Corona-Impfung der Kinder
Wann kommt die Corona-Impfung für Kinder?

Ärzte fordern Coronaimpfung auch für Kinder und Jugendliche

Kinderärzte sehen die Belastungen, denen Kinder durch die Corona-Krise ausgesetzt sind, durchaus kritisch. Vor allem die psychische Belastung durch den fehlende Sozialkontakt durch Wegfall von Kita und Schule ist groß und neben Senioren leiden Kinder am stärksten unter den derzeit anhalten Beschränkungen.
Impfungen kommen für sie allerdings noch nicht infrage, lediglich die Hersteller Biontech und Moderna beginnen damit, erste Vakzine an Kinder ab 12 Jahren zu testen. Hierbei soll herausgefunden werden, wie der Impfstoff, der derzeit nur für Erwachsene bzw. Jugendliche ab 16 Jahren zugelassen ist, „kindgerecht“ angepasst werden muss.

Die Kinderärzte gehen davon aus, dass eine sichere Öffnung der Schulen und Kitas nur möglich sei, wenn die Kinder als wichtige Überträger des SARS-CoV2-Virus geimpft seien. Gesundheitsminister Jens Spahn hatte Kinder nicht mit in die Impfempfehlungen aufgenommen, ebenso wenig erhielten sie eine Empfehlung für eine Impfung von der STIKO.
Die Begründung: Kinder erkranken nur selten schwer an Corona und müssten deshalb nicht das Risiko der bisher noch nicht ausreichend erforschten Impfung eingehen.
Die Kinderärzte halten aber dagegen, da Kinder dennoch das Virus übertragen können.

Andere Experten sind aber der Meinung, dass hier ein falsches Denken seitens der Kinderärzte vorläge. Denn ob die Impfung vor einer Übertragung des Virus schützt, weiß bis heute niemand. Als sicher gilt nur, dass die Impfung vor schweren Verläufen schützt. Die Risiko-Nutzen-Analyse einer Impfung von Kindern kann somit nicht ins Gleichgewicht gebracht werden. Ein hohes Risiko für eine noch nicht ausreichend an Kindern getestete Impfung, wenn die Virusübertragung trotz Impfung möglich wäre?

Die Verträglichkeit einer Corona-Impfung muss bei Kindern erst noch nachgewiesen werden

Bisher angenommene eventuelle Langzeitfolgen einer Erkrankung sind ebenfalls noch nicht ausreichend erforscht, es wird momentan noch angenommen, dass Kinder unter Langzeitfolgen leiden können, auch wenn sie keine Symptome einer Erkrankung gezeigt hätten.
Welche Wissenschaftler hier im Recht sind und wie sich die Lage wirklich gestaltet, wird wohl erst in einiger Zeit erkennbar werden, wenn genügend Erfahrung mit der Erkrankung und auch mit den Folgen einer symptomlosen Infektion gesammelt werden konnten.

Für Kinder bedeutet dies nun, dass sie zumindest vorsichtig sein müssen, wenn sie Kontakt zu Großeltern, die noch nicht geimpft sind, haben.

Immunsystem der Kinder stärken

Generell sollte aber auch auf die Stärkung des Immunsystems der Kinder geachtet werden, unabhängig von einer möglichen oder nicht möglichen Impfung.
Und das Immunsystem wiederum hängt nicht zuletzt an der psychischen Gesundheit (siehe auch -> Symptome psychischer Krankheiten bei Kindern), an der durch die Schließung der Kitas und Schulen mit aller Kraft gesägt wird.
Es ist nun Aufgabe der Entscheidungsträger, sich bestmöglich von erfahrenen Wissenschaftlern beraten zu lassen und hier nicht nur auf mittlerweile etablierte Meinungen zu setzen, um einen Weg aus der Pandemie zu finden und damit auch – und vor allem – die Kinder zu schützen.

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