Die kürzeste Antwort zuerst: für den Anfang nichts. Jeder der großen Assistenten hat eine kostenlose Version, und die ist kein Schnupperangebot mit Ablaufdatum, sondern ein dauerhaftes Angebot. Ich habe monatelang nichts bezahlt und trotzdem täglich damit gearbeitet.

In drei Sätzen
Die Gratisversionen reichen für Briefe, Fragen und Erklärungen völlig aus. Ein Abo lohnt sich erst, wenn man täglich und viel damit arbeitet. Wer zahlt, zahlt je nach Anbieter zwischen fünf und dreiundzwanzig Euro im Monat.

Was die kostenlosen Versionen können

Der weitverbreitete Irrtum lautet: gratis heißt abgespeckt. Das war vor zwei Jahren so und stimmt heute nicht mehr. In den kostenlosen Versionen sind enthalten:

  • Fragen stellen und Antworten bekommen, so oft man mag
  • Briefe, E-Mails und Texte schreiben lassen
  • Fotos und Dokumente hochladen und erklären lassen
  • im Internet suchen lassen
  • sprechen statt tippen

Was begrenzt ist, merkt man im Alltag selten: die Anzahl der hochgeladenen Bilder, die Länge sehr großer Recherchen, das Tempo zu Stoßzeiten. Wer eine Grenze erreicht, wartet ein paar Stunden — und darf dann weiter.

Eine Einschränkung nenne ich trotzdem: Bei ChatGPT wird seit dem Sommer 2026 auch in Deutschland Werbung in den günstigen Tarifen eingeblendet. Wen das stört, findet bei den anderen Anbietern werbefreie Gratisversionen.

Was ein Abo kostet

Die Preise, die ich am 21. September 2026 gefunden habe — und die sich schnell ändern:

Anbieter Kleines Abo Großes Abo
Google Gemini 4,99 € (AI Plus) 21,99 € (AI Pro)
ChatGPT rund 8 € (Go) rund 23 € (Plus)
Claude rund 20 $ (Pro)
Perplexity rund 17 $ (Pro)
Mistral Vibe rund 15 bis 18 € (Pro)

Die Preise gelten pro Monat. Bei Jahreszahlung wird es meist etwas günstiger, beim Kauf über den App Store des Handys oft etwas teurer. Google gibt seine Preise direkt in Euro an; bei den amerikanischen Anbietern schwanken die Euro-Beträge mit dem Wechselkurs.

Nach oben gibt es kaum eine Grenze: ChatGPT bietet einen Tarif für rund 229 Euro im Monat an, Google einen ab knapp hundert. Das sind Angebote für Menschen, die damit ihr Geld verdienen. Für uns spielt das keine Rolle.

Wofür man beim Bezahlen bezahlt

Man bekommt keine anderen Fähigkeiten, sondern mehr davon:

  • höhere Nutzungsmengen, bevor eine Pause kommt
  • Vorrang, wenn viele gleichzeitig zugreifen
  • die neueren, gründlicher arbeitenden Modelle
  • mehr Bilder erzeugen und bearbeiten
  • keine Werbung, wo es sie in der Gratisversion gibt

Google beziffert das sogar: Das kleine Abo verdoppelt die Nutzungsmenge, das große vervierfacht sie. Wenn Du in der Gratisversion nie an eine Grenze stößt, verdoppelt ein Abo also etwas, das Dich gar nicht stört.

💡 Mein Rat
Fang kostenlos an und bleib dabei, bis Dich eine Grenze zum ersten Mal wirklich ärgert. Vorher bezahlt man für ein Problem, das man nicht hat. Kommt der Punkt, ist ein Monatsabo der richtige Weg — es lässt sich jederzeit kündigen, und man sollte es nach dem ersten Monat ehrlich prüfen.

Versteckte Kosten? Keine — aber Augen auf

Die Gratisversionen verlangen keine Kreditkarte und schalten sich nach der Testphase nicht automatisch kostenpflichtig, weil es keine Testphase gibt. Trotzdem drei Punkte, auf die ich achte:

Der Abo-Knopf ist gut sichtbar. In jeder App gibt es Hinweise auf die Bezahlversion. Man kann sie ignorieren, muss es aber bewusst tun.

Käufe über den App Store laufen über das Handy. Wer dort abschließt, kündigt auch dort — nicht in der App selbst. Beim iPhone unter Einstellungen → Apple-ID → Abonnements, bei Android im Play Store unter Zahlungen und Abos. Das ist der häufigste Grund, warum ein ungewolltes Abo weiterläuft.

Der Datenverbrauch ist der einzige echte Nebenkostenpunkt — und auch nur dann, wenn Du viel unterwegs sprichst statt zu Hause im WLAN.

Häufige Fragen

Ist wirklich alles kostenlos, was ich brauche?

Für Briefe, Fragen, Erklärungen und das Sortieren von Gedanken: ja. Ich habe in meinem ersten halben Jahr nichts bezahlt und nichts vermisst.

Warum verschenken die Firmen das?

Weil sie wollen, dass wir uns daran gewöhnen. Ein Teil bezahlt später, ein Teil sieht Werbung, und alle liefern durch ihre Nutzung Material. Das ist keine Wohltätigkeit, aber es ist auch keine Falle — man muss es nur wissen.

Kann ich jederzeit kündigen?

Ja, alle genannten Abos laufen monatlich. Nur eben dort, wo Du sie abgeschlossen hast.

Lohnt sich das kleine Abo bei Google für fünf Euro?

Wenn Du merkst, dass Du regelmäßig an Grenzen stößt: ja, das ist derzeit das günstigste Einstiegsangebot. Vorher: nein.

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Inhalt des Beitrages auf Richtigkeit überprüft am 21. September 2026.