1. Kuschel- und Stofftiere sind Begleiter & Tröster

Erwachsene unterschätzen die Bedeutung der Kuscheltiere für Kinder häufig, auch wenn sie selbst vielleicht auch noch das eine oder andere Lieblingskuscheltier aus der eigenen Kindheit haben.

Dieses war einst ein wichtiger Begleiter und Tröster, wenn die Eltern gerade einmal nicht da waren.
Auch heute noch nehmen die Kinder ihre liebsten Kuscheltiere gern überall hin mit und sei es nur für den Besuch im Zoo, so wie bei uns neulich. Als unser Enkelkind im Zoo wach wurde, drohte eine Katastrophe, denn Mama und Papa waren nicht da! Wohl aber das Lieblingsstofftier, das dem Kind den Tag und uns die Ruhe gerettet hat.

Was bedeutet ein Kuschtier für Kinder

2. Das bedeuten Kuscheltiere für Kinder

Viele Kinder haben „das eine“ Kuscheltier, das sie wirklich überallhin begleitet. Es ist auf Familienfeiern ebenso dabei wie bei einem Arztbesuch, es sitzt mit am Tisch, kommt mit in den Kindergarten und wird nachmittags beim Spielen im Garten sicher platziert.
Schon allein hieran ist erkennbar, dass ein Kuscheltier für ein Kind mehr als nur ein liebgewonnenes Spielzeug ist. Es ist ein Freund, der dank der kindlichen Fantasie zum Leben erweckt werden kann.

Psychologen sind sich einig: Das liebste Kuscheltier stellt die erste Beziehung dar, die ein Kind führt und die es sich selbst ausgesucht hat.
Damit ist ein solcher Plüschfreund ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit.
Experten bezeichnen die Kuscheltiere daher als Übergangsobjekte, weil sie den Übergang von der Beziehung zur Mutter zu weiteren Beziehungen darstellen.
Für das Kind ist das Kuscheltier daher mit vielen Emotionen verbunden. Es besitzt sogar eine eigene Persönlichkeit, die es beispielsweise in Rollenspielen deutlich zeigt.
Natürlich sind es die Erfahrungen des Kindes, die dem Plüschfreund in Rollenspielen seine Verhaltensweisen ermöglichen. Kinder mahnen ihre Kuscheltiere dazu, sich abends zu waschen, die Zähen zu putzen und endlich zu schlafen. Sie sollen zudem auf allzu viele Süßigkeiten verzichten und dürfen sich freuen, wenn sie bei Oma und Opa übernachten können.

Kurzum: Das Kuscheltier wird zum Kind, das Kind hingegen zum Eltern- oder Großelternteil, zum Erzieher oder Lehrer.
Damit bekommt nicht nur das Plüschtier eine Rolle zugedacht, sondern auch das Kind schlüpft in diverse Rollen.
Kuscheltiere für das Einschlafen
Bild: Kuscheltiere für das Einschlafen

3. Das sehen Kinder in einem Kuscheltier

Für Kinder sind Kuscheltiere treue Begleiter und weiche Kissen, Tröster bei Angst und Kummer sowie Mutmacher bei scheinbar gefährlichen Situationen.
Kinderpsychologen weisen den Kuscheltieren die folgenden Bedeutungen für ein Kind zu:

  • sicherer Hafen
  • treuer Begleiter
  • Spielgefährte
  • Freund mit eigener Persönlichkeit
  • Gesprächspartner
  • emotionale Versicherung

Kinder fällt es dank ihres Lieblingskuscheltieres leichter, sich von den Eltern oder Großeltern zu trennen, wenn sie beispielsweise in den Kindergarten gehen oder auf dem Spielplatz andere Kinder treffen sollen.
Dadurch, dass sie durch das Spielzeug einen emotionalen Halt erfahren, stellt dieses einen wichtigen Einflussfaktor für die Selbstentwicklung des Kindes dar.

4. Der liebste Einschlafbegleiter

Nun, vielleicht ist das Kuscheltier nicht immer der liebste Einschlafbegleiter, denn die meisten Kinder wünschen sich, dass Mama, Papa, Oma oder Opa an ihrer Seite sind, bis sie schlafen.
Da das aber häufig nicht möglich ist, muss ein Ersatz her. Der kommt in Form von Teddy oder Hase, Hund oder Katze, Monster oder Wolf daher. Studien haben ergeben, dass mehr als 90 Prozent aller Kinder in Deutschland ein Lieblingskuscheltier haben, das sie als Einschlafhilfe nutzen. Ähnliche Ergebnisse wurden in US-Studien erzielt. Damit ist das Phänomen „Kuscheltier als Einschlafhilfe“ keines, das auf ein bestimmtes Land beschränkt ist.

Wissenschaftler haben sich gefragt, warum das so sei und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Kuscheltier und Kind ein Team sind.
Dieses Team stellt sich gemeinsam gegen böse Monster unter dem Bett, im Kleiderschrank oder hinter der Tür.
Auch die Trennung von Eltern oder Großeltern für die Nacht fällt deutlich leichter, weil sich die Kleinen sicher und beschützt fühlen. Die Kleinen fühlen sich nicht von den Erwachsenen weggestoßen und müssen nun allein ihrem Zimmer liegen.
Sie haben ihren Plüschfreund an der Seite und gemeinsam meistert man das „Abenteuer Einschlafen“ deutlich besser.

5. Das Kuscheltier als Kommunikationshilfe

Das Kuscheltier erlaubt es, dass sich das Kind besser ausdrücken kann.
Es kann dem Plüschfreund beim Spielen seine Gefühle und Emotionen mitteilen und lernt, diese in Worte zu fassen.
Gegenüber dem Lieblingskuscheltier öffnen sich Kinder oft stärker als gegenüber den Eltern, mit ihnen sprechen die Kleinen über ihre Sorgen, Ängste und über Dinge, die sie zornig machen. Alle positiven und negativen Emotionen können auf das Kuscheltier übertragen werden und lassen sich damit leichter verarbeiten.
ür Kinder sind die Plüschfreunde daher eine Möglichkeit, verschiedene Situationen von allen Seiten zu betrachten und die damit verbundenen eigenen Gefühle besser zu verstehen. Insofern kann das Lieblingskuscheltier dafür sorgen, dass das Kind ausgeglichener, zufriedener und ruhiger wird.

Kuscheltier Giraffe

Eine kleine Giraffe als grosses Kuscheltier (Produkt von Melissa & Doug)

6. Die Giraffe als Kuscheltier

In unserem Adventsgewinnspiel 2020 verlosen wir die Giraffe aus dem Hause Melissa & Doug.
Doch natürlich ist sie nicht nur zu Weihnachten ein wunderbares Plüschtier und erweist sich mit ihrer Höhe von 85 cm als perfekter Kuschelfreund.
Die lebensecht wirkende Giraffe ist besonders weich, dabei aber stabil und übersteht somit auch intensive Kuschelstunden mit Kleinkindern unbeschadet.

Autor dieses Beitrages: Jürgen Busch
Beitrag aus dem Themenbereich: Spielen mit Kindern

Beiträge „Rund ums Spielen“

Kategorie Spielen Übersicht und weitere Spielmöglichkeiten:

unsere Kategorien: