1. Kontaktverbot für Grosseltern und was noch daraus werden kann

Momentan leben alle noch mit den verhängten Kontaktverboten wegen der hohen Ansteckungsgefahr durch Corona-Viren.
Besonders Großeltern und ihre Enkel trifft das Kontaktverbot hart, wenn sie es doch gewohnt sind, jederzeit zwanglosen und persönlichen Kontakt miteinander zu haben.

Dabei ist es nicht überall so, dass Großeltern ihre Enkel gar nicht sehen dürfen, denn streng genommen regelt das Kontaktverbot nur, dass sich mehrere Menschen auf einmal treffen.
Dies regeln die Bundesländer jedoch unterschiedlich – eine Kontaktsperre hingegen sagt nämlich, dass jegliche Kontakte verboten sind.

Die Ausgangssperre erlaubt noch nicht einmal das Verlassen der Wohnung ohne triftigen Grund.
Hier stellt sich die Frage nach einem möglichen Kontakt mit den Enkeln gar nicht erst.

Außerdem muss die Betreuung der Kinder gewährleistet sein.

1.1 Aktuelle Änderungen

Nicht jeder Kontakt der Großeltern mit einem Corona-Infizierten führen zu einer Ansteckung. Gerade im Freien und unter Berücksichtigung des Abstandes besteht eine geringe Ansteckungsfegfahr, da die Aerosole sich schneller wieder auflösen. Opa und Oma sollten aber unbedingt engen, anhaltenden Kontakt in Innenräumen und im öffentlichen Verkehr meiden.

Niemand kann erwarten, dass sich kleine Kinder an strenge und bestimmte Abstandsregeln halten können.
In Sachsen werden am heutigen Tag die Kitas und Grundschulen wieder geöffnet. Auf die Einhaltung eines Mindestabstandes zwischen den Kindern und eine Maskenpflicht wird in diesem Bundesland verzichtet.
Die Gewerkschaft der Lehrer und Erzieher protestiert hier gegen kräftig.

Lockerungen bei den Schulen

Unter Auflagen sollen nun alle Schüler schrittweise bis zu den Sommerferien an die Schulen zurückkehren.
Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf etwa wegen der häuslichen Situation oder der technischen Ausstattung sollten „möglichst umgehend gezielte pädagogische Präsenzangebote an den Schulen erhalten“.

In vielen Bundesländern sind bereits jetzt schon Abschlussklassen, ältere Grundschüler und Klassen, die nächstes Jahr ihre Prüfungen ablegen, an die Schulen zurückgekehrt.
Die Bildungsminister der Länder haben sich geeinigt:
Bis zu den Sommerferien können alle anderen Schüler im Schichtbetrieb wenigstens zeitweise in die Schulen zurückkehren.
Einen Normalbetrieb wie vor der Coronazeit wird es aber vorerst nicht geben.

Kinderbetreuung

Kinderbetreuung

Ab dem 11. Mai 2020 soll in allen Bundesländern eine erweiterte Notbetreuung bei den Kitas eingeführt werden.
Dazu gehören unter anderem Kinder mit besonderem pädagogischen oder Sprachförderbedarf, Kinder die in beengten Wohnverhältnissen leben – etwa wenn ein eigenes Kinderzimmer fehlt – sowie Kinder, die am Übergang zur Vorschule oder Schule stehen.
Die Einzelheiten sollen die Bundesländer regeln. Weitere Lockungspläne werden schrittweise in den nächsten Monaten folgen.

Krankenhäuser, Pflegeheime, Senioren- und Behinderteneinrichtungen

Sofern es derzeit kein aktives Corona-Infektionsgeschehen in der Einrichtung gibt, soll einer definierten Person die Möglichkeit eines wiederkehrenden Besuchs gegeben werden.

Von Montag an dürfen in Sachsen-Anhalt bis zu fünf Menschen zusammen unterwegs sein, auch wenn sie nicht in einem Haushalt leben. Bisher war dies nur für zwei Personen oder durch mehr Angehörige des eigenen Haushalts erlaubt. Künftig muss es keinen triftigen Grund mehr geben, um das Haus zu verlassen.

Kinder dürfen endlich wieder auf die Spielplätze. Das haben die Länderchefs und Kanzlerin Merkel am 30.4 beschlossen.

Das Bundesfamilienministerium empfiehlt nun einen stufenweisen Wiedereinstieg der Kinderbetreuung. Kitas sollen schrittweise wieder geöffnet werden. Der Öffnungs-Plan soll in vier Schritten erfolgen.
Von der jetzt eingeschränkten Notbetreuung hin zu einer flexiblen und stufenweisen Erweiterung der Notbetreuung. Danach soll ein eingeschränkter Regelbetrieb erfolgen, bis letztendlich in der letzten Stufe der vollständige Regelbetrieb in den Kitas wieder eingeführt wird.
Die Lockerung für die Kitas soll durch epidemiologische Studien begleitet werden.
Wann die Kitas wieder öffnen, entscheiden die Länder und Kommunen.

In den Pflegeheime sollen nun im ersten Schritt Besuche einzelner Personen zugelassen werden.  Selbstervständlich erst nach telefonischer Anmeldung und nach einer Hygiene-Einweisung. Ein Besuch dürfe maximal zwei Stunden dauern.

Berlin

Die Corona-Eindämmungsverordnung in Berlin schreibt vor, dass die Kontakte auf den eigenen Hausstand zu beschränken sind. Alternativ können sich aber in Berlin laut Aussage der Senatsverwaltung eine Person eines Hausstandes mit einer Person eines anderen Hausstands treffen. Das bedeutet also, das die Großeltern maximal ein Enkelkind betreuen dürfen.

Brandenburg

Die Corona-Eindämmungsverordnung von Brandenburg besagt

Wen ohnehin schon enge soziale Kontakte zwischen Kind und der Oma bzw. Opa bestünden, ist eine Betreuung durch die Großeltern möglich. Wenn jedoch dadurch neue Kontakte entstünden, soll keine Betreuung erfolgen. Bezahlte Babysitter-Dienste, durch die neue Kontakte zustande kämen, sind nicht erlaubt.

1.2 Das könnte auch interessant sein

In diesem kleinen Video geben wir Tipps und Ideen, wie man mit den Großeltern in Kontakt bleiben kann.




Kontaktverbot für Großeltern und Enkel

Ein Beispiel aus Brandenburg:
Hier gilt, dass entweder Oma oder Opa die Enkel sehen und mit ihnen Kontakt haben dürfen, wenn sie auch ansonsten einen engen sozialen Kontakt miteinander pflegen.
Das heißt, wenn sich alle sowieso schon täglich getroffen haben, ändert die Corona-Krise daran auch nichts.
Ob es gesundheitlich ratsam ist, steht auf einem ganz anderen Blatt, denn viele Ältere haben nun einmal teils schwere Vorerkrankungen, die ihnen bei einer Corona-Infektion mit schwereren Symptomen zum Verhängnis werden können.
Dies gilt übrigens bei der Grippe ebenso!



2. Bußgelder bei Verstoß gegen die Corona-Regelungen

Polizei und Ordnungsämter kontollieren, ob sich Menschen an die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote halten. Es drohen – auch für Opa und Oma – ja nach Bundesland unterschiedlich hohe Bußgelder. Das strahlende Frühlingswetter und die sommerlichen Temperaturen machen es Großeltern nicht leicht, zu Hause zu bleiben. Trotzdem sollten auch Senioren konsequent die Kontaktbeschränkungen einhalten, ansonsten werden empfindliche Bußgeldzahlungen fällig.

2.1 Der Bußgeldkatalog für die einzelnen Bundesländer

Hier ein kurzer Überblick über die Bußgeldkataloge mit aktuellen Links zu den Regierungs-Webseiten der jeweiligen Bundesländer.
Stand 28. April 2020

Hier finden Opa und Oma den aktuellen Corona-Bußgeldkatalog von Baden-Württemberg

Dies sind die wichtigsten Ordnungswidrigkeiten:

  • Nichteinhaltung der Verpflichtung eine Mund-Nasen-Bdeckung ab dem 4.5.2020 zu tragen: 15 bis 30 €
  • Zusammenkünfte im öffentlichen Raum von mehr als zwei Personen, die nicht zur Familie gehören: bis 1.000 €
  • Verstöße gegen Fahrt- und Reiseverbote im Land: bis 1.000 €
  • Pendler ohne Pendlerbescheinigung: bis 500 €
  • Reifenwechsel in Werkstätten bleibt erlaubt

Hier finden Opa und Oma den aktuellen Corona-Bußgeldkatalog von Bayern

Dies sind die wichtigsten Ordnungswidrigkeiten:

  • Wohnung darf nur aus triftigem Grund verlassen werden: Arztbesuche, Einkäufe, Arbeitsweg
  • Spaziergänge sind allein oder mit Personen aus demselben Haushalt erlaubt
  • Wer ohne triftigen Grund die Wohnung verlässt: 150 €
  • Betreten einer Hochschule: 500 €
  • Picknick und Reifenwechsel sind keine triftigen Gründe!

Hier finden Opa und Oma den aktuellen Corona-Bußgeldkatalog von Berlin

Dies sind die wichtigsten Ordnungswidrigkeiten:

  • Zusammenkünfte im öffentlichen Raum von mehr als zwei Personen, die nicht zur Familie gehören: 25-500 €
  • Verlassen der Wohnung ohne triftigen Grund: 10-100 €
  • Öffnung einer Gaststätte: 1.000-10.000 €
  • Anbieten touristischer Übernachtungen: 1.000-10.000 €

Hier finden Opa und Oma den aktuellen Corona-Bußgeldkatalog von Brandenburg

Dies sind die wichtigsten Ordnungswidrigkeiten:

  • Missachtung des Mindestabstands von 1,5 Metern: 50-500 €
  • Teilnahme an öffentlicher Veranstaltung: 50-500 €
  • Ausrichten einer öffentlichen Veranstaltung: 500-2.500 €
  • Besuch von Sportanlagen, Tanz- sowie Fitnesstudios: 50 – 500 €
  • Ladenöffnung ohne Ausnahmegenehmigung: 1.000-10.000 €
  • Wiederholte Verstöße gegen Einschränkungen: bis 25.000 €

Hier finden Großeltern in Informationen des Senats zum Schutz vor dem Cornavirus sowie den aktuellen Corona-Bußgeldkatalog von Bremen

Dies sind die wichtigsten Ordnungswidrigkeiten:

  • Verlassen der Wohnung trotz Quarantäne-Auflagen: 300-400 €
  • Besuch empfangen trotz Quarantäne-Auflagen: 300-400 €
  • Menschenansammlungen im öffentlichen Raum und private Feiern: 50-150 €
  • Öffnung von Klubs und Gastrobetrieben: 500-2.500 €
  • Besuch von Klubs und Gastrobetrieben: 50-150 €
  • Öffnung von Wettbüros, Spielhallen, Fahrschulen oder Volkshochschulen: 500-2.500 €
  • Öffnung von Bordellen: 500-2.500 €
  • Besuche in Krankenhäusern, Entbindungsstationen oder Pflegeheimen: bis 750 €
  • Anbieten touristischer Übernachtungen: 500-2.500 €
  • Abholservice und Lieferdienste (außer Restaurants) von Geschäften sind verboten!
  • Bei wiederholten Verstößen: bis 25.000 €

Hier finden Großeltern den aktuellen Corona-Bußgeldkatalog von Hamburg

Dies sind die wichtigsten Ordnungswidrigkeiten:

  • Missachtung des Mindestabstands von 1,5 Metern: 150 €
  • Betreten von Spielplätzen: 150 €
  • Zusammenkünfte im öffentlichen Raum von mehr als zwei Personen, die nicht zur Familie gehören: 150 €
  • Die Zubereitung von Speisen, das Grillen oder Picknicken an öffentlichen Orten sind untersagt: 150 €
  • Ungenehmigte Ladenöffnungen: 2.500 €
  • Wiederholte Verstöße gegen Einschränkungen: bis 25.000 €

Hier finden Großeltern den aktuellen Corona-Bußgeldkatalog von Hessen kurz und kompakt dargestellt.

Dies sind die wichtigsten Ordnungswidrigkeiten:

  • Zusammenkünfte im öffentlichen Raum von mehr als zwei Personen, die nicht zu einer Familie oder einem Haushalt gehören: 200 €
  • für pflegebedürftige Personen für das unerlaubte Betreten von Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen; ausgenommen ist die Notbetreuung: 200 €
  • Teilnahme an touristischen oder kulturellen Angeboten und Sportangeboten: 200 €
  • Verstoß gegen Quarantäneanordnung bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten: 500 €
  • Organisation von Zusammenkünften, touristischen und kulturellen Angeboten etc.: 200-1.000 €
  • Nichteinhaltung von Sicherheitsvorkehrungen und Empfehlungen des RKI: 200-1.000 €
  • Verstoß gegen Bewirtungsverbot: 500-5.000 €
  • Anbieten touristischer Übernachtungen: 500-5.000 €

Hier finden Großeltern den aktuellen Corona-Bußgeldkatalog von Mecklenburg-Vorpommern kurz und kompakt dargestellt.

Dies sind die wichtigsten Ordnungswidrigkeiten:

  • Verstoß gegen Reise-, Kontakt- und Öffnungsbeschränkungen: 100-5.000 €
  • Nichteinhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern: 150 €
  • Zusammenkünfte im öffentlichen Raum von mehr als zwei Personen, die nicht zur Familie oder einem Haushalt gehören: 150 €
  • Betreten von Spielplätzen: 150 €
  • Ungenehmigte Ladenöffnungen: 2.500 €
  • Es sind sämtliche Tagesausflüge an die Ostseeküste oder die Seenplatte untersagt!

Wird durch eine Handlung gegen mehrere Tatbestände verstoßen, so ist das Bußgeld angemessen zu erhöhen, wobei die Summe der Regelsätze nicht erreicht werden darf.

Hier findest Du den aktuellen Corona-Bußgeldkatalog von Niedersachsen des niedersächsischen Gesunheitsministerium zum Downloaden.

Dies sind die wichtigsten Ordnungswidrigkeiten:

  • Betrieb verbotener Freizeit-, Vergnügungsstätten sowie Verkaufsstellen: 3.000-10.000 €
  • Besuch verbotener Freizeit-, Vergnügungsstätten sowie Ver­kaufsstellen: 150-400 € pro Person
  • Betrieb von Beherbergungsstätten zu touristischen Zwecken: 3.000-10.000 €
  • Zusammenkünfte in verbotenen Einrichtungen: 150-400 €
  • Kurzfristiger Aufenthalt zu touristischen Zwecken in Zweitwohnung: 150-400 €
  • Ausrichten öffentlicher Veranstaltungen: 1.000-5.000 €
  • Besuch öffentlicher Veranstaltungen: 150-400 €
  • Nichteinhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m: 150 €
  • Zusammenkünfte und Ansammlungen von mehr als zwei Personen nicht des gleichen Haushalts: 200-400 €
  • Nach der Rückkehr aus dem Ausland verbotene Einrichtungen betreten: 500-1.000 €
  • Rückkehrer aus dem Ausland in Einrichtung beschäftigt: 4.000-8.000 €
  • Betrieb von Restaurationsbetrieben (außer Außer-Haus-Verkauf): 4.000-10.000 €
  • Besuch von Restaurationsbetrieben (außer Außer-Haus-Verkauf): 150 €
  • Erbringen von nicht dringend notwendigen Dienstleistungen (z. B. Kosmetik): 2.000-5.000 €

Das sind harte Strafen für Opa und Oma, wenn sie das Kontaktverbot nicht einhalten.
Hier findest Du den aktuellen Corona-Bußgeldkatalog zur Umsetzung des Kontaktverbotes des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.

  • Treffen mit mehr als zwei Personen, die nicht dem gleichen Haushalt angehören: 200 €
  • Picknick oder Grillen im öffentlichen Raum: 250 €

„Ich schütze Dich, Du schützt mich“. Die Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung leistet einen wichtigen Beitrag, um die Ansteckungsgefahr weiter zu minimieren.
Dieses Bundesland hat eine sehr gute Infomationsseite zum Thema Corona-Rheinland-Pfalz.
Und die Ministerpräsidentin geht voran!

  • Treffen mit mehr als zwei Personen, die nicht dem gleichen Haushalt angehören: 200 €
  • Anbieten touristischer Übernachtungen: 4.000-5000 €
  • Nichtbeachtung von Schutzmaßnahmen oder Hygienevorschriften: 1.000 €
  • Bei besonders schwerwiegenden Verstößen und im Wiederholungsfall: 25.000 €

Hier findest Du den aktuellen Corona-Bußgeldkatalog vom Saarland

Dies sind die wichtigsten Ordnungswidrigkeiten:

  • Verlassen der Wohnung ohne triftigen Grund: 200 €
  • Treffen mit mehr als zwei Personen, die nicht dem gleichen Haushalt angehören: 200 €
  • Teilnahme an Bestattung, obwohl nicht Teil des engeren Familienkreises: 200 €
  • Teilnahme an Versammlungen und Ansammlungen in der Öffentlichkeit: 200-400 €
  • Veranstaltung von öffentlichen Gottesdiensten u.ä.: 200-2.000 €
  • Öffnung von Ladenlokalen: 500-2.000 €
  • Betreten von Pflegeeinrichtungen u.ä.: 500-2.000 €
  •  Unbefugtes Betreten einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung: 500 bis 2000 Euro

Das sind harte Strafen für Opa und Oma, wenn sie gegen das Kontaktverbot verstoßen.
Hier findest Du den aktuellen Corona-Bußgeldkatalog zur Umsetzung des Kontaktverbotes des Bundeslandes Sachsen zum Download.

  • Besuch von Spielplätzen und öffentlichen Sportanlagen: 100 €
  • Einreise von Touristen aus anderen Bundesländern: 400 €
  • Organisation von oder Teilnahme an Versammlungen von mehr als 50 Personen: Strafanzeige & bis zu zwei Jahre Haft
  • Öffnung von Restaurant ohne Erlaubnis: Strafanzeige & bis zu zwei Jahre Haft
  • Beherbergung von Touristen: Strafanzeige & bis zu zwei Jahre Haft

Hier finden Großeltern den aktuellen Corona-Bußgeldkatalog von Schleswig-Holstein

Dies sind die wichtigsten Ordnungswidrigkeiten:

  • Einreise aus touristischem Anlass, zu Freizeit- oder Fortbildungszwecken: 150-500 € pro Person
  • Beherbergung zu touristischen Zwecken: 4.000 €
  • Betreiben touristischer Einrichtungen: 4.000 €
  • Verstoß gegen Kontaktverbot: 150 €
  • Teilnahme an Veranstaltungen mit mehr als einer Person außerhalb des eigenen Haushalts: 150-500 € pro Person
  • Verstoß gegen das Versammlungsverbot: 150 € pro Person
  • unerlaubter Zutritt zu Inseln, Halligen oder Warften: 150 € pro Person
  • unerlaubter Weiterbetrieb von Gaststätten: 4.000 €
  • unerlaubter Weiterbetrieb von Verkaufsstellen: 2.500 €
  • Geöffnet halten einer bezeichneten Einrichtung: 1.000-5.000 €
  • Nichtbefolgen der Hygienebestimmungen in geöffneten Einrichtungen: 150-500 €

Diese Regelsätze gelten für einen Erstverstoß. Ein Verstoß gegen die Coronaauflagen kann also für Opa umnd Oma richtig teuer werden.

Hier finden Opi und Omi aus dem Bundesland Thüringen Information zum Kontaktverbot für Großeltern: Corona-Informationsportal

Dies sind die wichtigsten Ordnungswidrigkeiten:

  • Missachtung des Mindestabstands von 1,5 Metern: 100 €
  • Zusammenkünfte im öffentlichen Raum von mehr als zwei Personen, die nicht zur Familie oder einem Haushalt gehören: 200 €
  • Öffnen von Betrieben und Einrichtungen für den Publikumsverkehr, für die keine Ausnahmeregelung gilt: 5.000 €



Forscher aus den USA haben die Menschen vor Kurzem mit der Aussicht auf ein fortgeführtes Kontaktverbot bis 2024 geschockt, andere gehen zumindest soweit, dass sie 2022 als Endzeitpunkt ansehen.
Angeblich würde es so lange dauern, das Virus komplett zu erforschen und herauszufinden, wie es um eine eventuelle Immunität nach erfolgter und ausgeheilter Infektion stünde.
Ob und wie lange die Regierungen beschließen, die Rechte der Menschen derart einzuschränken, bleibt abzuwarten.

3. Weitere Corona-Lockerungen werden mit Rückfall-Klausel wirksam

Die ersten Lockerungen sind bereits umgesetzt.
So ist es wieder erlaubt, sich mit einer anderen Person zu treffen, die nicht zum eigenen Haushalt gehört (Beispiel Sachsen), die Schulen öffnen sukzessive für verschiedene Jahrgänge und die Notbetreuung in den Kitas wird ausgeweitet.

Abiturprüfungen finden statt, wenn auch unter strengen Auflagen in Richtung Hygiene.
Das kurze Verweilen auf Parkbänken ist für Opa und Oma wieder erlaubt – sehr vorteilhaft für den kurzen Spaziergang mit dem Enkel!
In Berlin werden voraussichtlich die Spielplätze wieder öffnen, welche Auflagen hier noch erlassen werden, ist offen.
Gleichzeit wird allerdings damit gedroht, dass auch Einheiten der Bundeswehr herangezogen würden, um die Auflagen zu kontrollieren. Das Recht auf Freiheit bleibt weiter beschnitten bzw. gilt nur stark eingeschränkt.

Diesen nachfolgende Beitrag, der auch heute am 6.5.2020 noch aktuell ist, haben wir am 24.4.2020 verfasst.
Grundsätzlich kannst du dich über die aktuellen Verbote und Lockerungen auf der sehr ausfühlichen Corona-Seite der Bundesregierung oder auf anderen Regierungs- und Behördenseiten informieren.
Corona-Website der Bundesregierung

4. Welche Folgen hat das Kontaktverbot für Großeltern und Enkel?

Sowohl Großeltern als auch Enkel leiden psychisch unter dem Kontaktverbot.
Der Opa, der immer Geschichten erzählt hat, ist nun nur noch am Telefon zu erreichen.
Die Oma, mit der die leckeren Kekse zum Sonntag gebacken wurden, kann höchstens noch per Smartphone mitbacken. Wir beginnen derzeit einige Ideen zum virtuellen Backen mit Opa, Oma und Enkel auszuzprobieren.

Dabei trifft es die Großeltern, die selbst gesundheitlich eingeschränkt sind, besonders hart.
Großeltern, die im Pflege- oder Seniorenheim untergebracht sind und keine Besuche mehr empfangen dürfen, die aber gleichzeitig auch nicht per Telefon erreichbar sind. Einmal die Woche telefonieren, mehr ist nicht drin!

Solche Vorgaben schränken alte Menschen unverhältnismäßig stark ein und nehmen ihnen jegliche Entscheidungsfreiheit. Der dabei entstehende Frust gepaart mit der Machtlosigkeit führt bei vielen älteren Personen zu psychischen Problemen, die sich in gesteigerter Reizbarkeit und Aggression bis hin zu depressiven Verstimmungen und Depressionen äußern können.
Es gilt also rechtzeitig als Opa und Oma den Coronastress abzubauen.

5. Kontaktsperre oder Kontaktbeschränkung für die Großeltern

Großeltern sollten daher selbst entscheiden, wie groß der Abstand zu den Enkeln wirklich sein muss.
Je nachdem, welche Regelung im eigenen Bundesland zutrifft (Kontaktsperre oder Kontaktbeschränkung), ist es auch möglich, die Enkelkinder auf der Terrasse sitzend beim Spielen im Garten zu beobachten.
Hier sind sicherlich die Großeltern deutlich besser dran, die selbst einen Garten haben bzw. in den Garten der eigenen Kinder und damit der Enkelkinder gehen können.

Wer weiter weg wohnt, muss nach neuen Wegen suchen. Tablet und Smartphone sind eine gute Hilfe bei der Überbrückung solcher Distanzen.
Solange Hotels und Pensionen noch geschlossen haben, besteht schließlich dort nicht die Möglichkeit der Unterkunft bei einem Besuch der Enkelkinder.
Bei dieser Variante der Kontaktaufnahme muss zumindest nicht befürchtet werden, dass neugierige Nachbarn zu Denunzianten werden, wie sie unlängst durch die Polizei betitelt wurden, und Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Kontaktverbot erstatten.

Natürlich leiden auch die Enkelkinder unter der Situation.
Sehr kleine Kinder verstehen die Sachlage nicht und fühlen sich von Oma und Opa verlassen.
Schnell kommt dann die Frage auf:
Habt ihr mich nicht mehr lieb?
Eltern und Großeltern sollten nach Erklärungsansätzen suchen und sich bemühen, dem kleinen Kind die Situation so gut es geht begreiflich zu machen.
Größere Kinder, die bereits mit Tablet und Smartphone umgehen können, dürfen natürlich die technischen Möglichkeiten dazu nutzen, um mit den Großeltern in Kontakt zu bleiben, sofern Oma und Opa digital aufgestellt sind.

Das Gefühl der Vereinsamung kann aber auch bei ihnen auftreten.
Nicht umsonst haben Kinderpsychologen und Psychologen von Anfang an vor solchen Maßnahmen gewarnt, denn die psychischen Folgen waren längst absehbar!

6. Möglichkeiten zur Bewältigung der Corona-Belastung

Angesichts der immensen Belastungen durch die Corona-Krise suchen Großeltern verständlicherweise nach einem Ausweg und nach Möglichkeiten, um die Belastung zu reduzieren.
Gespräche mit den Enkelkindern können helfen, den Kontakt nicht zu verlieren und auch weiterhin an ihrem täglichen Leben teilzuhaben.
Es gilt, sich gut abzulenken!
Der Tag sollte ausgefüllt sein mit Aktivitäten, die Spaß machen.
Nach dem Telefonat mit dem Enkelkind könnte ein Pläuschchen mit den weiter entfernt lebenden Freunden dran sein.
Danach vielleicht ein wenig Bewegung an der frischen Luft?
Ein Spaziergang durch den Park ist gesund und vertreibt schwermütige Gedanken.

Die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen, die eine Präsenz erfordern, ist immer noch nicht möglich.
Doch viele Theater oder Einzelkünstler sind dazu übergegangen, ihre Auftritte online zu übertragen.
Dem virtuellen Besuch im Theater steht somit nichts im Wege! Auch Klavierkonzerte, Chorauftritte und andere musikalische Highlights werden live übertragen und können die Langeweile und den Hunger nach Kultur zumindest zeitweise vertreiben.

Online bieten sich überdies weitere Möglichkeiten durch Kochkurse oder Nähkurse.

Kann das dort Gesehene selbst ausprobiert werden, hat die Sache sogar noch etwas Gutes und bringt einen langfristigen Mehrwert, der über das reine Vertreiben von Langeweile hinausgeht.

7. Enkelkinder helfen ihren Großeltern

Enkelkinder sollten ihre Großeltern nun nach Kräften unterstützen.

Oma und Opa haben ein technisches Problem wie bespielsweise
– bei der Einrichtung von WhatsApp
– bei der Einrichtung von Skype
– beim Kauf eines Smartphone für Senioren oder beim Kauf eine iPhone für Senioren

Das wird einfach per Telefon geklärt.
Oder es wird ein Computerproblem gelöst, während die Videoübertragung des Smartphones eingeschaltet ist. Damit wird die Problemlösung fast ein wenig so, als würden beide im gleichen Raum sein!

Neben den Hilfsangeboten in technischen Fragen sind alltägliche Dinge natürlich nicht außer Acht zu lassen.
Enkelkinder können Oma und Opa das Einkaufen abnehmen und stellen die Einkaufstüten einfach vor deren Haustür.
Vielleicht mit einer kleinen Überraschung in Form einer Leckerei oder einer kleinen Lektüre des Lieblingsautors?

Natürlich kann auch gemeinsam Sport gemacht werden, denn zum Beispiel Yoga oder Pilates sind Sportarten, die für alle Altersstufen geeignet sind und die sich wunderbar per Onlinekurs erlernen lassen.

Dank der gemeinsam eingerichteten Videoübertragung steht jeder in seinem Wohnzimmer daheim, Enkel und Großeltern machen nun gemeinsam Sport, ohne wirklich zusammen zu sein.
Mit diesem Beitrag zeigen wir wie es geht mit den Kinderyoga Übungen

Dies ist ein Hobby, das sich später sicherlich fortführen lässt, wenn sich beide wieder im Park treffen dürfen oder einer den anderen zu Hause besuchen kann.

Oma und Opa werden nun am besten unterstützt, indem sie abgelenkt werden.

Das Thema Kontakt halten und pflegen innerhalb der Familie haben wir in einem weiteren Beitrag inklusive einem Kurzvideo erörtert.

Das gilt vor allem dann, wenn einer oder beide unter Vorerkrankungen leiden und die Angst vor einer Ansteckung entsprechend groß ist.
Angesichts der Medienberichte breitet sich ansonsten eine unnötige Panik aus, die Enkel durchaus ein wenig unterbrechen und unterbinden können.