispiel als Kind, das sich gegenüber einem Geschwisterkind benachteiligt fühlte oder das sich gehäuft von seinen Eltern nicht sicher geliebt erlebte —, leidet nicht selten doppelt. Alte Wunden brechen wieder auf. Nicht selten verbunden mit dem Gedanken, weniger liebenswert zu sein.

Nicht selten kommt Scham dazu: Neid ist für viele von uns ein als negativ bewertetes Gefühl, oder? (Nein, meine ich — ein menschliches. Ich darf neidisch sein, sollte jedoch vermeiden, dem anderen zu missgönnen, was ich nicht habe.) „Ich wollte doch nie die Kontaktstunden beider Seiten mit dem Enkelkind gegeneinander aufrechnen“, denkt so manch einer dann.

Ein weiteres Gefühl — eigentlich eher eine Deutung der Gefühle — kann dazukommen: Ich bin weniger wichtig. Ich bin die schlechtere Oma, als Opa weniger wert. Als Mutter oder Vater nicht mehr gebraucht.

Was sich ändern lässt und was nicht

Vermutlich haben die meisten Großeltern in dieser Situation schon alles Mögliche probiert: mit Engelszungen geredet, beschworen, appelliert, ihren Ärger formuliert, Kompromisse vorgeschlagen.

Häufig hat das eher zu einer Frontenbildung geführt oder schon bestehende Fronten verhärtet. Vorwürfe wurden mehr oder weniger emotional ausgetauscht. Nicht selten schränkte sich die Kommunikation miteinander dadurch immer weiter ein.

Beidseitig steigt nun schon im Vorhinein der Blutdruck, wenn es zu einer Begegnung kommen soll. Betroffene gehen bereits in einer Verteidigungshaltung in ein Gespräch. Was dabei auf der Strecke bleibt: das Zuhören. Die Offenheit und Bereitschaft, die Beweggründe des anderen zu verstehen. Verständnis und Milde, die ja beide Schätze des Alterns sein sollten. In der Regel fehlen sie inzwischen auf beiden Seiten — sind jedoch die Voraussetzung für jegliche Annäherung.

Zu einem Kampf gehören immer zwei. Nun fühlt es sich leider meistens nicht gut an, einfach nicht mehr mitzuspielen. Das riecht nach Aufgeben und Verlieren. (Wobei allen bekannt ist, dass Verlieren schon immer zum Leben dazugehörte.)

Wie können Sie den Kopf trotz allem oben behalten? Wie kann sich Ihr Ausstieg aus dem Kampf weniger nach Resignation und Niederlage anfühlen? Verschieben Sie das Ziel.

Von: Ich muss eine gleiche Behandlung beider Großelternpaare erreichen.
Zu: Ich richte meine Kraft darauf aus, trotz allem eine wichtige Rolle für mein Enkelkind zu spielen — und meinem Sohn genau das zu geben, was er sich gerade von mir wünscht und braucht.

Die Qualität einer Beziehung hängt nicht von der Häufigkeit der Kontakte ab — auch wenn häufige Kontakte es erheblich erleichtern, sie zu wahren. Es gibt Menschen, die sich selten sehen und sich trotzdem von ganzem Herzen verbunden fühlen. Andere hängen ständig aufeinander und haben mindestens genauso viele negative Gefühle dem anderen gegenüber wie positive.

Sie können trotz der erschwerten Bedingungen noch einiges für eine gute Beziehung sowohl zu Ihrem Sohn als auch zu den Enkelkindern tun. Was wünschen sich unsere erwachsenen Kinder am meisten? Dass sie in ihren Wünschen und Bedürfnissen gesehen und respektiert werden. Dass die Eltern ihnen ihr Okay für ihr So-Sein geben, so sehr es sie auch schmerzt oder ihren eigenen Wertvorstellungen und Bedürfnissen widerspricht. Was Sie durchaus ansprechen dürfen und sollten — aber bitte in vorwurfsfreier Form.

Vier Sätze, die helfen

Es bleibt immer mindestens ein Weg.

Selbst wenn ich derzeit meinen Sohn und mein Enkelkind wenig sehe — ich kann ihnen zeigen, wie wichtig sie mir sind, und in ihrem Leben trotz allem eine wichtige Rolle spielen.

Auch die „gemeinste“ Schwiegertochter handelt aus ihrer eigenen Geschichte heraus.

In den meisten Fällen geht es Schwiegertöchtern nicht darum, die Schwiegereltern ärgern zu wollen, sondern um eigene emotionale Baustellen, die sie in und mit sich selbst haben.

Jeder Mensch hat das Recht auf eigene Entscheidungen über sein Leben.

Unsere (Schwieger-)Kinder dürfen ihr Leben so gestalten, wie es ihnen am besten erscheint, und dabei Fehler machen — und andere verletzen —, ob uns das gefällt oder nicht. Niemand ist dazu verpflichtet, die Bedürfnisse seines Gegenübers zu befriedigen. Schön und wünschenswert ist es natürlich, wenn er es freiwillig tut.

Was dient dem Wohl meines Enkelkindes am meisten?

Platz 1: ein harmonisches und lebendig gelebtes Miteinander aller Familienmitglieder, ganz klar. Wenn das aber gerade nicht im Angebot ist? Platz 2: das Vermeiden von Dauerkampf, Eskalationen oder gar Krieg.

… und vier Sätze, die schaden

„Meine Schwiegertochter ist mein Feind.“

Mit diesem Gedanken schreiben Sie selbst eine Geschichte von Opfern und Tätern fest.

„Ich muss mein Recht durchsetzen, um jeden Preis.“

Es geht nicht in erster Linie um Ihr Recht, sondern um das Wohl des Kindes. Leider ist unser Leben nicht immer gerecht.

„In allen anderen Familien ist das nicht so wie bei uns.“

Je mehr Sie mit anderen Großeltern sprechen, umso häufiger werden Sie entdecken, wie viele Enttäuschungen, Kränkungen und wie viel Schmerz es in zahlreichen anderen Familien gibt.

„Am Ende werde ich ganz allein dasitzen.“

Nein, das muss nicht so sein. Junge Familien haben heutzutage Stress ohne Ende. Das wird sich ändern. Wenn Sie jetzt noch recht fit sind, sieht Ihr Sohn vielleicht keine zwingende Notwendigkeit, sich um Sie zu kümmern. Das kann in einigen Jahren ganz anders sein.

Wenn es bleibt, wie es ist

  • Bleiben Sie präsent. Mit Karten und Briefen. Mit herzlichen Worten. Gern kurz und häufig.
  • Erzählen Sie darin von Ihren Gedanken an Ihr Enkelkind. „Du hattest jetzt Einschulung. Ich frage mich, ob du deine Lehrerin magst…“ Vielleicht beschreiben Sie zwei, drei Erinnerungen an die Einschulung Ihres Sohnes, in denen er spürt, wie sehr Sie damals mit ihm gefühlt haben.
  • Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Das gilt auch hier. Zu den Geburtstagen, zu Weihnachten. Liebevoll ausgewählt. Für den Sohn. Für die Enkelkinder. Und für die Schwiegertochter als Frau, die Ihr Sohn liebt und die die Mutter Ihrer Enkelkinder ist.
  • Erliegen Sie nicht der Verlockung, Geschenke gegeneinander aufzurechnen. Geschenke sollen den Beschenkten erfreuen und ihm zeigen, dass er einem etwas bedeutet — sie sind kein Austauschgeschäft. (Übrigens: Kein Geschenk zu bekommen bedeutet nicht zwangsläufig, dem anderen nichts zu bedeuten.)
  • Wenn selbst das alles abgelehnt wird — und das kommt tatsächlich vor, aus sehr verschiedenen Gründen: Schreiben Sie stattdessen ein Oma- oder Opa-Tagebuch zu diesem Thema. Es wird irgendwann in Ihren Hinterlassenschaften auftauchen und dann Ihrem Sohn und Ihrem Enkelkind in die Hände fallen. Beide sollen Sie darin ein Stück kennenlernen — und vor allem merken, dass sie in Ihrem Leben immer eine große Rolle gespielt haben.
  • Achten Sie darauf, die Eltern dabei nicht schlechtzumachen. Nicht: „Ich hätte ja gerne …, aber deine Mutter erlaubt das ja nicht.“ Erzählen Sie von sich und vermeiden Sie Vorwürfe und Urteile über die Schwiegertochter oder Ihren Sohn.
  • Füllen Sie ein „Oma, erzähl doch mal“-Buch aus, das Ihrem Enkelkind ermöglicht, Sie und Ihr Leben kennenzulernen. Ihr Sohn wird sich noch einmal mehr geliebt fühlen, wenn Sie liebevolle Erinnerungen aus seiner Kindheit teilen.

Häufige Fragen

Kann ich den Umgang mit dem Enkelkind einklagen?

Theoretisch haben Sie das Recht dazu. Was dabei gilt, steht ausführlich unter Umgangsrecht für Großeltern. Bedenken Sie jedoch: Liebe, Zugehörigkeit und liebevolle Beziehungen kann man niemals erzwingen. Sie leiden durch einen solchen Schritt eher weiter.

Wo kann ich mir Unterstützung holen?

Jugendämter und vor allem Familienberatungsstellen fühlen sich auch für Großeltern zuständig. In den Beratungsstellen erfolgt die Beratung anonym und für Sie kostenfrei.

Was schadet meinem Enkelkind am meisten?

Wenn in seinem Lebensalltag chronisch über den Umgang mit den Großeltern gestritten wird. Wenn die Mutter oder die Eltern zu etwas gezwungen werden, das sie — aus welchen Gründen auch immer — nicht ertragen können. Und wenn das Kind sich womöglich selbst als schuldig an den Streitigkeiten der Erwachsenen ansieht.

Wie kann ich unseren Sohn bewegen, sich endlich gegen seine Frau durchzusetzen?

Leider gar nicht. Er ist erwachsen, und es sollte seine Entscheidung bleiben, wie er sich verhält. Er sitzt ja quasi zwischen den Stühlen. Er kennt seine Frau besser als Sie und ahnt, wie er seine Ehe am wenigsten gefährdet. Denn eine Trennung der Eltern über diese Frage wäre mit Sicherheit nicht im Interesse der Enkelkinder.

Reise ins Land der Großeltern: Wie ein lebendiges Miteinander von Enkelkindern, Eltern und Großeltern gelingt

Reise ins Land der Großeltern

Buch · von Sybille Herold

Die Autorin ist heute selbst Oma und kennt alle drei Seiten des Zusammenlebens. Ihr Buch fragt, welche Rolle Oma und Opa heute haben, wo Aufgaben liegen, wo Grenzen sind und was möglich ist, wenn keine Kontakte gewünscht werden. Ein einfühlsamer Begleiter rund um die Großelternschaft.
Für wen sich das Buch eignet

Für Großeltern, die spüren, dass sie außen vor bleiben — und die nach einem Weg suchen, der weder Kampf noch Rückzug heißt. Ohne Schuldzuweisung in die eine oder andere Richtung.

Unser Tipp: Das Buch nicht nur selbst lesen — wer eine Passage findet, die die eigene Lage beschreibt, kann sie den erwachsenen Kindern zeigen. Fremde Worte öffnen manchmal Türen, die eigene verschlossen haben.

Buch: Reise ins Land der Großeltern

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Über die Autorin

Die Diplom-Psychologin Sybille Herold arbeitete viele Jahre in der Familienberatung und in eigener Praxis als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Inzwischen ist sie Oma zweier entzückender kleiner Enkelmädchen, die sie leider nicht so oft sieht, wie sie es sich wünschen würde. Sie möchte anderen Großeltern helfen, dass ein lebendiges und liebevolles Miteinander von Enkelkindern, deren Eltern und Großeltern gelingt.

Ihr Buch: „Reise ins Land der Großeltern. Wie ein lebendiges Miteinander von Enkelkindern, Eltern und Großeltern gelingt.“ Darin beschreibt sie ihre eigenen Erfahrungen als „virtuelle Oma“ in größerer Entfernung zur Familie ihrer Tochter. In Gesprächen mit anderen Großeltern hat sie viel darüber erfahren, wie wichtig Großeltern einerseits sind und wo andererseits die Schwierigkeiten liegen. Sie hat Lösungsansätze entwickelt, wie Konflikte vermieden oder gelöst werden können und wie Großeltern für sich selbst eine befriedigende Form des Oma- und Opaseins finden.

Gastbeitrag von Dipl.-Psych. Sybille Herold. Studienangaben: pairfam lief von 2008 bis 2022 und wird seit 2022 im FReDA-Panel fortgeführt. Inhalt auf Richtigkeit überprüft am 30. September 2026.