Laubsägen mit Kindern
© grossvater.de – Laubsägen mit Kindern

Laubsägen mit Kindern: Feines Basteln mit Holz

Dünne Vollholz- oder Sperrholzplatten lassen sich mit der Laubsäge bestens in Form bringen.
Ob gerader Schnitt, Zickzack oder Kurven:
Die Laubsäge meistert alle Herausforderungen.
Sehr zur Freude deiner Enkel, die hier mit ihrem Opa wunderschöne kleine Kunstwerke für sich selbst, als Deko oder als Geschenk für Mama oder Papa (oder Oma) entstehen lassen. Schauen wir einmal genauer hin.

die Laubsäge
© grossvater.de – die Laubsäge

Die Laubsäge: Aufbau und Verwendung des Werkzeugs

Laubsägen können aus Holz oder aus Metall gefertigt, der Bogen vernickelt oder verchromt sein: Der Grundaufbau ist bei allen Varianten gleich.

Die Laubsäge besitzt einen Griff, an dem der Sägebogen u-förmig angebracht ist.
An beiden Enden des Sägebogens sitzen Flügelmuttern, mit denen das Sägeblatt befestigt werden kann.
Ein Tipp an dieser Stelle:
Unbedingt das Sägeblatt zuerst an der Seite befestigen, wo sich die Flügelmutter am Griff befindet.
Dann das Sägeblatt zusammenbiegen und auf der anderen Seite befestigen. Nun lässt sich über das Drehen der Flügelmuttern das Sägeblatt spannen.

Mit der Laubsäge lassen sich Holzplatten mit einer Stärke von bis zu 1 cm sägen, die Schnitte sind recht fein und exakt zu setzen.

Für das Werken mit Kindern empfehlen sich Holzplatten bis höchstens 6 mm, denn umso dicker das Holz ist, desto schwerer lässt es sich sägen.

Wichtig ist, dass der Bügel nicht zu lang gewählt wird, denn umso länger er ist, desto schwerer ist die Säge auch.

Das macht das Arbeiten für Kinder schwieriger.
Für Kinder unter 10 Jahren solltest du daher eine Laubsäge mit einem Bügel, der kleiner als 30 cm ist, wählen.

Die Laubsägeblätter von Opa

© grossvater.de – die Laubsägeblätter von Opa

Die Laubsägeblätter

Es sind verschiedene Sägeblätter für Laubsägen im Handel zu finden.
Dabei gilt immer:
Je dünner die zu bearbeitende Holzplatte ist, desto feiner sollte auch das Sägeblatt sein.

Somit ergeben sich folgende Anhaltspunkte:

  • Dünnes Sperrholz sowie zu sägende Linien mit vielen Rundungen:
    feinzahniges Sägeblatt in den Größen 1 – 3
  • Dickeres Sperrholz sowie Formen ohne viele Linien:
    grobzahniges Sägeblatt in den Größen 5 – 7
  • Sehr dickes Sperrholz:
    sehr grobes Sägeblatt in der Größe 7
  • Innenschnitte und sehr enge Kurven:
    runde Sägeblätter, die auf allen Seiten schneiden können

Geht es darum, Ausrisse am Holz möglichst zu verhindern, sollte das Laubsägeblatt Gegenzähne haben. Damit werden Ausbrüche verhindert, weil die Säge auf beiden Seiten arbeitet.

Ein Tipp zu den runden Sägeblättern:
Am besten, du und dein Enkel übt das Sägen mit diesen Sägeblättern erst einmal, denn beim Sägen kommt man leicht von der geplanten Schnittlinie ab.

Runde Sägeblätter sind deutlich schwerer zu handhaben als normale!

Wollt ihr nicht nur Holz, sondern auch Metall sägen, braucht ihr ein anderes Sägeblatt.
Ist dein Enkel noch sehr klein, ist das Sägen von Metall allerdings nicht zu empfehlen, denn das Material wird schnell heiß und braucht ein besonderes Kühlöl.
Dafür könnt ihr damit aber auch Kunststoff bearbeiten.

Sofern dein Enkel wenigstens 10 Jahre alt ist, könnt ihr es ruhig versuchen, mit dem speziell für das Sägen von Metall gekennzeichneten Sägeblatt zu arbeiten, für jüngere Kinder kann ich es nicht empfehlen.


© grossvater.de – Laubsägetischchen aus Holz mit Einspannhalterung

Einige Laubsäge-Tipps für Opa und Enkel

Mit den folgenden Laubsäge-Tipps werden schon eure ersten Versuche besser gelingen:

  • Wählt das richtige Holz aus

Sperrholz aus Pappel lässt sich gut bearbeiten, es sollte eine Stärke zwischen vier und sechs Millimetern haben.

Dünnere Platten sind für Kinder ungeeignet, sie vibrieren zu stark.
Sehr dicke Platten hingegen kosten zu viel Kraft.

  • Nehmt passende Sägeblätter

Die richtigen Sägeblätter für verschiedene Arbeiten haben wir bereits beschrieben.

Für Kinder besonders gut geeignet sind Tornado-Rundzahnblätter, diese erweisen sich als äußerst stabil im täglichen Einsatz.

  • Befestigt das Sägeblatt richtig

Das Sägeblatt muss fest eingespannt werden, die Sägezähne sollen dabei nach unten zeigen. Beim Sägen in Abwärtsrichtung sollte der größere Widerstand spürbar sein.

  • Beginnt mit einfachen Formen

Beginnt mit Formen, die dein Enkel auch schneiden kann.
Wird es zu kompliziert, kommt nur Frust auf und dein Enkel verliert die Lust.

  • Zeichnet die Konturen vor

Exakt zu sägen ist eine Kunst! Diese gelingt nur, wenn Ihr die Motive richtig vorzeichnet. Ein weicher Bleistift (B oder 2B) ist dafür am besten geeignet (siehe auch -> Vorlagen auf Holz richtig übertragen).

  • Verkantet das Sägeblatt nicht

Häufig reißen die Sägeblätter, wenn sie verkantet werden. Wenn ihr also beim Sägen die Richtung wechseln wollt, sollte ihr erst auf der Stelle sägen und die Säge danach langsam in die gewünschte Richtung drehen.

  • Befestigt das Holz richtig

Der zu sägende Teil des Holzes sollte überstehen, der Rest wird mit einer Schraubzwinge am Tisch befestigt. Sobald das Holz zu stark vibriert, ist es nicht mehr passend eingespannt und sollte neu befestigt werden. Ein Laubsägetischchen hilft, ist aber für Kinder meist noch zu unpraktisch.

  • Sägt mit wenig Druck

Dein Enkel sollte das gleichmäßige Sägen üben, wobei die Bewegungen nicht ruckartig sein sollen.
Dabei nur wenig Druck ausüben, ansonsten verkantet das Sägeblatt zu schnell.

Weitere Ideen zum Werken mit Kindern: